Migräne gefährdet Herz und Gefäße

MMW - Fortschritte der Medizin, Feb 2018

Springer Medizin

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Migräne gefährdet Herz und Gefäße

MMW Fortschritte der Medizin Maligne Trias: Brühheißer Tee, Tabak und Alkohol 0 Dr. med. Dirk Einecke Chefredakteur Menschen, die ihren Tee gern heiß trinken und überdies Tabak und Alkohol konsumieren, haben ein stark erhöhtes Risikofür Speiseröhrenkrebs, wie eine Kohortenstudie aus China mit rund einer halben Million Probanden .com zeigt. Im Lauf von neun Jahe odb ren erkrankten 1.731 Teila .cko nehmer an einem Ösophagust /su karzinom. Das Krebsrisiko stieg u tte mit der Häu gkeit des Teekon - s © sums und der Temperatur des Tees. Wer zudem regelmäßig Alkohol (> 15 g/d) konsumierte, verfün£achte sein Risiko. Raucher, die brühheißen Tee tranken, verdoppelten es. Heißer Tee, Tabak und Alkohol in Kombination trieben das Krebsrisiko im Vergleich zu Personen, die nichts dergleichen konsumierten, über den Faktor 5 hinaus. ■ Ann Intern Med, online 5. Februar 2018 Kopfschmerz als Warnsignal - Migräne geht nicht nur mit einer Zunahme ischämischer Insulte einher. Sie scheint vielmehr ein Risikoindikator für die meisten Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sein. Darauf weist eine dänische Kohortenstudie hin, basierend auf Daten von 51.032 Migränepatienten und einer Vergleichsgruppe von 510.320 migränefreien Personen.Während des 19-jährigen Follow-up war die Inzidenz aller untersuchten kardiovaskulären Ereignisse pro 1.000 Personen bei den Migränepatienten höher als in der Kontrollgruppe. Nach Abgleich von etablierten Risikofaktoren erhöhte eine Migräne das Risiko für Herzinfarkte auf das 1,5-Fache, für ischämische bzw. hämorrhagische Insulte auf das 2,3- bzw. 1,9-Fache, für venöse romboembolien auf das 1,6-Fache und für Vorhoªimmern auf das 1,3-Fache. ■ BMJ 2018;360:k96 AK TUELLE MEDIZIN Thrombose im Alter Zwei Faktoren sagen Rezidive voraus Bei älteren Patienten mit venösen romboembolien (VTE) kommt es häu g zu Rezidivereignissen. Um die Gefährdung einzuschätzen, scheinen viele „klassische“ Risikofaktoren ungeeignet zu sein. Laut einer Studie an der Universität Bern taugen nur zwei Faktoren zur Vorhersage von VTERezidiven bei Patienten ab 65, nämlich Lokalisation und Typ des Erstereignisses.An der Untersuchung beteiligten sich 991 Patienten, die im medianen Alter von 75 Jahren eine VTE erlitten hatten.Während des Follow-up von median 30 Monaten kam es bei 122 Patienten zu einem symptomatischen Rezidiv, entsprechend einer 3-Jahres-Inzidenz von 14,8%. Die einzigen Patientencharakteristika, bei denen sich unabhängig von anderen Einoeüssen eine erhöhte VTE-Wahrscheinlichkeit nachweisen ließ, waren proximale sowie ätiologisch ungeklärte rombosen; die betro£enen Patienten hatten ein auf das 2,4- bzw. 1,7-Fache erhöhtes Rezidivrisiko. Risiko für Plattenepithelkarzinome verdoppelt Wer im Freien arbeitet, braucht besseren Sonnenschutz Die beruoeiche UV-Exposition scheint heute weitaus mehr zum Risiko eines Plattenepithelkarzinoms (squamous cell carcinoma, SCC) beizutragen als die Exposition außerhalb des Arbeitslebens. Dies zeigt eine Fall-Kontroll-Studie, an der acht deutsche Universitäten beteiligt waren. Verglichen wurden 632 SCC-Patienten mit ebenso vielen Kontrollpersonen ohne SCC. Bei einer beruoeichen UV-Belastung über der 90. Perzentile war das Erkrankungsrisiko rund doppelt so hoch wie bei geringer UVBelastung. Dagegen scheint die außerberuoeiche UV-Exposition das Risiko nicht signi kant zu erhöhen – möglicherweise weil hier eher Maßnahmen zum Sonnenschutz ergri£en werden. Die Autoren fordern angesichts dieser Daten bessere UVSchutzstrategien für Outdoor-Berufe. ■ BJD 2018; online 15. Januar 2018 © sculpies / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)


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Springer Medizin. Migräne gefährdet Herz und Gefäße, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 3-3, DOI: 10.1007/s15006-018-0166-0