GOÄ-Analogziffern einfach finden

MMW - Fortschritte der Medizin, Mar 2018

Springer Medizin

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GOÄ-Analogziffern einfach finden

MMW Fortschritte der Medizin Plausi-Zeiten sind manchmal alles andere als plausibel! _ Krankenkassen und KVen müssen laut 0 Stunden 0 oder liegt die Gesamtzeit im Quartal über 0 Stunden 0 0 Dr. Gerd W. Zimmermann Facharzt für Allgemeinmedizin Kapellenstraße 9 D-65719 Hofheim - kann dann zu Honorarkürzungen führen – obgleich ja auf der anderen Seite der größte Teil der hausärztlichen Leistungen im EBM pauschaliert ist. MMW KOMMENTAR Es lohnt sich also, seine Tages- und Quartalspro le regelmäßig und spätestens vor Abgabe der Quartalsabrechnung auf die zeitliche Plausibilität hin zu überprüfen, wenn man eine derartige Honorarkürzung vermeiden will. Im P egeheim wären es 0 Minuten! Plausibilitätszeit für den Hausbesuch: 35 Minuten. Bei dieser internen Kontrolle sollte man aber auch darauf achten, dass man sein Honorar nicht selbst kürzt! Viele EBM-Leistungen haben nämlich keine Zeitvorgabe. In der Regel sind das Leistungen der Abschnitte II 1.1 und II 1.2 des EBM, welche im Rahmen des vertragsärztlichen Bereitschaftsdienstes oder zu Sonderzeiten erbracht werden. Aber auch im normalen hausärztlichen Alltag gibt es Nrn. ohne Zeitvorgaben – und an einigen Stellen sind die Regelungen alles andere als plausibel geraten. Einen Extremfall stellt der Besuch und die Behandlung eines Palliativpatienten dar. Für einen dringenden Besuch, auch im P‘egell)en heim, stehen die Besuchsgebühren nach den od Nrn. 01 411, 01 412 und 01 415 und der Zue oom schlag nach Nr. 03 373 zur Verfügung. Diese t F im Leistungen gehen nicht in das Plausibilitätst d ilb pro l ein. l o bm Versorgt man einen identischen Palliativpay S ( ck tienten hingegen in seiner häuslichen Umgeo t i/S bung, werden die Nrn. 01 410 bzw. 01413 s aeg sowie 03 372 angesetzt. Diese schlagen mit m I ty 20 bzw. 7 Minuten für den Besuch und t e /TG 15 Minuten für die Palliativversorgung zu E ETT Buche. Aufpassen und rechnen lohnt sich P L© hier also doppelt! ■ _ Die aktuelle GOÄ ist alt, und eine Novellierung scheint immer noch in weiter Ferne. Wenn man heute bei Privatpatienten Leistungen erbringt, die nicht eindeutig im Verzeichnis aufgelistet sind, sollte man sich deshalb auf den § 6 Abs. 2 der GOÄ stützen , nach dem „entsprechend einer nach Art, Kostenund Zeitaufwand gleichwertigen Leistung“ abgerechnet werden kann. MMW KOMMENTAR Leider muss man sich dann aber etwas mit dem Gesamtwerk beschäftigen. Die Analogabrechnung ist nämlich nur bei „selbständigen“ ärztlichen Leistungen möglich. Was das ist, de nieren die §§ 1 und 4 der GOÄ exakt. Bevor man aber selbst zum Rechtsexperten wird, sollte man zuerst nachschauen, was es an Entscheidungen zur analogen Bewertung bereits gibt. Seit 1983 existiert eine stetig wachsende Liste von Analogbewertungen, an deren Erstellung sich ärztliche Fachverbände, GOÄ-Kommentatoren und die Bundesärztekammer (BÄK) beteiligt haben. Die so entstandene „Analogliste der BÄK“ ist zwar kein amtliches Papier, wird aber in der Regel von Kostenträgern akzeptiert. ■ ■ Die Analogliste ist online verfügbar unter www.bundesaerztekammer.de/aerzte/gebuehrenordnung/ abrechnung/analoge-bewertungen


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