Haft für falschen Anästhesisten

Schmerzmedizin, Mar 2018

dpa

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Haft für falschen Anästhesisten

Schmerzmedizin Fachverbände legen neue Leitlinie vor - — Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V. (DGOOC) hat für die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (DGOU) gemeinsam mit 13 weiteren medizinischen Fachgesellschaften und Berufsverbänden die S2k-Leitlinie „Spezi scher Kreuzschmerz“ herausgegeben. Sie wurde zusammen mit Patientenvertretern unter Begleitung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) entwickelt. Es sei die erste Leitlinie, die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Behandlung von Patienten mit spezi schen Kreuzschmerzen dokumentiert, teilt die DGOU zur Verö“ent lichung der Leitlinie mit. Die Leitlinie Spezi scher Kreuzschmerz ergänzt die seit 2010 bestehende und 2017 aktualisierte Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Nicht-spezi scher Kreuzschmerz. Bei schmerzhaften Erkrankungen der Wirbelsäule gelte in den ersten zwei bis drei Wochen die NVL Nicht-spezi scher Kreuzschmerz, sofern der Arzt nach eingehender körperlicher Untersuchung und Patientengesprächen keine eindeutigen Hinweise auf eine spezi sche Ursache ermitteln kann. In der Regel verschwinden nicht-spezi sche Rückenschmerzen bald von selbst. Wenn sich der Zustand nach wenigen Wochen nicht bessert und der Verdacht auf einen spezi schen Kreuzschmerz fortbesteht, können Mediziner ab sofort die Leitlinie Spezi scher Kreuzschmerz heranziehen. Sie de niert Begri“e, Diagnostik und Therapie dieser Krankheitsbilder. Typische Ursachen für spezi sche Schmerzen im Rücken können zum Beispiel degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule, deformierte Bandscheiben, chronische Entzündungen oder Verschleißerscheinungen sein. red S2k-Leitlinie „Spezi scher Kreuzschmerz“ online unter www.awmf.org (Reg.Nr. 033-051) a ilt o o F /s u l p a n u c © Betrugsfall Haft für falschen Anästhesisten — Einen falschen Arzt hat das Amtsgericht Lüneburg Anfang Februar zu drei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt. Der 30-Jährige hatte nach Gerichtsangaben gestanden, sich ohne entsprechenden Abschluss in einem Lüneburger Krankenhaus als Anästhesist ausgegeben zu haben. Ein Schö“engericht befand ihn des Miss brauchs einer Berufsbezeichnung, der gefährlichen Körperverletzung sowie der Hehlerei für schuldig. In das noch nicht rechtskräftige Urteil ¦oss auch eine frühere Freiheitsstrafe ein. In entsprechender Berufskleidung war der Hochstapler im Mai 2015 auf mehreren Stationen als angeblicher Anästhesist unterwegs, ¦og aber schnell auf. Weder hatte ihn die Klinik eingestellt, noch behandelte er dort Patienten. Später gab er aber im privaten Bereich einer Bekannten eine Spritze, wie er laut Gerichtssprecher einräumte. Dabei verabreichte er der Frau Kochsalzlösung, Glukose und ein Medikament. Der Mann gestand zudem, in einem gestohlenen Auto und monatelang ohne Führerschein unterwegs gewesen zu sein. dpa m o c . e b o d a . k c o t/s o r p _ o i d u rtts a © Nicht spezi sche Rückenschmerzen verschwinden meist von selbst. Klage vor dem Verwaltungsgericht Anwalt fordert totale Freigabe von Cannabis — Legalisierung von Cannabis nicht nur für Kranke, sondern für jedermann: Dafür streitet in Berlin ein Rechtsanwalt vor dem Verwaltungsgericht. Sein Ziel: Er möchte selbst angebautes Cannabis konsumieren dürfen und ein Geschäft zum Verkauf von Cannabisprodukten betreiben. Der Anwalt verlangt deshalb von der Regierung, eine Rechtsverordnung zu erlassen, mit der Cannabis aus dem Betäubungsmittelgesetz gestrichen und damit ordnungs- und strafrechtlich legalisiert wird. Die Regierung hält die Klage für unzulässig. Der Anwalt habe keinen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch darauf, dass eine Rechtsverordnung erlassen wird. Dies sei nach dem Prinzip der Gewaltenteilung dem Gesetzgeber vorbehalten. Erst kürzlich hatte das Gesundheitsministerium in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion erklärt, dass weiterhin eine Legalisierung von Cannabis nicht angestrebt wird. Begründet wird dies unter anderem mit gesundheitlichen Risiken für Jugendliche und Heranwachsende. Wann über die Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin verhandelt wird, ist noch o“en. Ein Termin stehe noch nicht fest, gab das Gericht bekannt. juk


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dpa. Haft für falschen Anästhesisten, Schmerzmedizin, 2018, 6-6, DOI: 10.1007/s00940-018-0749-y