Wer ist ... Thomas Wiegel?

Im Focus Onkologie, Feb 2018

Springer Medizin

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Wer ist ... Thomas Wiegel?

? Wer ist ... Thomas Wiegel? Wie beginnen Sie Ihren Tag? 0 1 0 Wie beenden Sie Ihren Tag? 1 Wiegel: Sicher nicht Arzt und Forscher werden Wiegel: Das Vertrauen meiner Patienten, die Freude, seit 20 Jahren und auch in der Zukunft daran beteiligt zu sein, die onkologische Versorgung von Patienten mit Prostatakrebs nicht nur in Deutschland weiter zu verbessern. Was treibt Sie an? Als Kind wollten Sie … ? Was beeindruckt Sie an anderen Menschen? Wiegel: Ehrlichkeit, die Fähigkeit, einen Kurs zu halten, auch wenn er nicht immer ganz einfach zu halten ist, konsequent und doch oˆen für neue Ideen zu sein. Worauf sind Sie besonders stolz? Wiegel: Auf meine Familie und auf ein Team, auf das man sich verlassen kann. Was möchten Sie noch erreichen? Wiegel: Es gibt noch mehr als genug Ziele in meinem Leben. Ein wichtiges beruŒiches Ziel ist, die onkologische und insbesondere die radioonkologische Versorgung von Patienten mit Prostatakrebs gerade im deutschsprachigen Raum weiter zu verbessern. Ich möchte die Patienten und ihre Angehörigen darin unterstützen, bei einer Vielzahl von Therapieoptionen die richtigen Entscheidungen zu treˆen – zumal einige Zusatzbehandlungen völlig unnötig und auch noch privat zu bezahlen sind. In seiner Dissertation im Jahr 1990 hatte sich Prof. Dr. med. Thomas Wiegel, diesjähriger Präsident des Deutschen Krebskongresses (DKK), noch mit gutartigen Schilddrüsenadenomen beschäftigt; doch tatsächlich war damit der Weg zur Radiotherapie des Prostatakarzinoms, dem langjährigen Spezialgebiet Wiegels, nicht weit: In der radiologischen Klinik des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf konnte der damalige Promovent nicht nur die räumlich-inhaltliche Nähe von Nuklearmedizin, Strahlentherapie und radiologischer Diagnostik kennenlernen, sondern auch die radioonkologische Therapie des Prostatakarzinoms. Nach einem Wechsel an die Charité in Berlin half Wiegel ab 1994 mit, die Strahlentherapie des Prostatakarzinoms in Deutschland weiter zu etablieren und deren Erforschung voranzutreiben. Seit 2005 ärztlicher Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Uniklinikum Ulm, kehrt Wiegel als Kongresspräsident des DKK 2018 nach Berlin zurück. Besonders wichtig ist es ihm dabei, die akademische Diskussionskultur zu fördern, gerne auch mit einer Prise Humor: Bei einem Konferenzvortrag zur Radiotherapie des Prostatakarzinoms hatte Wiegel angekündigt, auch die randomisierten Studien zur chirurgischen Therapie zu präsentieren – und anschließend eine leere Powerpoint-Folie gezeigt. Was war Ihre wichtigste Entscheidung? Wiegel: Mein bisheriges Leben war nicht arm an wichtigen Entscheidungen. Ich wüsste nicht, welche die Wichtigste gewesen wäre. Die beruŒich wichtigste war sicherlich die Entscheidung, eine universitäre Laufbahn einzuschlagen in einem Fachgebiet, das immer mehr durch die Niederlassung gekennzeichnet ist. Wiegel: Soweit es mir möglich ist mit der Unterstützung meiner Familie und einem sehr ausgeprägten Interesse für Kultur, insbesondere Kunst und Musik. Wiegel: Wenn möglich mit meiner Familie, einem Glas Wein und zwei größeren Hunden, die eigentlich nur wissen wollen, warum man sich nicht noch wesentlich ausgiebiger mit ihnen beschäftigt.


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Springer Medizin. Wer ist ... Thomas Wiegel?, Im Focus Onkologie, 2018, 79-79, DOI: 10.1007/s15015-018-3810-8