Prävention thrombovenöser Ereignisse bei Niereninsuffizienz

MMW - Fortschritte der Medizin, Oct 2017

Red

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Prävention thrombovenöser Ereignisse bei Niereninsuffizienz

MMW Fortschritte der Medizin Länger anhaltender Therapieerfolg Dr. Dirk Einecke 0 1 2 0 Prävention thrombovenöser Ereignisse bei Niereninsuffizienz 1 Pressekonferenz „Fluad - ein besonderer Impfsto für einen besonderen Lebensabschnitt“; Frankfurt 2 Christina Ott tagonist zur Remissionserhaltung in der Langzeittherapie eŒektiv und sicher ist. „Der Wirkverlust beträgt in drei Jahren bei Colitis ulcerosa 9% und bei Morbus Crohn 17%. Das ist weniger als bei anderen ¨erapieformenn, wobei es keine Head-to-head-Studien gibt“, berichtete Prof. Robert Ehehalt, Heidelberg. Das ¨erapieziel bei M. Crohn und Colitis ulcerosa ist die Normalisierung der Lebensqualität, erreichbar durch eine anhaltende Remission und Mukosaheilung. Ca. 50% der Patienten benötigen dazu eine Langzeittherapie, so Ehehalt. Vedolizumab verhindert, dass Entzündungszellen in die Darmwand eindringen. Wenn der Patient auf das Medikament anspricht, dann spricht viel dafür, dass er gut damit leben kann. Auch die mittelfristigen Daten zur Sicherheit und zu Nebenwirkungen stim- - _ Für Patienten mit mittelschweren oder schweren Verläufen einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) steht seit drei Jahren Vedolizumab (Entyvio®) zur Verfügung. Es ist indiziert, wenn konventionelle ¨erapieformen und TNF-α-Antagonisten nicht mehr helfen oder nicht vertragen werden. Neue Daten deuten darauf hin, dass der Integrin-AnEine schwere Form des Morbus Crohn. In uenza-Schutz für die Generation 65+ _ Je älter die Menschen sind, desto niedriger sind die Antikörpertiter nach einer Impfung. Das Schlüsselwort dazu heißt Immunseneszenz, so Prof. Barbara Gärtner, Homburg/Saar. Um den altersbedingten Veränderungen des Immunsystems Rechnung zu tragen, wurde bereits vor etwa 20 Jahren mit Fluad® ein spezieller ImpfstoŒ entwickelt. Der ImpfstoŒ enthält einen Wirkverstärker, der die Immunantwort verbessern kann. „Wenn ich wirkverstärkt impfe, kommen deutlich mehr Makrophagen an den Ort der Impfung“, so Dr. Petra Sandow, Fachärztin für Allgemeinmedizin in Berlin. Mehr Makrophagen bedeuten mehr Antigen-präsentierende Zellen, damit mehr Immunzellen und im EndeŒekt mehr Antikörper. Diese Antikörper setzen sich dann an das Hämagglutinin der Viren. Sandow: „Je mehr unterschiedliche Antikörper ich habe, desto mehr kann ich diesen aggressiven Virus-Anteil blocken, der dafür verantwortlich ist, dass das Virus in die Zelle kommt. Das heißt: Die Anzahl der Antikörper ist enorm wichtig, um hier einen EŒekt zu haben.“ Belegt wurde die Wirksamkeit des ImpfstoŒs unter anderem in der LIVEStudie mit über 170.000 mindestens 65-Jährigen in Norditalien in drei konsekutiven Grippesaisons der Jahre 2006 bis 2009. Bei mit Fluad® GeimpŸen lag die Rate an In¡uenza-bedingten Krankenhauseinweisungen im Vergleich mit einem herkömmlichen trivalenten ImpfstoŒ um 25% niedriger. Nierenfunktionsstörungen werden als Risikofaktor bei der medikamentösen Prophylaxe venöser Thromboembolien (VTE) bei internistischen, nicht-chirurgischen Patienten häufig nicht ausreichend beachtet, kritisierte Prof. Hanno Riess, Berlin, beim Kongress der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH). Die – oft älteren – Patienten haben ein erhöhtes Thromboseund Blutungsrisiko. Das niedermolekulare Heparin (NMH) Certoparin (Mono-Embolex®) ist für diese Risikogruppe eine wichtige Option. Es kann mit Vorsicht auch bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/ min) eingesetzt werden. Dies zeigte eine Subgruppenanalyse der Studie CERTIFY mit Patienten > 70 Jahre mit schwer eingeschränkter Nierenfunktion (GFR ≤ 30 ml/min). Certoparin war hinsichtlich der Häufigkeit thromboembolischer Ereignisse gegenüber UFH nicht unterlegen, aber signifikant sicherer. ■ Red. ■ Nach Informationen von Aspen


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Red. Prävention thrombovenöser Ereignisse bei Niereninsuffizienz, MMW - Fortschritte der Medizin, 2017, 74-74, DOI: 10.1007/s15006-017-0195-0