Mehr Therapieerfolg durch Tenofoviralafenamid

MMW - Fortschritte der Medizin, Oct 2017

Andrea Warpakowski

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Mehr Therapieerfolg durch Tenofoviralafenamid

MMW Fortschritte der Medizin Mehr Therapieerfolg durch Tenofoviralafenamid _ Seit fast einem Jahr kann Descovy® 0 berichtete Dr. Stefan Esser 0 (Arribas J et al. CROI 0 Abstract 0 ). In diesen Stu- 0 0 Andrea Warpakowski Herausforderung Blutdruckkontrolle - dien erhielten 1.733 therapienaive Patienten entweder die Fixkombination Elvitegravir(EVG)/Cobicistat(c)/ FTC/TAF (Stribild®; n = 866) oder EVG/c/ FTC/TDF (Genvoya®; n = 867). Nach 144 Wochen hatten signi¶kant mehr Patienten unter EVG/c/FTC/TAF eine nicht nachweisbare Viruslast als unter EVG/c/FTC/TDF (84,2% vs. 80,0%; p = 0,021). Zudem war die Veränderung der renalen und ossären Laborparameter unter EVG/c/FTC/ TAF günstiger: Im Vergleich zum Ausgangswert bis zu Woche 144 sank die glomeruläre Filtrationsrate signi¶kant geringer (–1,6 ml/min vs. –7,7 ml/min; p < 0,001) und auch die Abnahme der Knochendichte in der Lendenwirbelsäule und der Hü e war signi¶kant geringer (jeweils p < 0,001). Esser wies darauf hin, dass es auch sinnvoll sein könnte, Patienten von einem FTC/TDF-basierten auf ein FTC/TAFbasiertes erapieregime umzustellen, wie die Phase-III-Studie SWITCH belegte (Ra¸ F et al. HIV Drug erapy 2016; Abstract O125). In dieser Studie wurde unter Beibehaltung der Drittsubstanz die erapie mit FTC/TDF entweder auf FTC/TAF umgestellt (n = 333) oder weitergeführt (n = 330). Nach 96 Wochen hatten sich bei vergleichbarer Wirksamkeit unter FTC/TAF sowohl die Parameter der Nierenfunktion als auch die der Knochendichte signi¶kant verbessert (jeweils p < 0,001). ■ Presseworkshop „Anforderungen an moderne HIV-Therapie heute – wo stehen wir?“ , 7. Münchner AIDS- und HepatitisWerkstatt; München, März 2017 (Veranstalter: Gilead Sciences) _ Obwohl für die Behandlung der Hypertonie zahlreiche e ektive erapieoptionen zur Wahl stehen, werden die von den Fachgesellscha en geforderten Blutdruckzielwerte unter einer Monotherapie im Praxisalltag nur selten erBlutdruck im Normbereich – das gelingt mit Kombinationspräparaten leichter. a ilt o o F /zc i w o m a d A irt o P © reicht, erinnerte Prof. Michel Burnier, Lausanne/Schweiz. Mehr als 70% der Patienten benötigen eine Kombinationstherapie mit mehreren Antihypertensiva, um den Blutdruck adäquat zu senken, so der Kardiologe. erapie bedeute jedoch nicht automatisch auch e ektive Krankheitskontrolle, ergänzte Prof. Bryan Williams, London/Großbritannien. Die Ursache für die unzureichende Blutdruckkontrolle liegt laut Williams vor allem in einer schlechten erapieadhärenz begründet. Diese werde maßgeblich von der Zahl der Tabletten beein—usst, die ein Patient einnehmen muss, berichtete Williams. Als erfolgreichste Strategie zur Steigerung der Adhärenz und damit zu einer Reduktion der Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse hat sich die Vereinfachung der Behandlung durch eine Reduzierung der Tablettenzahl erwiesen. Leicht umsetzen lässt sich diese Strategie mit Fixkombinationen wie Vocado® (Olmesartan plus Amlodipin) und Vocado HCT® (Olmesartan plus Amlodipin plus Hydrochlorothiazid). Dass die Adhärenz der Patienten bei der Verwendung von Fixkombinationen in einer Tablette besser ist als bei der Einnahme von mehreren einzelnen Tabletten, wurde in Studien eindeutig belegt: „Beispielsweise zeigten lediglich 15,9% der Patienten, die Olmesartan und Amlodipin als zwei Präparate getrennt einnahmen, jedoch 55,1% der Patienten, die die Medikamente als Fixkombination bekamen, eine mehr als 80%ige erapieadhärenz“, berichtete Williams [Levi M et al. J Manag Care Spec Pharm. 2016;22:255–62]. ■ Dr. Silke Wedekind ■ Satellitensymposium „Achieving better blood pressure control with xed-dose combination therapy“, Kongress der European Society of Cardiology 2017; Barcelona, August 2017 (Veranstalter: Berlin-Chemie)


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Andrea Warpakowski. Mehr Therapieerfolg durch Tenofoviralafenamid, MMW - Fortschritte der Medizin, 2017, 68-68, DOI: 10.1007/s15006-017-0182-5