Fischallergie per Anamnese und sIgE analysieren

Allergo Journal, Dec 2017

Dr. Barbara Kreutzkamp

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Fischallergie per Anamnese und sIgE analysieren

Allergo J Sørensen M et al. Cross-reactivitiy in ‚sh allergy: A double-blind, placebo-controlled foodchallenge. J Allergy Clin Immunol 2017; 140: 1170-2 - Fischallergie per Anamnese und sIgE analysieren Kreuzreaktivitäten bei Fischallergie sind häu‚g, manche Patienten berichten aber auch über eine Toleranz gegenüber einzelnen Spezies. Eine kleine Studie korrelierte erstmals Ergebnisse einer Nahrungsmittelprovokation mit verschiedenen Fischarten und spezi‚schen IgE-Reaktivitäten. E waren 35 Kinder und Jugendliche im inbezogen in die norwegische Studie Alter zwischen fünf und 19 Jahren mit ärztlich bestätigter Fischallergie. Sie unterzogen sich einer doppelblinden placebokontrollierten Nahrungsmittelprovokation mit Kabeljau, Lachs und Makrele und bei negativem Ergebnis anschließend einer o…enen Provokation. Zusätzlich bestimmten die Allergologen die IgE-Reaktivität der Seren gegen die Fischextrakte, gegen Parvalbumin als häu‹gstem Fischallergen sowie gegen die neu entdeckten Fischmuskel-Enolasen und -Aldolasen. 33 der Studienteilnehmer reagierten auf Kabeljau, 28 auf Lachs und 28 auf Makrele. Die häu‹gsten subjektiven und objektiven Symptome waren lokale Schwellungen und Bläschenbildung, 14 Patienten reagierten mit mehr als einem Organ. Zwei Studienteilnehmer benötigten im Rahmen der Provokation Adrenalin, entwickelten aber keine schwere Anaphylaxie. Zehn (29%) der Fischallergiker waren gegen mindestens eine Fischart tolerant, rund die Häl›e der Teilnehmer zeigten eine objektive Toleranz und rund ein Drittel eine subjektive Toleranz gegen mindestens eine Fischart. In der Rubrik „Literatur kompakt“ werden die wichtigsten Originalarbeiten aus der internationalen Fachliteratur referiert. Viele Fischallergiker sind gegen einzelne Arten tolerant. Aufschluss geben Anamnese und die IgE-Reaktivität der Seren. k c o It S /s e g a m I y tt e G t/s h a R x e l A © Die für die Symptomauslösung notwendigen Dosen waren für Kabeljau niedriger als für Makrele und Lachs – vermutlich ist Kabeljau in Nordeuropa aufgrund der Ernährungsgewohnheiten das primäre Allergen, vermuten die Allergologen. Eine Sensibilisierung gegen alle drei Fischallergen-Extrakte sowie Parvalbumin fanden sich bei praktisch allen Teilnehmern, eine Aldolase/Enolase-Sensibilisierung hatten dagegen vor allem solche Patienten, die mit objektiven Symptomen reagiert hatten. Teilnehmer mit einer partiellen Toleranz hatten im Vergleich zu den durchgängig nicht toleranten Teilnehmern niedrigere spezi‹sche IgE-Spiegel gegen drei Fischextrakte sowie Parvalbumin, bei den Enolasen und Aldolasen ergaben sich keine Unterschiede. Fazit: Eine kleine Studie zeigt erstmals Möglichkeiten auf, durch die kombinierte Auswertung von Anamnese sowie der sIgE-Reaktivität gegen Fischextrakte sowie Parvalbumin und Enolasen/Aldolasen Ernährungsratschläge zu komplettem oder nur teilweisem Verzicht auf bestimmte Fischarten zu geben und unnötige orale Provokationen zu vermeiden. Dr. Barbara Kreutzkamp


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Dr. Barbara Kreutzkamp. Fischallergie per Anamnese und sIgE analysieren, Allergo Journal, 2017, 10-10, DOI: 10.1007/s15007-017-1488-4