Ovarialkarzinom-Rezidiv: PARP-Inhibition in der Erhaltungstherapie bei BRCA1/2-Mutation

Im Focus Onkologie, Mar 2018

Kathrin von Kieseritzky

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Ovarialkarzinom-Rezidiv: PARP-Inhibition in der Erhaltungstherapie bei BRCA1/2-Mutation

Olaparib Placebo HR Ovarialkarzinom-Rezidiv: PARP-Inhibition in der Erhaltungstherapie bei BRCA1/2-Mutation 0 12 15 18 21 24 Zeit seit Randomisierung , Monate Bei Patientinnen mit BRCA1/2-Mutation, die an einem platinsensitiven rezidivierten Ovarialkarzinom erkrankt sind, verbessert eine Erhaltungstherapie mit Olaparib in Tablettenform das progressionsfreie Überleben signiŽkant. ) (n% 80 e b e lr eb 60 Ü s e i frse 40 n o i s s reg 20 o r P - war um 58 % erhöht. Sowohl für das metastasenfreie Überleben wie für die Freiheit von Lokalrezidiven erwies sich das Fehlen von PgR als Nachteil, mit um 47% bzw. 63 % höheren Rezidivquoten. Fazit: „Diese Analyse zeigt, dass ER-positive und PgR-negative Tumoren eine spezi‹sche Subgruppe bei Patientinnen mit primärem Brustkrebs markieren“, resümieren die GBG-Wissenscha”ler. Die Ansprechraten auf neoadjuvante Chemotherapie seien höher, die Langzeitergebnisse aber schlechter. Interessanterweise sei PgR-Negativität auch prädiktiv für eine pCR bei ER-positivem und HER2-negativem Brustkrebs – sein Status sollte deshalb bei der Entscheidung für die systemische ›erapie berücksichtigt werden. Robert Bublak Van Mackelenbergh MT et al. Outcome after neoadjuvant chemotherapy in estrogen receptor-positive and progesterone receptor-negative breast cancer patients: a pooled analysis of individual patient data from ten prospectively randomized controlled neoadjuvant trials. Breast Cancer Res Treat. 2018;167(1):59-71. parib (300 mg; 2 Tabletten je 150 mg täglich; n = 196) oder Placebo (n = 99). Das mediane progressionsfreie Überleben war unter der Olaparib-Erhaltungstherapie signi‹kant länger als unter Placebo (19,1 vs. 5,5 Monate; Hazard Ratio 0,30; 95 %-Kon‹denzintervall 0,22–0,41; p < 0,0001; Abb. 1). Auch die Rate für das progressionsfreie Überleben nach 12 und 24 Monaten war in der Olaparib-Gruppe höher (65 vs. 21 % bzw. 43 vs. 15 %). Die häu‹gsten Nebenwirkungen (≥ Grad 3) waren Anämie (Olaparib 19% vs. Placebo 2 %), Fatigue oder Asthenie (4 vs. 2 %), und Neutropenie (5 vs. 4 %). Schwerwiegende Ereignisse traten bei 18 % der Patientinnen in der OlaparibGruppe und bei 8 % in der Placebogruppe auf. Eine Patientin der OlaparibGruppe starb an einer therapieassoziierten akuten myeloischen Leukämie. Fazit: Die Erhaltungstherapie mit Olaparib (als Tablette) führt, so das Fazit der Wissenscha”ler um Eric Pujade-Lauraine, bei den Patientinnen mit platinsensitivem rezidiviertem Ovarialkarzinom und BRCA1/2-Mutation zu einem signi‹kant verbesserten progressionsfreien Überleben. Die meisten Nebenwirkungen der ›erapie waren niedriggradig und gut beherrschbar. Kathrin von Kieseritzky Pujade-Lauraine E et al. Olaparib tablets as maintenance therapy in patients with platinumsensitive, relapsed ovarian cancer and a BRCA1/2 mutation (SOLO2/ENGOT-Ov21): a double-blind, randomised, placebo-controlled, phase 3 trial. Lancet Oncol. 2017;18(9):1274-84. I zeigt, dass eine Erhaltungstherapie mit n einer Phase-II-Studie hatte sich gedem oralen PARP(„poly[ADP-ribose] polymerase“)-Inhibitor Olaparib bei Patientinnen mit platinsensitivem rezidiviertem hochgradigem serösem Ovarialkarzinom im Vergleich zu Placebo das progressionsfreie Überleben signi‹kant verbessern kann [Ledermann J et al. N Engl J Med 2012;366(15):1382-92]. Eine vorgeplante retrospektive Analyse der Studiendaten ergab, dass die Patientinnen mit BRCA1/2-Mutation dabei am stärksten pro‹tiert hatten [Ledermann J et al. Lancet Oncol 2014;15(8):852-61]. In einer prospektiven randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Studie, in der Olaparib in Tablettenform eingesetzt wurde, konnte dieser Nutzen bei Patientinnen mit BRCA1/2-Mutation nun bestätigt werden. In der Studie wurden 295 Patientinnen (Alter ≥ 18 Jahre, ECOG-Performancestatus 0 oder 1) mit histologisch bestätigtem rezidiviertem hochgradigem serösem Ovarialkarzinom oder hochgradigem endometrioidem Karzinom, darunter primäre Peritoneal- oder Tubenkarzinome, behandelt. Die Frauen hatten mindestens 2 platinbasierte Vortherapien hinter sich und befanden sich in objektiver (kompletter oder partieller) Response. Randomisiert unterzogen sie sich einer Erhaltungstherapie mit Ola


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Kathrin von Kieseritzky. Ovarialkarzinom-Rezidiv: PARP-Inhibition in der Erhaltungstherapie bei BRCA1/2-Mutation, Im Focus Onkologie, 2018, 52-52, DOI: 10.1007/s15015-018-3843-z