Mit dem gesponserten Auto zum PJ aufs Land

MMW - Fortschritte der Medizin, Mar 2018

Red

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Mit dem gesponserten Auto zum PJ aufs Land

MMW Fortschritte der Medizin Software-Updates? Gehen auf uns! 0 Dr. Stefan Streng , Bahnhofplatz 8, D-82481 Mittenwald 1 Springer Medizin , Redaktion MMW, Aschauer Str. 30, 81549 München 2 Schreiben Sie uns! Grundsätzlich sehe ich die Telematik als zukun”sweisende Struktur bei immer dünner werdender Ärztedichte insbesondere im ländlichen Bereich. Aber es geht doch wieder überwiegend auf Kosten der Leistungserbringer, konkret der niedergelassenen Ärzte. Ich emp¡nde es so, dass Vieles auf dem Rücken von uns Niedergelassenen ausgetragen wird - ob wir das wollen oder nicht. - _ Den Artikel von Dr. Fischer bezüglich des Bundeseinheitlichen Medika tionsplans (BMP) fand ich sehr realistisch den Praxisalltag widerspiegelnd. Die grundsätzlich gute Option, den BMP einzuführen und ihn immer wieder zu aktualisieren, ist löblich. Zu 80% wird diese Tätigkeit von uns Hausärzten übernommen. Die Kosten werden aber in keiner Weise adäquat ersetzt. Der Anbieter unseres Praxisprogramms stellte uns anfangs ein kostenloses Programm zur Verfügung – befristetet, quasi um auf den Geschmack zu kommen. Der Erwerb der gesetzlich vorgeschriebenen Version war dann mit mehreren Hundert Euro verbunden, nebst der quartalsmäßig anfallenden Kosten der So”warep•ege. Nun verursacht das Bereitstellen und Aktualisieren von So”ware sicherlich Kosten. Aber w ieso ist das nicht in die P•egekosten für die Basisversion der Praxisso”ware oder für andere Module integrierbar? Denkbar wäre übrigens auch ein Bundeszuschuss, da es sich ja um ein gesetzlich verordnetes Modul handelt. Ganz ähnlich wird uns auch die Einführung der Telematik-Infrastruktur bis zum 31. Dezember 2018 gesetzlich vorgeschrieben. Neben den Anschaffungskosten, die überwiegend durch die Erstattungspauschale gedeckt sind, fallen auch hier monatliche Servicegebühren von über 82 Euro an – ob ich die Technik nun nutze oder nicht. Der Medikationsplan sorgt in den Praxen für Trubel. Mit dem gesponserten Auto zum PJ aufs Land Viele Medizinstudierende können sich gut vorstellen, Patienten auf dem Land zu versorgen. Das Praktische Jahr (PJ) im letzten Teil des Studiums wäre eigentlich ideal, mal bei einem Landarzt reinzuschnuppern – doch die meisten jungen Leute besitzen kein eigenes Auto, und Landi sk w o k l o P sa u l K © k itc o S /se g a m Itt y e G / a i d e m o il] F M [ © arztpraxen sind von den Universitätsstandorten aus meist nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Genau hier setzt eine Initiative der Stiftung Perspektive Hausarzt an. Sie bietet Studenten in Baden-Württemberg insgesamt neun Kleinwagen an, sogenannte „PJmobile“, mit denen sie eine Lehrpraxis in einem Städtchen mit weniger als 10.000 Einwohnern erreichen können. So wie der 27-jährige Freiburger Medizinstudent Richard Koch (im Bild), der ab jetzt vier Monate lang täglich nach Titisee-Neustadt pendeln wird. Auch an den Lehrstühlen für Allgemeinmedizin in Heidelberg und Tübingen werden PJmobile zur Verfügung gestellt. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der AOK Baden-Württemberg, dem Hausärzteverband und MEDI Baden-Württemberg sowie dem Freiburger Autohaus Gehlert. ■ Red.


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Red. Mit dem gesponserten Auto zum PJ aufs Land, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 26-26, DOI: 10.1007/s15006-018-0235-4