Neue Studienkonzepte der Young Medical Oncologists

Im Focus Onkologie, Dec 2017

Philipp Grätzel von Grätz

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Neue Studienkonzepte der Young Medical Oncologists

Im Focus Onkologie Derzeit neun klinische und translationale Forschungsprojekte Derzeit liefen unter dem YMO-Label fünf klinische Studien und vier translationale Studien bzw. Registerprojekte, berichtete Kruger. Voraussetzung für das Label ist, dass der Studienleiter (LKP) der YMO-Gruppe angehört. Es reicht also nicht, dass YMO an der Studie beteiligt sind. Ein Paradebeispiel für die Arbeit der YMO sei die schon seit einiger Zeit laufende MATEO-Studie, in der an 50 Zentren bei 297 Patienten mit ösophagogastralem Karzinom Erhaltungschemotherapien untersucht werden. Zwei YMO-Studien zum Gallengangskarzinom sind die an der Universität Frankfurt koordinierte IRIBILStudie und die Ulmer NIFE-Studie. Studien zum NSCLC Jonas Kuon von der —oraxklinik der Universität Heidelberg stellte in Berlin zwei weitere laufende AIO-Studien vor, die sich dem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) widmen. Die FORCE-Studie ist eine Phase-II-Studie, in der untersucht wird, ob sich bei Patienten mit metastasiertem NSCLC nach Versagen der Erstlinienchemotherapie durch eine Strahlentherapie die E›ekte einer Immuntherapie verstärken lassen. Hinweise dafür gebe es, so Kuon. Seit Februar 2017 werden daher an 18 Zentren Patienten rekrutiert, die eine bestrahlungspŸichtige Tumorläsion aufweisen und bei denen parallel zur Bestrahlung mit der Immuntherapie mit Nivolumab begonnen wird. Als Vergleichsgruppe dienen Patienten, die nur immuntherapeutisch behandelt werden. 130 Patienten sind insgesamt nötig, knapp 30 wurden bereits rekrutiert. Dies zeige, dass die YMO-Gruppe auch Studien mit anspruchsvoller Rekrutierung stemmen könne, so Kuon. Er selbst leitet unter dem YMO-Label die DURATION-Studie, in der die Immuntherapie in der Zweitlinie bei älteren Patienten mit NSCLC untersucht wird. „Es gibt aus den Zulassungsstudien Hinweise, dass die Immuntherapeutika bei älteren Patienten nicht ganz so e›ektiv sind. Das wollen wir überprüfen“, so Kuon. Konkret erhalten die Patienten in Abhängigkeit von einem Score, mit dem das Toxizitätsrisiko abgeschätzt wird, entweder Carboplatin/nab-Paclitaxel oder Gemcitabin bzw. Vinorelbin. Innerhalb dieser Strata wird dann jeweils randomisiert zu alleiniger Chemotherapie oder Chemotherapie mit halber Zyklenzahl plus einem Immuntherapeutikum, dem PD-L1 („programmed cell death-ligand 1“)-Hemmer Durvalumab. Junge Onkologen sollten besser repräsentiert sein Modest betonte, dass nicht nur die jungen Onkologen von den Strukturen und Erfahrungen der AIO, sondern auch umgekehrt die AIO von den jungen klinischen Forschern pro¦tiere: „Wir bringen zum Beispiel häu¦ger einen präklinischen Background und damit andere Sichtweisen und andere Kontakte mit. Auch sind wir weniger eingebunden und haben daher mehr Zeit für die Durchführung von Studien.“ Dieses Engagement müsse sich aber auch darin widerspiegeln, dass die YMO in den relevanten Strukturen der AIO angemessen repräsentiert seien. Modest schlug vor, darüber nachzudenken, den LKP-Posten bzw. bei translationalen Studien den Posten des Studienkoordinators generell oder jedenfalls viel häu¦ger einem YMO zu übertragen. Auch sollten YMO besser als bisher in die Lei-t gruppen der AIO integriert werden. Philipp Grätzel von Grätz Bericht vom Herbstkongress der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft vom 16. bis 18. November 2017 in Berlin


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Philipp Grätzel von Grätz. Neue Studienkonzepte der Young Medical Oncologists, Im Focus Onkologie, 2017, 71-71, DOI: 10.1007/s15015-017-3715-y