Patientenwünsche ablehnen ist hohe Diplomatenkunst

Schmerzmedizin, Mar 2018

Elke Oberhofer

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Patientenwünsche ablehnen ist hohe Diplomatenkunst

Schmerzmedizin Patientenwünsche ablehnen ist hohe Diplomatenkunst 0 Ein Attest, ein Rezept auf Wunsch - durchaus heikle Patientenanliegen und kommunizieren dies auch per Mundpropaganda. Mit ein wenig diplomatischem Geschick lassen sich Frustrationen aber oft vermeiden. Wünsche ihrer Patienten einfach ignorieren oder den Patienten mit knappen Worten abspeisen, haben Anthony Jerant und Kollegen untersucht. Ihre Ergebnisse zeigen, dass unter diesen Umständen die Zufriedenheitswerte der Patienten bezüglich ihrer Ärzte deutlich sanken [Jerant A, et al. Association of Clinician Denial of Patient Requests With Patient Satisfaction. JAMA Intern Med. 2018; doi: https://doi.org/10.1001/ jamainternmed. 2017.6611]. Jerant und sein Team haben 1.141 Patienten Fragebögen zur Zufriedenheit mit dem Arztgespräch ausfüllen lassen. Dabei wurde vor allem erfasst, welche Anliegen sie an ihre Ärzte gerichtet hatten und inwieweit diese darauf eingegangen waren. Bei den vorgetragenen Wünschen hatte es sich in erster Linie um bestimmte Labortests gehandelt, gefolgt von der Verschreibung von Medikamenten, insbek tco sondere von Schmerzmitteln. Weniger S /s oˆ wurden Überweisungen in Kliniken i e ag oder andere Praxen erbeten. Am getym ringsten war den Autoren zufolge die I t /G Nachfrage nach Antibiotika. e AM Die meisten Patienten hatten während IGNN der Visite ein (33 %) oder zwei (20 %) PYA Wünsche geäußert. Insgesamt waren IRN nach Einschätzung der Patienten 85 % A S© ihrer Wünsche erfüllt worden. Nur bei den bildgebenden Untersuchungen waren die Ärzte o®enbar zurückhaltender; - B ment verschrieben? Würden Sie ekomme ich denn kein Medikabitte noch die Nieren-/Leber-/ Schilddrüsenwerte überprüfen? Brauche ich nicht doch ein Antibiotikum? Dass Ärzte während des Patientengesprächs mit Forderungen nach bestimmten Untersuchungen oder therapeutischen Maßnahmen konfrontiert werden, ist keineswegs selten. Der Umgang damit ist heikel, denn einerseits will man dem Patienten im Sinne der „informierten Mitbestimmung“ Gelegenheit zur Mitsprache geben, andererseits bleibt in der Alltagsroutine für solche Diskussionen oˆ kaum genügend Zeit. Welche Folgen es hat, wenn Ärzte die in ihren Augen nicht gerechtfertigten


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Elke Oberhofer. Patientenwünsche ablehnen ist hohe Diplomatenkunst, Schmerzmedizin, 2018, 58-58, DOI: 10.1007/s00940-018-0785-7