VEGFR-2-Hemmung ist eine zusätzliche Option beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom

Uro-News, Mar 2018

Kathrin von Kieseritzky

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VEGFR-2-Hemmung ist eine zusätzliche Option beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom

Hazard Ratio VEGFR-2-Hemmung ist eine zusätzliche Option beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom 100 ) % ( en 80 b e lr ebÜ 60 s e i frse 40 n o i rsse 20 g o r P 0 Ramucirumab plus Docetaxel Placebo plus Docetaxel 8 10 Zeit (Monate) (10 mg/kg i. v. an Tag 1 q3w) oder Placebo. In der Intention-to-treat-Analyse war das mediane progressionsfreie Überleben unter Docetaxel plus Ramucirumab signi“kant länger als unter Docetaxel plus Placebo (4,07 vs. 2,76 Monate; Hazard Ratio 0,757; 95%-Kon“denzintervall 0,607-0,943; p = 0,0118; Abb. 1). Objektiv sprachen 24,5% der Patienten auf die Ramucirumab-Kombination an (vs. 14,0% auf die ‰erapie im Kontrollarm). Die häu“gsten Nebenwirkungen, zumeist Grad 1 oder 2, waren Fatigue, Alopezie, Diarrhö, Appetitverlust und Übelkeit. Nebenwirkungen (Grad ≥ 3) waren in beiden Gruppen ähnlich häu“g (60 vs. 62 %). Auf ‰erapiekomplikationen wurden acht (Ramucirumab-Arm) bzw. fünf Todesfälle zurückgeführt. - I lokal fortgeschrittenem oder metasta n der Studie wurden 530 Patienten mit siertem Urothelkarzinom, deren Tumor während oder nach platinbasierter Chemotherapie weiter voranschritt, behandelt. Zusätzlich zur Chemotherapie (Docetaxel 75 mg/m2 i. v. an Tag 1 q3w) erhielten die Patienten – bis zum Progress oder Abbruch der ‰erapie aus anderen Gründen – randomisiert Ramucirumab Abb. 1: In der Intention-to-treat-Analyse war das progressionsfreie Überleben unter Docetaxel plus Ramucirumab länger als unter Docetaxel plus Placebo. Hämaturien unter Cumarinen häušger Patienten, die mit Antikoagulanzien oder Plättchenaggregationshemmern behandelt werden, haben ein höheres Risiko für hämorrhagiebedingte Komplikationen. Das Problem betrioet auch die ableitenden Harnwege. Irische Urologen haben versucht herauszušnden, wie sich einzelne antithrombotisch wirkende Substanzen auf das Hämaturierisiko auswirken. N 22 Studien mit insgesamt mehr als ikita Bhatt und sein Team bezogen 175.000 Patienten in ihre Analyse ein. Die Wahrscheinlichkeit, unter dem Vitamin-K-Antagonisten Warfarin eine mit bloßem Auge erkennbare Hämaturie zu entwickeln, lag bei etwas mehr als 25% und damit deutlich vor allen anderen Antithrombotika, die alle bei einem Makrohämaturierisiko unter 5% lagen. Beispielsweise war das Risikoverhältnis für sichtbare Hämaturien bei Warfarin rund 34-mal so hoch wie bei Rivaroxaban. Im Vergleich der ‰rombozytenaggregationshemmer schnitt Acetylsalicylsäure (ASS) mit Blick auf Makrohämaturien bei insgesamt aber niedrigem Ri siko am schlechtesten ab. Unter Clopidogrel und Ticagrelor war das Risiko um rund 85 % und 70 % vermindert. Bei unfraktioniertem Heparin war der Urin etwa dreimal so häu“g blutig verfärbt wie bei niedermolekularem Heparin. In knapp 100 Fällen ereigneten sich massive Hämaturien, de“niert als Hämoglobinabfall von 2–5 g/dl, Transfusi Fazit: Die zusätzliche Blockade des VEGFR-2-Signalwegs zur Docetaxel Chemotherapie könnte für dieses Pati entenklientel eine neue e©ziente ‰erapieoption sein. Kathrin von Kieseritzky Petrylak DP et al. Ramucirumab plus docetaxel versus placebo plus docetaxel in patients with locally advanced or metastatic urothelial carcinoma after platinum-based therapy (RANGE): a randomised, double-blind, phase 3 trial. Lancet. 2017; 390(10109): 2266-77. onsbedarf, Hypotonie aufgrund des Blutverlusts oder Notwendigkeit statio närer ‰erapie. Eine urologische De“nition, etwa Erfordernis eines Drei-WegeKatheters, war in keiner Studie verwendet worden. Unter diese Größenordnung “elen nur 0,2 % der Makrohämaturien von Warfarin-Patienten. Für Dabigatran lag die Quote bei 37 %, für Clopidogrel bei 33 %, für ASS bei 28 %, für Ticagrelor bei 17 % und für Rivaroxaban bei 14 %. Fazit: Mit ihren Ergebnissen ho®en Bhatt et al., Ärzten die Wahl des geeigneten Antithrombotikums für Patienten zu erleichtern, die hochgradig hämaturiegefährdet sind. Dr. Robert Bublak


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Kathrin von Kieseritzky. VEGFR-2-Hemmung ist eine zusätzliche Option beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom, Uro-News, 2018, 40-40, DOI: 10.1007/s00092-018-1799-0