Atopische Dermatitis: ARNE-Schulungsprogramm unterstützt speziell Erwachsene

hautnah dermatologie, Nov 2017

Dr. Barbara Kreutzkamp

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Atopische Dermatitis: ARNE-Schulungsprogramm unterstützt speziell Erwachsene

Atopische Dermatitis: ARNE-Schulungsprogramm unterstützt speziell Erwachsene Schulungsprogramme für erwachsene Patienten mit einer atopischen Dermatitis sind bisher noch kaum in Studien untersucht. In Deutschland wurde jetzt ein multiprofessionelles strukturiertes Trainingsmodul entwickelt und die E¡ekte multizentrisch untersucht. - Bschen Dermatitis (AD) ist die Sym ei vielen Patienten mit einer atopiptomkontrolle trotz adäquater Medikation nicht ausreichend, vor allem Juckreiz und der dadurch gestörte Schlaf mindern die Lebensqualität. Mangelnde Adhärenz und Eigenheiten des indi viduellen Krankheitsverlaufs sind mögliche Ursachen für die nicht zufriedenstellende Behandlung, lassen sich aber im Praxisalltag nur selten näher ergründen. In diesen Fällen bieten sich multidisziplinäre Patientenschulungen an, in denen die Patienten die verschiedenen Aspekte der AD besser kennen lernen. Ziel ist letztlich die klinischpsychologische Bewältigung der Erkrankung und eine damit einhergehende verbesserte Lebensqualität. Bei Kindern und Jugendlichen konnte die Wirksamkeit solcher Schulungen bereits dokumentiert werden. Um die Effekte auch bei erwachsenen AD-Patienten einschätzen zu können, führte die Arbeitsgemeinscha‹ Neurodermitisschulung für Erwachsene (ARNE) eine große Multicenterstudie mit einem eigenen Schulungsprogramm durch. Eingebunden in dieses insgesamt zwölfstündige Empowerment-Modul ist ein multiprofessionelles Trainingsteam aus Dermatologen, Psychologen, Pädagogen und Ernährungsberatern, die die Patienten in 90-minutigen Gruppensitzungen unterrichten und anleiten. Einbezogen in die Untersuchung waren erwachsene Patienten mit einer mäßigen bis schweren AD, die randomisiert entweder das ARNE-Trainingsprogramm absolvierten (n = 168) oder auf die Schulung warteten (n = 147). Primäre Studienziele waren die ErgebnisdioeeDruckdolenter Strang unterhalb der Brustwarze Ein 53-jähriger Mann mit Hypertonie und Diabetes mellitus hatte seit vier Tagen Schmerzen in der rechten Brustwarze. An eine Verletzung konnte er sich nicht erinnern, es lag kein Fieber vor, auch hatte er keinen AusŽuss aus der Brustwarze bemerkt. Bei der körperlichen Untersuchung erkannte man einen druckdolenten subkutanen Strang, der an der rechten vorderen Axillarfalte begann und sich an der Brustwarze vorbei bis in das rechte Hypochondrium erstreckte. Beim Anheben des rechten Arms über die Horizontale trat der Strang deutlicher hervor. Die Dopplersonogra–e zeigte eine nicht komprimierbare thorakale epigastrische Vene, die echogenes Material enthielt. Dieser Befund war typisch für eine oberŽächliche Venenthrombose. Hinweise auf tiefe Beinvenenthrombosen lagen nicht vor. Die oberŽächliche Thrombophlebitis einer Vene an der seitlichen Thorax7 4 e : 6 7 3 ; 7 1 0 2 d e M J l g n E N © Subkutaner Strang an der Vorderseite des Torsos renzen aus den Untersuchungen vor und ein Jahr nach dem Trainingsprogramm in vier Scoringsystemen: Katastrophisierendenes Denken in Bezug auf den Juckreiz (Juckreiz-Kognitions-Fragebogen), soziale Ängste (Marburger Hautfragebogen), subjektive symptombezogene Krankheitslast (Skindex-29-Fragebogen) sowie Krankheitszeichen und Symptome (SCORAD-Index). Bei drei dieser Studienziele schnitten die Interventionspatienten mit jeweils p < 0,001 signi§kant besser als die Kontrollpatienten ab: Sie konnten die Juckreizemp§ndungen kognitiv besser bewältigen und zeigten im Skindex-29-Fragebogen und dem SCORAD-Index eine bessere krankheitsbezogene Lebensqualität. Fazit: Die multiprofessionelle Schulung von erwachsenen Patienten mit einer mäßigen bis schweren AD unterstützt die Patienten bei der Krankheits- und Symptombewältigung und verbessert die krankheitsbezogene Lebensqualität. Dr. Barbara Kreutzkamp Heratizadeh A et al. E¡ects of structured patient education in adults with atopic dermatitis: Multicenter randomized controlled trial. J Allergy Clin Immunol 2017; 140: 845–53 oder Bauchwand ist bekannt als Mondorsche Erkrankung. Sie ist typischerweise gutartig und selbstlimitierend und kommt bei Frauen häu–ger als bei Männern vor. Zu den Risikofaktoren gehören Traumen, Operationen im Bereich der Brust und heftige körperliche Aktivität. Gelegentlich wurde die Erkrankung auch bei Patientinnen mit Mammakarzinom beschrieben. Die Behandlung besteht in der Verabreichung nicht steroidaler Antiphlogistika. Im vorliegenden Fall bildete sich die Veränderung innerhalb von sechs Wochen zurück und trat im Verlauf des nachfolgenden Jahres nicht mehr auf. Prof. Hermann S. Füeßl


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Dr. Barbara Kreutzkamp. Atopische Dermatitis: ARNE-Schulungsprogramm unterstützt speziell Erwachsene, hautnah dermatologie, 2017, 28-28, DOI: 10.1007/s15012-017-2570-z