In der Psychiatrie wartet Donald J. Trump

MMW - Fortschritte der Medizin, Mar 2018

Louise Lütjens

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In der Psychiatrie wartet Donald J. Trump

MMW Fortschritte der Medizin In der Psychiatrie wartet Donald J. Trump 0 Entspannungstechnik für Lebensmüde - _ So richtig wusste ich damals nicht, was ich aus der Geschichte machen sollte. Bei einem Einsatz im Bereitscha s dienst schickte mich die Leitstelle zu einer allein lebenden Patientin, die über den Hausnotruf Hilfe angefordert hatte. Als ich ankam, ö‘nete sie sehr zögerlich die Tür. Sie war orientierungslos und sprach wirr mit ihren „Geistern“. Es stellte sich heraus, dass bei ihr eine bereits bekannte paranoide Psychose bestand. Für den Fall eines kritischen Zustands war bereits notiert, welche Be handlung sie benötigte und welche Schritte eingeleitet werden sollten. Wir kamen langsam in ein klärendes Gespräch, und sie erklärte sich bereit, sich in eine ihr bekannte psychiatrische Fachklinik zu begeben. Dies erklärte sie „A very stable genius“ – Donald J. Trump Atemlos durch die Nacht, atemlos auch am Tag _ In dieser Wintersaison sind die Notfallsprechstunden besonders voll. Vor allem die grassierenden Viren machen den Menschen das Leben schwer. Die Kunst, unter den gehäu in der Praxis erscheinenden Patienten die wirklich Kranken herauszu€schen, ist jeden Tag wieder eine Herausforderung. Erfrischend sind die virengeplagten Menschen, die ihren Humor nicht verlieren und mir gleich von Anfang an augenzwinkernd von ihrer „Männergrippe“ berichten. Trotzdem lasse ich mir ihre Beschwerden schildern. Meistens deckt sich ihre Selbstanalyse dann auch mit meiner Diagnose. Ein Patient neulich bereitete mir aber Kopfzerbrechen, als er mir seine akut aufgetretende Atemnot schilderte. In Gedanken schritt ich den Weg einer gründlichen Di‘eren zialdiagnose ab. Ich hielt mehrere ernstha e Erkrankungen für möglich, eine Bronchitis etwa oder sogar einen Herzinfarkt. Plötzlich wurde ich aus meinen Überlegungen gerissen, als der junge Mann mir schilderte, dass seine Beschwerden sich seit gestern deutlich gemindert hätten. Der Grund: Eines seiner Nasenlöcher war wieder frei! Er hatte einfach einen he igen Schnupfen. ■ Dr. Claudia Krite-Anthes, Springe Mein Sicherheitsbewusstsein ließ mich fragen, ob er das nicht für ein bißchen gefährlich halte. Seine Antwort: „Ach was, ich fahr immer erst im Dunkeln los, dann sind nicht mehr soviel Leute unterwegs!“


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Louise Lütjens. In der Psychiatrie wartet Donald J. Trump, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 26-26, DOI: 10.1007/s15006-018-0274-x