Neutrophile bremsen Immuntherapie

Info Onkologie, Nov 2017

red

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15004-017-5860-z.pdf

Neutrophile bremsen Immuntherapie

Fentanyl und Morphin im Vergleich 0 Muffly L et al. Increasing Use of Allogeneic Hematopoietic Cell Transplantation in Patients Age 70 Years and Older in the United States. Blood. 2017; 130(9):1156-64 1 Zecca E et al. Fentanyl Sublingual Tablets Versus Subcutaneous Morphine for the Management of Severe Cancer Pain Episodes in Patients Receiving Opioid Treatment: A Double-Blind , Randomized, Noninferiority Trial. J Clin Oncol. 2017;35(7):759-65 Hämatologische Neoplasien - Orales Morphin war lange der Goldstandard für die Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Krebspatienten. Auch intravenöses oder subkutanes Morphin haben sich bei der Behandlung starker Tumorschmerzen als e¯ektiv erwiesen. Fentanylpräparate wirken schneller als Morphin, wenn sie erst in der Blutbahn sind. Gegen Placebo wurden sublinguale Fentanyltabletten (FST) bereits erfolgreich getestet. In einer aktuellen Studie wurden nun FST gegen subkutanes Morphin (SCM) während der ersten 30 Minuten nach der Anwendung getestet. In die Studie wurden 114 Patienten aufgenommen, die unter einer Opioidtherapie eine schwere Schmerzepisode erlitten. Sie erhielten randomisiert entweder 100 mg FST oder 5 mg SCM in einer doppelblinden Doppel-Dummy-Studie, d. h., dass alle Patienten eine sublinguale Tablette (mit oder ohne Wirksto¯) und alle Patienten eine subkutane Injektion (mit oder ohne Wirksto¯) bekamen. Die durchschnittliche Schmerzintensität wurde 10, 20 und 30 Minuten nach der Schmerzmittelgabe auf einer Skala von 0 bis 10 angegeben. Die mittlere Schmerzintensität lag zu Beginn der Studie bei 7,5 in beiden Gruppen und 10, 20 bzw. 30 Minuten nach der Anwendung bei 5,0 in der FST-Gruppe und bei 4,5 in der SCM-Gruppe. Die FSTPatienten bekamen nach 30 Minuten häu¢ger eine zweite Schmerzmitteldosis als SCM-Patienten (51 vs. 37 %). Beide Behandlungen wurden gut vertragen. In beiden Gruppen lagen die Nebenwirkungsscores unter der Antwort „ein bisschen“. 93 % der Patienten bevorzugten die sublinguale Gabe. Christina Berndt Über die letzte Dekade hat sich das Überleben nach einer allogenen Stammzelltransplantation (alloSCT) bei über 70-jährigen Patienten gesteigert. Ausgewählte Senioren dieses Alters mit hämatologischen Malignitäten sollten daher für eine Stammzelltransplantation in Betracht gezogen werden. Das zeigte eine Auswertung von Daten aller gemeldeten itkco /sSe ag m Itt y e G / d n kcu il W n e rJa © Immer mehr Patienten über 70 Jahren erhalten eine Stammzelltransplantation. über 70-jährigen alloSCT-Empfänger mit hämatologischen Malignitäten. In die Analyse †ossen die Daten von sämtlichen Patienten dieses Alters ein, die zwischen 2000 und 2013 in den USA eine erste al loSCT erhalten hatten und dem Center for International Blood and Marrow Transplant Research (CIBMTR) gemeldet worden waren. Untersucht wurden die Nutzung der Transplantate und die Ergebnisse, darunter das Gesamtüberleben (OS), das progressionsfreie Überleben (PFS) und die transplantatbedingte Mortalität. Zwischen 2000 und 2013 erhielten an 103 US-Transplantationszentren 1.106 Patienten ≥ 70 Jahren eine alloSCT. Die absolute Zahl und der Anteil von Allogra˜s stieg in dieser Population innerhalb der letzten Dekade merklich an: Im Jahr 2000 betrug sie noch 0,1 % aller Transplantate, im Jahr 2013 waren es schon 3,85 % (n = 298). Dabei waren die kurz notiert Neutrophile bremsen Immuntherapie +++ Neutrophile Granulozyten, eigentlich essenzielle Bestandteile der angeborenen Immunabwehr, können innerhalb eines Tumors andere Immunzellen – T-Lymphozyten – inhibieren und dadurch die Effektivität einer Immuntherapie schmälern. Darauf deuten Daten, die ein internationales Forscherteam um Nicole Glodde, Universitäten Bonn und Magdeburg, in einem Mausmodell gewonnen hat [Immunity. 2017;47 (4):789-802.e9]. Blockierten die Forscher die Rezeptortyrosinkinase c-MET durch Capmatinib, beeinträchtigte das die Neutrophilen – und verstärkte z. B. die Wirkung einer Checkpointinhibiton bei verschiedenen soliden Tumoren. red. Gallenblasenkrebs: Neues Target? +++ Exprimieren Gallenblasentumoren besonders viel IGF2BP2 („insulin-like growth factor 2 mRNA-binding protein 2“), scheint das mit einer schlechteren Prognose für die Betroffenen einherzugehen. Das geht aus einer retrospektiven Analyse von Tumorgewebe hervor, die Sonja Kessler, Universität des Saarlandes, zusammen mit einem internationalen Forscherteam durchgeführt hat [Oncotarget. 2017. https://doi. org/10.18632/oncotarget.21116]. Ggf. käme IGF2BP2 damit als Therapie-Target infrage. red. akute myeloische Leukämie und das myelodysplastische Syndrom die häu¢gsten Indikationen für eine alloSCT. Die Raten für das 2-Jahres-OS und das 2-Jahres-PFS verbesserten sich im untersuchten Zeitraum signi¢kant: In den Jahren 2000 bis 2007 lag die 2-Jahres-OS-Rate bei 26 %, in den Jahren 2008 bis 2013 bei 39 % (p < 0,001); die Rate für das 2-Jahres-PFS stieg zugleich von 22 auf 32 % (p = 0,003). Die transplantatbedingte Mortalität lag nach zwei Jahren zwischen 33 und 35 % und veränderte sich über die Zeit nicht (p = 0,54). Eine Multivarianzanalyse des OS im späteren Zeitraum (2008– 2013) ergab eine höhere Komorbidität mit einem HCT-Komorbiditäts-Index ≥ 3 (Hazard Ratio [HR] 1,27; p = 0,006), einer Nabelschnurblutspende (HR = 1,97; p  =  0,0002) und einer myeloablativen Konditionierung (HR 1,61; p = 0,0002). Christina Berndt


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15004-017-5860-z.pdf

red. Neutrophile bremsen Immuntherapie, Info Onkologie, 2017, 38-38, DOI: 10.1007/s15004-017-5860-z