VEGFR-2-Hemmung ist eine zusätzliche Option beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom

Im Focus Onkologie, Feb 2018

Kathrin von Kieseritzky

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VEGFR-2-Hemmung ist eine zusätzliche Option beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom

VEGFR-2-Hemmung ist eine zusätzliche Option beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom Hazard Ratio 0,757; 95 %-Konfidenzintervall 0,607-0,943; p = 0,0118 8 10 Zeit (Monate) - I lokal fortgeschrittenem oder metasta der Studie wurden 530 Patienten mit siertem Urothelkarzinom, deren Tumor während oder nach platinbasierter Chemotherapie weiter voranschritt, behandelt. Zusätzlich zur Chemotherapie (Docetaxel 75 mg/m2 i. v. an Tag 1 q3w) erhielten die Patienten – bis zum Progress oder Abbruch der ‰erapie aus anderen Gründen – randomisiert Ramucirumab 100 ) % ( en 80 b e lr ebÜ 60 s e i frse 40 n o i rsse 20 g o r P 0 Ramucirumab plus Docetaxel Placebo plus Docetaxel (10 mg/kg i. v. an Tag 1 q3w) oder Placebo. In der Intention-to-treat-Analyse war das mediane progressionsfreie Überleben unter Docetaxel plus Ramucirumab signi“kant länger als unter Docetaxel plus Placebo (4,07 vs. 2,76 Monate; Hazard Ratio 0,757; 95%-Kon“denzintervall 0,607–0,943; p = 0,0118; Abb. 1). Objektiv sprachen 24,5% der Patienten auf die Ramucirumab-Kombination an (vs. 14,0% auf die ‰erapie im Kontrollarm). Die häu“gsten Nebenwirkungen, meist Grad 1 oder 2, waren Fatigue, Alopezie, Diarrhö, Appetitverlust und Übelkeit. Nebenwirkungen (Grad ≥ 3) waren in beiden Gruppen ähnlich häu“g (60 vs. 62 %). Auf ‰erapiekomplikationen wurden 8 (Ramucirumab-Arm) bzw. 5 Todesfälle zurückgeführt. Fazit: Die zusätzliche Blockade des des VEGFR-2-Signalwegs zur DocetaxelChemotherapie könnte für dieses Patienten-Klientel eine neue e©ziente ‰erapieoption sein. Kathrin von Kieseritzky Petrylak DP et al. Ramucirumab plus docetaxel versus placebo plus docetaxel in patients with locally advanced or metastatic urothelial carcinoma after platinum-based therapy (RANGE): a randomised, double-blind, phase 3 trial. Lancet. 2017;390(10109):2266-77. Die häu“gsten Nebenwirkungen vom Grad 3/4 waren Fatigue (2 %), ein Anstieg der alkalischen Phosphatase (1 %), Kolitis (1%) und Muskelschwäche (1 %). Insgesamt hatten 36 von 370 Patienten eine schwerwiegende behandlungsbedingte Nebenwirkung. 1 Patient starb infolge der Behandlung. Fazit: Pembrolizumab hat als Erstlinientherapie bei für eine Cisplatin-‰erapie ungeeigneten Patienten mit Urothelkarzinom Antitumoraktivität und eine akzeptable Tolerabilität. Christian Behrend Balar AV et al. First-line pembrolizumab in cisplatin-ineligible patients with locally advanced and unresectable or metastatic urothelial cancer (KEYNOTE-052): a multicentre, single-arm, phase 2 study. Lancet Oncol. 2017;18(11):1483-92. Abb. 1: In der Intention-to-treat-Analyse war das progressionsfreie Überleben unter Docetaxel plus Ramucirumab länger als unter Docetaxel plus Placebo. Pembrolizumab als wirksame Erstlinientherapie beim Urothelkarzinom Mehr als die Hälfte der Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom kann wegen Nierendysfunktion oder zu schlechtem Allgemeinzustand nicht den Erstlinien-Goldstandard Cisplatin bekommen. Den Daten einer Phase-IIStudie zufolge ist ein PD-1-Inhibitor für sie eine Alternative. A tienten mit fortgeschrittenem Uro n der einarmigen Studie nahmen Pathelkarzinom teil, die für eine Cisplatin‰erapie nicht infrage kamen und noch keine systemische Chemotherapie erhalten hatten. Sie erhielten 200 mg Pembrolizumab intravenös alle 3 Wochen. Primärer Endpunkt war das objektive Ansprechen aller Patienten und bezogen auf die PD-L1-Expression. 374 Patienten wurden in die Studie aufgenommen; 370 erhielten mindestens 1 Dosis Pembrolizumab. 89 der 370 Patienten (24%) zeigten ein zentral beurteiltes objektives Ansprechen. Nach dem Daten-Cut-o¬ im September 2016 hielten noch 74 der 89 ‰erapieansprechen (83 %) an. Das mediane Follow-up betrug 5 Monate. Eine höhere PD-L1-Expression ging mit einer höheren Ansprechrate auf Pembrolizumab einher; der Cut-o¬ lag bei 10%, darüber gab es keine zusätzliche Verbesserung. 42 der 110 Patienten (38 %) mit einem kombinierten positiven Score von 10 % oder mehr sprachen objektiv an.


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Kathrin von Kieseritzky. VEGFR-2-Hemmung ist eine zusätzliche Option beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom, Im Focus Onkologie, 2018, 71-71, DOI: 10.1007/s15015-018-3792-6