Beeindruckende Effekte einer gesunden Ernährung

MMW - Fortschritte der Medizin, Dec 2017

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Beeindruckende Effekte einer gesunden Ernährung

MMW Fortschritte der Medizin Beeindruckende Effekte einer gesunden Ernährung Einmal mehr zeigt eine Studie 0 0 _ In einer beim US-Herzkongress vorgestellten Studie aus dem Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston hatten sich 412 Hypertoniker vier Wochen lang entweder salzarm und/oder entsprechend US-Hochdruckleitlinien besonders „Blutdruck-gesund“ ernährt, DASH-Diät: Obst , Gemüse, Vollkorn, Fisch, GeŒügel, Nüsse - Die Patienten wurden in vier Kategorien erfasst: Solche mit systolischen Blutdruck-Ausgangswerten < 130 mmHg, 130–139 mmHg, 140–149 mmHg und > 150 mmHg. In allen Interventionsgruppen sank der Blutdruck jeweils in allen vier Gruppen, berichtete Studienautor Stephen Juraschek: • Bei Salzreduktion um 3,2 mmHg, 8,6 mmHg, 9,0 mmHg und 7 mmHg. • Bei DASH-Diät um 4,5 mmHg, 4,3 mmHg, 4,7 mmHg und 10,6 mmHg. • Bei Salzreduktion plus DASH Diät um 5,3 mmHg, 7,5 mmHg, 9,7 mmHg und 20,8 mmHg. Gerade bei Blutdruckwerten, die nach aktuellen europäischen und deutschen Leitlinien einer Hypertonie entsprechen (> 140 mmHg), waren die E§ekte erheblich. Die Ergebnisse sollten nach Ansicht der Autoren Motivation sein, bei Hypertonie nicht müde zu werden, den Patienten von der Notwendigkeit einer Ernährungsumstellung zu überzeugen. ■ DE Prophylaxe-Maßnahmen empfohlen Fernsehen ist offenbar ein nicht unwesentlicher Risikofaktor für tiefe Venenthrombosen. _ Wie Forscher von der University of Vermont in Burlington berichteten, bleibt das ©rombose-Risiko von Leuten, die viel Zeit vor dem Fernseher verbringen, auch dann erhöht, wenn sie täglich das von Leitlinien empfohlene Quantum körperliche Bewegung absolvieren. „Fernsehen an sich mag nicht schädlich sein, aber wir neigen dazu, dabei sehr lange still zu sitzen und Snacks zu essen“, so die Studienautorin Mary Cushman. Regelmäßiges langes Fernsehen ist früheren Studien zufolge bereits mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten assoziiert. Nun kommt noch ein erhöhtes ©romboserisiko hinzu. In der Studie war eine Kohorte von gut 15.000 Personen prospektiv über 300.000 Personen-Jahre beobachtet worden. In dieser Zeit erlitten 691 Patienten eine venöse ©romboembolie (VTE). e Nach multivariater Adjustierung für ank c .iEen dere potenzielle Risikofaktoren zeigte D© sich eine positive Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen der vor dem Fernseher verbrachten Zeit und ©rombosen. Wer viel fernsah, hatte ein um den Faktor 1,7 bis 1,8 erhöhtes Risiko gegenüber Personen, die wenig oder nie fernsahen. Der E§ekt war teilweise durch Übergewicht vermittelt. Die Autoren empfehlen allerlei Strategien zur Vorbeugung: Fernsehen einschränken, später am Tag mit dem Fernsehen beginnen (und Lieblingssendungen ggf. aufzeichnen), häu²ger beim Fernsehen aufstehen und umherlaufen bzw. sich durchbewegen, den Hometrainer vor den Fernseher stellen, körperliche Aktivität insgesamt erhöhen und Gewicht abnehmen. Bei Personen mit erhöhtem Risiko für VTEs, etwa nach Operationen, Geburten, stattgehabten ©rombosen oder mit Krebserkrankung, empfehlen sie zusätzlich ©rombosestrümpfe und/oder Antikoagulation, sofern eine Neigung zu langen TV-Zeiten besteht. ■ DE


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DE. Beeindruckende Effekte einer gesunden Ernährung, MMW - Fortschritte der Medizin, 2017, 12-12, DOI: 10.1007/s15006-017-0352-5