Problematischer Stuhlgang — ein Tabu

ProCare, Feb 2018

Springer Fachmedien Wiesbaden

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Problematischer Stuhlgang — ein Tabu

Problematischer Stuhlgang - ein Tabu Vielfältige Ursachen Wandschwäche des Enddarms. Der schla e Enddarm wird zu lang, schiebt sich zusammen - und wird schließlich zum Hindernis für den Stuhl“, erklärt Glöckler. Ursache für diesen „Prolaps“ ist meist eine ballaststo arme Kost über viele Jahre hinweg. Der erste erapieschritt ist demnach auch eine Umstellung der Ernährung mit zusätzlicher Aufnahme von Ballaststo en, z.  B. in Form von Weizenkleie, Leinsamen oder Flohsamenschalen. „Wichtig ist auch ausreichend Flüssigkeit und Bewegung“, so Glöckler. Eine Umstellung des Lebensstils hilft auch dann noch, wenn bereits erste Beschwerden vorliegen. Erst in hartnäckigen Fällen kann ein operativer Eingri notwendig werden, bei dem der schla e Enddarm gekürzt wird. n Quelle: Presseaussendung St. Josef Krankenhaus GmbH - P robleme mit dem Stuhlgang sind häufig, aber ein Tabuthema. Zu hart, zu selten, nur mit Pressen oder gar unter Schmerzen möglich: Probleme mit dem Stuhlgang sind häu g – aber ein Tabuthema, über das niemand gerne spricht. Halten die Beschwerden an, sollten sie von einem Proktologen, also einem Spezialisten für Erkrankungen des Enddarms, abgeklärt werden. „Viele Patienten schämen sich und empnden die Beschwerden als Schicksal, das ertragen werden muss. In den meisten Fällen ist jedoch mit der richtigen Behandlung eine Heilung oder eine deutliche Verbesserung zu erreichen. Der Besuch bei einem Spezialisten lohnt sich“, plädiert Univ. Doz. Dr. Martin Glöckler, Leiter der Proktologischen Ambulanz das Darmgesundheitszentrum im St. Josef Krankenhaus Wien, für einen o enen Umgang mit Problemen beim Stuhlgang. Was „normal“ ist, kann in Sachen Stuhlgang sehr unterschiedlich sein. So ist eine Stuhlfrequenz zwischen dreimal pro Tag bis dreimal pro Woche, ebenso „normal“, wie die Farbe zwischen hell- und dunkelprocare braun und die Konsistenz von weich bis fest. „Erste Anzeichen einer krankhaften Veränderung können jedoch gehäufter Durchfall, Stuhlverlust, Schmerzen, Blutungen oder auch länger als drei Tage kein Stuhlgang sein. Also insgesamt alles, was eine normale Lebensführung deutlich stört“, so Glöckler. Die Ursachen für Probleme mit dem Stuhlgang sind meist vergleichsweise harmlos. Zu harter Stuhl beispielsweise kann auf zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, ballaststo arme Kost oder mangelnde Bewegung zurückgeführt werden und lässt sich mit einer Änderung des Lebensstils leicht beheben. Massivere oder länger anhaltende Beschwerden sollten jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen, sondern von einem Spezialisten abgeklärt und entsprechend behandelt werden. „Ein Krankheitsbild, das wir in der Praxis immer wieder sehen, ist beispielsweise der innere Mastdarmvorfall“, erklärt Glöckler. Typisch dafür ist häu ger Stuhldrang bei gleichzeitig schwieriger Entleerung, oft kommt über Tage kein Stuhl. Einige Betro ene klagen auch über ein Fremdkörpergefühl im Enddarm. „Beim Mastdarmvorfall handelt es sich um eine SpringerMedizin.at Weitere Informationen unter: www.SpringerMedizin.at/


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Springer Fachmedien Wiesbaden. Problematischer Stuhlgang — ein Tabu, ProCare, 2018, 31-31, DOI: 10.1007/s00735-018-0862-0