Angina-pectoris-Therapie für aktive Senioren

MMW - Fortschritte der Medizin, Dec 2017

Red

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Angina-pectoris-Therapie für aktive Senioren

MMW Fortschritte der Medizin Auf Vigilanzminderung achten lich. Daher sollten unklare Vigilanzminderungen möglichst schon durch den Hausarzt z. B. durch psychometrische Tests wie den Zahlenverbindungstest abgeklärt werden. Nach Prof. Ahmed Madisch, Hannover, sind die hohe Rezidivrate mit zunehmenden kognitiven Störungen und deutlicher Beeinträchtigung der Lebensqualität sowie die erhöhte Mortalität weitere Herausforderungen in der Versorgung von HE-Patienten. Sinnvolle empirische Šerapieoptionen sind nach Madisch - zusätzlich zu eiweiß - reicher, hyperkalorischer Ernährung - Antibiotika wie Rifaximin, Lactulose oder Ornithin-Aspartat. Für die Akuttherapie in der Klinik ist nach Madisch der Vorteil der Kombination aus Rifaximin plus Lactulose gegenüber einer Monotherapie mit Lactulose hinsichtlich der Mortalität, der kompletten Beseitigung der HE sowie der Verweildauer im Krankenhaus in einer placebokontrollierten Studie belegt [Sharma et al. Am J Gastroenterol 2013]. Die für Madisch obligate Rezidivprophylaxe kann die Rückfallraten halbieren und Lebensqualität und Mortalität positiv beeinŸussen, wie Studien mit Rifaximin gezeigt haben. - Leberzirrhose und hepatische Enzephalopathie Bei einer Leberzirrhose ist eine hepatische Enzephalopathie nicht mehr fern. _ Eine Leberzirrhose entwickelt sich über Jahrzehnte. Leider wird sie zu selten und o erst dann diagnostiziert, wenn gravierende Komplikationen wie eine hepatische Enzephalopathie (HE) au reten. Gründe dafür sind die fehlende routinemäßige Früherkennung durch die Bestimmung von Leberwerten sowie die mangelha e Verzahnung zwischen Haus- und Fachärzten. Die durch Leberfunktionsstörungen und portale Hypertension begünstigte HE mit ihrem weiten Spektrum an neurologischen und psychiatrischen Symptomen ist jedoch bei frühzeitiger und adäquater Šerapie potenziell reversibel, betonte der Hepatologe Dr. Marc Nguyen-Tat, Mainz. Manifeste Episoden einer wegen ihres variablen Verlaufs o unerkannten HE verschlechtern jedoch die Prognose der Patienten deutsenkung von 32%. Darüber hinaus reduzierte Rifaximin in Kombination mit Lactulose die Häu¨gkeit von Varizenblutungen, das Au reten hepatorenaler Syndrome und bakterieller Peritonitiden signi¨kant deutlicher als die Gabe von Lactulose allein. ■ Dr. Andreas Häckel Angina-pectoris-Therapie für aktive Senioren Menschen über 65 Jahre sind heutzutage sehr aktiv. Das gilt auch für die 2,7 Millionen der über 65-Jährigen in Deutschland, die von Angina pectoris betroffen sind. Insgesamt leiden 6,4% der Frauen und 12,3% der Männer im Alter zwischen 40 und 79 Jahren in Deutschland an einer Angina pectoris. Die Prävalenz steigt mit dem Alter an: Ab einem Alter von 75 Jahren sind 16% der Frauen und 24% der Männer betroffen. Eine adäquate Therapie einer bestehenden Angina pectoris kann die krankheitsbezogene Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern und die Mortalität durch Folge erkrankungen wie Herzinsuffizienz und Herzinfarkt reduzieren. Ziele dieser Therapie sind darüber hinaus die Reduktion der Häufigkeit von Angina-pectoris-Anfällen und die Steigerung der Belastbarkeit. Zur Akutbehandlung und Anfallsprophylaxe von Angina pectoris ist sublinguales Nitro glycerin (z. B. Nitronal®) das Mittel der Wahl. Es wird in nationalen und internationalen Leitlinien empfohlen. ■ Red. ■ Nach Informationen von Pharmapol


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Red. Angina-pectoris-Therapie für aktive Senioren, MMW - Fortschritte der Medizin, 2017, 88-88, DOI: 10.1007/s15006-017-0401-0