Der erste Defibrillator im Pocket-Format

Heilberufe, Nov 2017

Springer Medizin

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Der erste Defibrillator im Pocket-Format

Das P¨egemagazin Verhaltensmuster bei Demenz erkennen Smarter Ersthelfer - — Das Verhalten Demenzkranker ist mit ausgeprägten Risiken verbunden. Insbesondere die Sturzgefahr und Orientierungslosigkeit sowie das Fluchtrisiko ist bei Demenzkranken stark erhöht. Der nnische Hersteller MariCare Oy hat mit dem Fußbodensystem Elsi® Smart Floor eine Technologie entwickelt, welche unsichtbar und unkompliziert in P¨egeheimen oder zu Hause eingebaut werden kann. Hierüber können Stürze oder andere ungewöhnliche Bewegungsabläufe erkannt werden. Als umfassendes Assistenzsystem stellt der intelligente Fußboden Funktionalitäten bereit, die den größten Teil der täglichen Risiken vermeiden oder reduzieren helfen. Er kann das P¨egepersonal auf Folgen vieler verschiedener Demenzsymptome und Verhaltensstörungen aufmerksam machen. Ob ein Patient schläft, isst, sein Zimmer verlässt oder die Toilette aufsucht – das P¨egepersonal wird darauf aufmerksam gemacht und kann eine Datenbasis aufbau— Jährlich sterben weltweit 17 Millionen Menschen an plötzlichem Herztod. Die Hälfte davon könnte mit frühzeitiger De brillation überleben. Das ist mit den großen und stationär aufbewahrten De brillatoren jedoch oft nicht möglich, da sie meist schwer zu nden sind. Aus diesem Grund hat es sich das junge Technologie-Startup Liimtec aus Österreich zur Aufgabe gemacht, eine handliche Lösung zu entwickeln. Der PocketDe ist mit einer Größe von 5x8x10cm 75% kleiner als herkömmliche De brillatoren und weist gerade einmal ein Gewicht von 400g auf. Ob im Rucksack, in der Handtasche, im Handschuhfach des Autos oder in der Fahrradtasche: Durch das kompakte Format ist der PocketDe gerade für unterwegs geeignet und überall schnell zur Stelle. Auf Reisen, bei der Bergtour, am Strand und beim Roadtrip ist er ein treuer Begleiter und kann im Notfall Leben retten. Der PocketDe wird als Medizinprodukt zugelassen und erfüllt somit alle geforderen und ein Bewegungsmuster de nieren. Der Einbau des Fußbodens kann Verletzungen reduzieren und eine vorausschauende P¨ege durch schnellere Reaktion verbessern. Ausgehend von den Symptomen und Bedürfnissen jedes einzelnen Heimbewohners können die Mitarbeiter ihre Aufgaben so weitaus e—ektiver planen. Diese Technologie nutzt kapazitive und induktive Sensorik, ähnlich einem Touchpad oder Sensorbildschirm. Das Vorhandensein des Systems ist optisch nicht wahrnehmbar. Die Heimbewohner merken nicht, dass sie überwacht werden, sodass normalerweise keine Probleme durch Interaktion mit dem Assistenzsystem entstehen, die dessen Funktion behindern könnten. Der Einbau ist schnell und einfach, ähnlich einer Bodenunterlage. Das System wird durch den normalen Bodenbelag geschützt und ist daher langlebig. ten Normen für De brillatoren. Dabei ist er mit wenigen Handgri—en für jedermann einsatzbereit. Über eine Sprachansage wird genau erklärt, was wann zu tun ist und ob ein Schock überhaupt empfohlen wird. Der kleine De brillator ist der erste seiner Art, der sich mit dem Smartphone verbinden lässt. Damit werden Wartung und Instandhaltung des Geräts vereinfacht. Über eine App lassen sich zudem multimediale Inhalte rund um das Thema Erste Hilfe abrufen. Auch eine Ortung des Gerä tes wird über die Position des zugehörigen Smartphones möglich sein. So kann ohne Zeitverlust, auch von Hilfesuchenden, die keinen PocketDe bei sich tragen, der Le bensretter gefunden oder herbeigerufen werden. Der PocketDe wird via CrowdsellingKampagne auf der Plattform Indiegogo angeboten. Hier gab es am 3. Oktober den Startschuss zur Vorbestellung. Er ist durch den Preis von 699 Euro weitaus günstiger als die gängigen, großen Geräte. Ausgeliewww.maricare.com www.zembro.com — Mit dem Zembro Notrufarmband können Senioren im Ernstfall überall zu jeder Zeit Hilfe rufen. Zuvor festgelegte Notfallkontakte werden dann über die ZembroApp alarmiert. Sie können den Standort des Trägers in der App einsehen und direkt auf dem Armband anrufen. Das neue Zembro Plus widmet sich nun der Betreuung von Demenz- oder Alzheimerkranken. Das Notrufarmband besitzt einen einzigartigen Sicherheitsverschluss, der nur mit Hilfe einer zweiten Person geö—net werden kann. So wird verhindert, dass Demenzpatienten das Armband selbstständig ablegen. Durch GPS-Ortung kann außerdem eine virtuelle Grenze um ein festgelegtes Gebiet gezogen werden. Sobald der Träger des Notrufarmbands diesen sicheren Bereich verlässt, wird ein Alarm ausgelöst und die Notfallkontakte werden automatisch kontaktiert. H b m G c e t m iil © fert wird er ab Dezember 2018, vorausgesetzt, dass die Kampagne auf Indiegogo die für die Zulassung benötigten nanziellen Mittel erzielt. Die ersten Interessenten können einen Preisvorteil von über 40% nutzen und zahlen für das Einführungspaket mit einem Basisgerät, einem Set Elektroden und einer Ladeplatte sowie der App ab 399 Euro.


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Springer Medizin. Der erste Defibrillator im Pocket-Format, Heilberufe, 2017, 61-61, DOI: 10.1007/s00058-017-3178-8