Funktionsdiagnostik in der Inneren Medizin

Der Internist, Dec 2017

J. Mössner, M. Reincke

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Funktionsdiagnostik in der Inneren Medizin

Funktionsdiagnostik in der Inneren Medizin J. Mössner 1 2 3 M. Reincke - 0 2 3 Pneumologie 2 3 Gastroenterologie 2 3 Endokrinologie und Nephrologie. Herrmann 2 3 0 Medizinische Klinik und Poliklinik IV, Klinikum der Universität München, Ludwig-Maximilians-Universität München , München , Deutschland 1 Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie, Department für Innere Medizin, Neurologie und Dermatologie , Universitätsklinikum Leipzig, AöR, Leipzig , Deutschland 2 Prof. Dr. M. Reincke Medizinische Klinik und Poliklinik IV, Klinikum der Universität München, Ludwig-Maximilians- Universität München Ziemssenstr. 1, 80336 München , Deutschland muenchen.de 3 Prof. Dr. J. Mössner Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie, Department für Innere Medizin, Neurologie und Dermatologie , Universitätsklinikum Leipzig, AöR Liebigstr. 20, 04103 Leipzig , Deutschland Es mag trivial erscheinen: Im Studium haben wir die Anatomie erlernt, da die Morphologie die Grundlage bzw. Voraussetzung für die Funktion eines Organs schafft. Die Funktion eines Organs und sein Zusammenspiel mit anderen Organen haben wir in der Physiologie gelernt; die Funktion auf zellulärer Ebene in der Biochemie. Bei der Pathogenese vieler Erkrankungen in der Inneren Medizin führen pathologische Prozesse in der Epigenetik, Genetik und im zellulären Stoffwechsel zur gestörten Funktion der einzelnen Zelle, des gesamten Organs und auch des gesamten Organismus. Einer gestörten Funktion liegt oft auch eine pathologische Morphologie zugrunde. - Wenn letztlich die Funktionsfähigkeit der Zelle, des Organs, des Organismus für das Leben entscheidend ist, überrascht es, dass wir bezüglich der Diagnostik in der Inneren Medizin doch sehr „morphologisch“ ausgerichtet sind: Bildgebung (Sonographie, Endoskopie, konventionelle Röntgendiagnostik, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Nuklearmedizin etc.), Histologie, Makropathologie. Im Gegensatz zu früher bieten aber viele der bildgebenden Verfahren auch die Möglichkeit, zusätzlich die Funktion zu untersuchen. Mehr noch: Bildgebung entwickelt sich immer häufiger zur quantitativ erfassten Funktionsdiagnostik. Als Beispiele seien die Messung der Durchblutung » Gerade in der Pneumologie ist die Funktionsdiagnostik unverzichtbar In der Pneumologie mag die Trennung zwischen Bildgebung (z. B. Bronchoskopie) und Funktionsuntersuchungen schärfer sein. Held, Baron und Jany aus Würzburg stellen überzeugend dar, dass gerade in der Pneumologie die Funktionsdiagnostik, etwa in Form der Ganzkörperplethysmographie, unverzichtbar ist. So ist die Funktionsdiagnostik auch essenziell, um kardiale Ursachen einer eingeschränkten Lungenfunktion von rein pulmonalen zu differenzieren. Natürlich ist auch in der Pneumologie die Funktionsdiagnostik von entscheidender Bedeutung, wenn das Therapieansprechen beurteilt werden soll. Das Schlaflabor zur Beurteilung schlafbezogener obstruktiver Ventilationsstörungen ist in der Pneumologie unverzichtbar. So erfährt der Leser, wann eine Polygraphie und wann eine Polysomnographie durchzuführen ist. Das Spektrum der Funktionsuntersuchungen in der Gastroenterologie ist breit gefächert. Während die Untersuchung der exokrinen Pankreasfunktion in der Diagnostik und bei der Therapieentscheidung an Bedeutung verloren hat, ist gerade vor einer Leberresektion oder palliativen Tumortherapie wie der selektiven internen Radiotherapie eine Abschätzung der Funktionsfähigkeit des verbleibenden Parenchyms entscheidend. Die Leberfunktionsdiagnostik konnte in dieser Übersicht leider aus Platzgründen nicht berücksichtigt werden. Hollenbach, Hoffmeister, Rosendahl und der Mitherausgeber Mössner aus Leipzig und Halle (Saale) geben einen Überblick über Routineverfahren, beispielsweise über die H2-Atemtests zur Beurteilung der Fragen Laktasemangel, bakterielle Fehlbesiedlung und Dünndarmpassagezeit oder den 13C-HarnstoffAtemtest zum Nachweis einer HelicobacM. Reincke Korrespondenzadresse Interessenkonflikt. J. Mössner und M. Reincke geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.


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J. Mössner, M. Reincke. Funktionsdiagnostik in der Inneren Medizin, Der Internist, 2017, 1-2, DOI: 10.1007/s00108-017-0371-4