Kombinierte BRAF-/MEK-Inhibition bei BRAF-V600-mutiertem Melanom: Langfristig vorteilhaft

Im Focus Onkologie, Dec 2017

Kathrin von Kieseritzky

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Kombinierte BRAF-/MEK-Inhibition bei BRAF-V600-mutiertem Melanom: Langfristig vorteilhaft

Im Focus Onkologie Immuntherpie beim Melanom: Nutzen trotz Behandlungsabbruch 18 24 30 Monate nach Randomisierung Abb. 1: Patienten mit normaler LDH und weniger als 3 von Metastasen befallenen Organen proštieren am deutlichsten von der Kombination Dabrafenib plus Trametinib. ) 80 % ( enb 60 e lr e tüb 40 m a s eG 20 Dabrafenib plus Trametinib Dabrafenib plus Placebo beiden Gruppen noch nicht erreicht (p = 0,23). Die objektive Ansprechrate war unter den Abbrechern in der Induktionsphase sogar etwas höher als unter den übrigen Patienten (58,3 vs. 50,2 %). Die meisten schweren Nebenwirkungen traten während der Induktionsphase auf; sie ließen sich in der Regel gut behandeln. Christian Behrend - E III-Studien, in denen 409 Patienten valuiert wurden Phase-II- und Phasedie beiden Immuncheckpointinhibitoren Nivolumab und Ipilimumab erhalten hatten. Bei den Patienten, die die erapie toxizitätsbedingt während der Induktionsphase beendeten (n = 96) und den Patienten, die sie fortsetzten (n = 233), wurde die Wirksamkeit verglichen; für die Analyse der Sicherheit wurden die Patienten, die zu irgendeinem Zeitpunkt abbrachen (n = 176), mit den Nichtabbrechern (n = 231) verglichen. Nach einem Follow-up von mindestens 18 Monaten war das mittlere progressionsfreie Überleben in der Gruppe, die die erapie fortsetzte, nicht signi– kant länger als unter den erapieabbrechern (10,8 vs. 8,4 Monate; p = 0,97). Der Median für das Gesamtüberleben war in Die Kombination aus dem BRAF-Inhibitor Dabrafenib und dem MEK-Inhibitor Trametinib schneidet bei Patienten mit fortgeschrittenem BRAF-mutiertem Melanom auch in der Langzeitanalyse besser ab als die Monotherapie. S BI-d-Studie hatten gezeigt, dass die chon die ersten Analysen der COMkombinierte BRAF-/MEK-Blockade mit Dabrafenib und Trametinib bei Patienten mit BRAF-V600E/K-mutiertem metastasiertem malignem Melanom das progressionsfreie Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS) verbessern kann. Nun wurden die Daten nach 36-monatigem Follow-up präsentiert. In der Phase-IIIStudie waren 423 Patienten mit zuvor unbehandeltem inoperablem BRAF-mutiertem Melanom im Stadium IIIC oder IV randomisiert mit Dabrafenib (150 mg 2-mal täglich) plus Trametinib (2  mg 1-mal täglich) (D+ T; n = 211) oder Dabrafenib plus Placebo (D+ P; n = 212) behandelt worden. Die Rate für das 3-Jahres-PFS betrug unter D + T 22 %, unter D + P 12 % (Hazard Ratio [HR] 0,71; 95 %-Kon–denzintervall [KI] 0,57–0,88), die Rate für das 3-Jahres-OS lag bei 44 bzw. 32 % (HR 0,75; 95 %-KI 0,58–0,96). 25 (12 %) Patienten, die zunächst mit der Monotherapie behandelt worden waren, wechselten auf die Kombinationstherapie, 6 (24 %) von ihnen hatten zuvor unter der Monotherapie einen Progress erlebt. Von den 76 Patienten der Kombinationsgruppe, die noch am Leben waren (davon 31 progressionsfrei), führten nach 3 Jahren 58 % die erapie mit Dabrafenib und Trametinib noch immer weiter. In der Gruppe mit den günstigsten Voraussetzungen (normale LDH und Metastasen in < 3 Organen) lag die 3-JahresOS-Rate bei 62% (Abb. 1), in der Gruppe mit ungünstigen Voraussetzungen (erhöhte LDH) waren es nur 25%. Neue unerwartete Nebenwirkungen traten auch unter der Langzeitanwendung nicht auf. Fazit: Diese Ergebnisse unterstützen das Konzept einer Langzeittherapie mit Dabrafenib und Trametinib bei Patienten mit fortgeschrittenem BRAFV600-mutiertem Melanom. Kathrin von Kieseritzky Long GV et al. Dabrafenib plus trametinib versus dabrafenib monotherapy in patients with metastatic BRAF V600E/K-mutant melanoma: long-term survival and safety analysis of a phase 3 study. Ann Oncol. 2017;28(7):1631-9.


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Kathrin von Kieseritzky. Kombinierte BRAF-/MEK-Inhibition bei BRAF-V600-mutiertem Melanom: Langfristig vorteilhaft, Im Focus Onkologie, 2017, 51-51, DOI: 10.1007/s15015-017-3697-9