Ibuprofen plus Paracetamol so wirksam wie ein Opioid

CME, Dec 2017

Springer Medizin

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs11298-017-6428-9.pdf

Ibuprofen plus Paracetamol so wirksam wie ein Opioid

Hilfe aus der Hosentasche 0 auf Android und iOS und ist kostenlos im Google Play Store und im Apple App Store erhältlich 1 Eine neue App der Barmer und der Johanniter-Unfall-Hilfe mit Unterstützung des Universitätsklinikums Münster soll dazu beitragen, dass Mütter, Väter und auch andere Personen gut auf Kindernotfälle vorbereitet sind und im Ernstfall schnell und richtig reagieren können. Über die neue Kindernotfall-App lässt sich im Notfall direkt ein Notruf absetzen. Eine Suchfunktion ermöglicht es, schnell die nächsten Krankenhäuser, Ärzte oder Apotheken zu ¡nden. Eine weitere Funktion der App ist ein Erste-Hilfe-ABC mit einer Übersicht und einfachen Beschreibungen der wichtigsten Notfallmaßnahmen. Die Kindernotfall-App läu Claudia Daniels Redakteurin - In Windeseile sollen Ärzte seit dem 1. April 2017 klären, ob ein Patient zu Recht in der Notaufnahme sitzt oder ob er an die ambulante Bereitscha† zu verweisen ist. Die Arbeitsgemeinscha† Zentraler Notaufnahmen Hessen warnte, der Schnell-Check setze „Notfallpatienten unkalkulierbaren Risiken aus“. Zudem ist die Abklärungspauschale mit 45 Punkten (4,74 €) zu regulären Zeiten wochentags und 80 Punkten (8,42 €) nachts, an Wochenenden und Feiertagen karg bemessen. Diese entspreche „einer ärztlichen Arbeitszeit von zwei Minuten“. So würden Entscheidungen provoziert, „die mit ärztlicher Verantwortung und SorgfaltspŠicht unvereinbar sind“. Notfallpatienten mit akuten Schmerzen in Armen oder Beinen ist mit einer Schmerzmittelkombination aus Ibuprofen und Paracetamol ebenso gut geholfen wie mit der Gabe von Opioidanalgetika, wie eine Studie von Notfallmedizinern zeigt. An der Studie waren ins gesamt 416 Patienten beteiligt. Untersucht wurde die Wirksamkeit von vier Analgetikakombinationen, denen die Patienten zu je 104 randomisiert zugeteilt wurden. Ergebnisse: Mit einer Ibuprofen-Paracetamol-Kombination war der Wert auf der Schmerzskala nach zwei Stunden im Schnitt um 4,3 Punkte gesunken. Oxycodon und Paracetamol bewirkten eine Reduktion um 4,4 Punkte. Das Minus nach Hydrocodon und Paracetamol betrug 3,5 und nach Codein plus Paracetamol 3,9 Punkte. Die Di erenzen waren weder statistisch signi¡kant noch klinisch bedeutsam. Chang AK et al. JAMA 2017; 318(17): 1661–1667 Wie hilfreich ist das Notfall-Armband? Armbänder und Halsketten mit medizinischen Daten sollen den Trägern im Notfall mehr Sicherheit geben, indem sie vitale und nicht o ensichtliche Informationen übermitteln, wenn die Patienten nicht mehr in der Lage sind zu kommunizieren. Mediziner um Suehana Rahman, London, haben die einschlägigen Publikationen gesichtet und sind skeptisch, was den Nutzwert betri‚. Ihre Zweifel gründen vor allem auf der nicht selten unzutre enden oder ungeeigneten Information, die die Patienten eintragen lassen. Rahman und Kollegen warnen insbesondere vor möglichen Risiken, die sich dadurch ergeben, dass es sich bei den Informationen um nicht ärztlich überprü†e Eigenangaben der Patienten handelt. Sie halten daher einheitliche Regularien für den Notfall-Schmuck für dringend geboten. Sie schlagen vor, eine Liste mit geeigneten Indikationen zu erstellen, außerdem die niedergelegten Informationen regelmäßig zu prüfen und festzulegen, in welchem Maß Ärzte auf die Angaben EinŠuss nehmen sollen. Ob Hypoglykämie, starker Kopfschmerz oder Appendizitis-Verdacht: Im Notfall gilt es, die Zeichen rasch zu erkennen und die richtigen Schritte einzuleiten. Welche Maßnahmen dabei unverzichtbar sind und welche Untersuchungen Sie sich sparen können, lesen Sie in unserem Schwerpunkt „Notfallmedizin“ ab Seite 22 der Dezemberausgabe von „CME“. Wir wünschen Ihnen geruhsame Feiertage und ein gutes neues Jahr – hoffentlich ganz ohne Notfälle! Antifibrinolytika so früh wie möglich! Bei schweren Blutungen sollten Ärzte mit Anti¡brinolytika nicht lange warten: Mit jeder Viertel Stunde Verzögerung sinkt der lebensrettende Nutzen um 10%. Zwei Stunden und 15 Minuten nach Beginn einer Blutung ist von Tranexamsäure kein Vorteil mehr zu erwarten, so die Ergebnisse von zwei großen Studien mit jeweils rund 20.000 Teilnehmern. Drei Stunden nach Beginn der Blutung scheint die Behandlung keine positiven, mitunter sogar eher negative Folgen zu haben. Dies konnte nun eine Analyse beider Studien bestätigen: Das Anti¡brinolytikum rettet vor allem dann Leben, wenn es kurz nach Beginn einer Blutung gegeben wird. Für die Analyse haben Forscher um Dr. Angèle GayetAgeron, London, die Resultate zu sämtlichen Patienten aus den beiden Studien CRASH-2 und WOMAN gepoolt. Weitere Studien zu diesem §ema mit mehr als 1000 Teilnehmern konnten sie nicht aus¡ndig machen und beschränkten sich daher auf die beiden großen Untersuchungen. Insgesamt werteten sie Angaben zu über 41.100 Patienten aus.


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs11298-017-6428-9.pdf

Springer Medizin. Ibuprofen plus Paracetamol so wirksam wie ein Opioid, CME, 2017, 3-3, DOI: 10.1007/s11298-017-6428-9