Antibiotika bei Asthma bronchiale — welche Patienten profitieren?

Pneumo News, Nov 2017

Dagmar Jäger-Becker

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Antibiotika bei Asthma bronchiale — welche Patienten profitieren?

Antibiotika bei Asthma bronchiale - welche Patienten profitieren? Patienten mit schwerem placebokontrollier- ten Studie wurde an über erwachsenen Asthma-Patienten untersucht Gibson PG et al Lan - cet ). Unter pro Personenjahre ). Wie die Au- toren betonten PNEUMONEWS  2017; 09 (7) 43 - Wie wirkt Azithromycin? Azithromycin besitzt einen antimikrobiellen E©ekt. In der Studie erwies sich die Substanz wirksamer bei den Patienten, die pathogene Bakterien im Sputum aufwiesen. Außerdem werden der Substanz antientzündliche E©ekte zugesprochen, die sich in der Studie aber nicht durch eine Veränderung der Zahl der Entzündungszellen im Sputum bemerkbar machten. Klinische antivirale E©ekte von Azithromycin gelten als noch nicht endgültig gesichert, erläuterte Martinez. Martinez wies darauf hin, dass in früheren Untersuchungen gezeigt werden konnte, dass der frühzeitige Einsatz von Azithromycin über fünf Tage bei kleinen Kindern während einer Infektion der unteren Atemwege die Wahrscheinlichkeit für schwere Infektionen im Vergleich zu Placebo reduziert (Bacharier LB et al. JAMA 2015,314:2034–44). Zahlreiche Vorschulkinder entwickeln schwere Infektionen der unteren Atemwege mit Giemen, bei denen neben Viren auch Bakterien in die Pathogenese involviert sind. Gefahr bei Atemwegsinfektionen bei Kindern Obere und untere Atemwegsinfektionen bei jungen Kindern sind mit einem erhöhten Risiko für Asthma im späteren Leben assoziiert. Dies konnte in einer beim ERS vorgestellten Metaanalyse mit den Daten von 154.492 Kindern (Abstract OA499) bestätigt werden, berichtete Dr. Evelien van Meel bei der ERSPressekonferenz. Ergebnis der Studie: Kinder mit Infektionen der oberen Atemwege (Erkältung, Sinusitis, Laryngitis, Tonsillitis, Pharyngitis oder Otitis) bis zum Alter von fünf Jahren zeigten ein 1,5-fach erhöhtes Risiko, im späteren Leben Asthma zu entwickeln. Kinder mit Infektionen der unteren Atemwege (Bronchitis, Bronchiolitis, Pneumonie) hatten ein zwei bis vierfach erhöhtes Ri siko für Asthma und für eine schlechte Lungenfunktion. Dagmar Jäger-Becker Quelle: State of the art session: „Paediatric“, Kongress der European Respiratory Society, 8.–13.9.2017 in Mailand Regelmäßiges Desin zieren erhöht COPD-Risiko Praxis- und Klinikangestellte, zu deren Aufgaben regelmäßiges Desinfizieren von Oberflächen oder Instrumenten gehören, weisen einer prospektiven Studie zufolge ein erhöhtes COPD-Risiko auf. Über 55.000 Teilnehmer der US-amerikanischen „Nurses Health Study“ wurden für diese Analyse seit 1989 prospektiv untersucht, 2009 litt noch keiner von ihnen an einer COPD. In den folgenden acht Jahren eCnOt3Pw7Di%.ckdeleternKr6a6n3keKnrasnchkewnesscthewrnegstaebrneneianne, it/skcaSeog mindestens wöchentlich Oberflächen zu Ittym ßdiegsiInnfistzriuermene,n1t9e.% desinfizierten regelmä- /saeegG tRiisscFikhüorsibdgeinesicfiehkrrasitneetbGuenmru.pF2üp2re%dwieeurhlredötehztteeeisnGCsrOutapPtpDise-- itskceouN©m ergab sich ein deutlicher Trend, das COPDRisiko war numerisch um 19 % erhöht. Die Autoren ermittelten die verwendeten Desinfektionsmittel näher und fanden eine Assoziation zwischen COPD und Exposition gegenüber Glutaraldehyd, Wasserstoffperoxid, quartären Amonium-Verbindungen und Bleiche. Die beiden letztgenannten werden auch zum Reinemachen in Haushalten eingesetzt, so die Autoren. Erst kürzlich hatten zwei Studien ein erhöhtes COPD-Risiko bei Reinigungskräften beschrieben. Bei der vorliegenden Untersuchung handle es sich zwar nur um eine Beobachtungsstudie. Das Thema verdiene aber weitere Forschungsanstrengungen. de


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Dagmar Jäger-Becker. Antibiotika bei Asthma bronchiale — welche Patienten profitieren?, Pneumo News, 2017, 43-43, DOI: 10.1007/s15033-017-0793-7