Rationale und pragmatische Ansätze erforderlich

Uro-News, Feb 2018

Springer Medizin

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Rationale und pragmatische Ansätze erforderlich

URO-NEWS Rationale und pragmatische Ansätze erforderlich Dr. med. Thorsten Bach 0 Tatiana P 0 Abteilung für Gynäkologie 0 Helios Mariahilf Klinik Hamburg 0 0 Klinik für Urologie, Asklepios Klinikum Harburg , Hamburg - D urologischen Praxis einen zunehmenden as ema Harninkontinenz nimmt in der Stellenwert ein – und zwar geschlechts- und altersunabhängig. Aufgrund des omals hohen Leidensdrucks und der mit der Inkontinenz vergesellschaeten potenziellen sozialen Isolierung ist ein rationales, e ektives Vorgehen unerlässlich. Im Schwerpunkt Harninkontinenz werden in dieser URO-NEWS fachgebietsübergreifend von anerkannten Experten di erenzierte Entscheidungsbäume und das pragmatische stufenweise Vorgehen bei Diagnostik und erapie skizziert. Zudem werden Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Patientengruppen gegeben, beginnend mit der kindlichen Inkontinenz. Bei dieser ist aufgrund des Alters der Patienten nicht nur eine schnelle und effektive Diagnostik und erapie besonders relevant, sondern vor allem auch eine verständliche und kindgerechte Vermittlung der diagnostischen und therapeutischen Schritte – in der Regel unter Einbeziehung der Eltern –, um den maximalen erapieerfolg, auch bei nicht organischen Ursachen, zu erzielen. Des Weiteren widmet sich diese Schwerpunktausgabe mit der Stufentherapie der Dranginkontinenz einem ema, das sowohl Männer als auch Frauen betri‹ und mit einem hohen Leidensdruck einhergeht. Grundlage der erapie ist eine rationelle Diagnostik. Basierend auf den Ergebnissen der Diagnostik erfolgt eine erapiekaskade mit stufenweiser Eskalation. Auf die konservative erapie – generell die erste und omals wesentliche Säule der Inkontinenztherapie – folgt die Pharmakotherapie bis hin zur interventionellen Behandlung. Bei dieser haben in den letzten Jahren minimalinvasive Methoden, wie beispielsweise die EMDA- erapie, einen höheren Stellenwert gewonnen. Obwohl die Harninkontinenz auch heute noch omals als rein weibliches Problem abgetan wird, leidet ein relevanter Anteil der männlichen Bevölkerung an unfreiwilligem Urinverlust – Grund genug, diese Patientengruppe in einem Artikel genauer zu betrachten. Während die reine Belastungsinkontinenz beim Mann häu“g durch operative Eingri e an Prostata und/oder Harnröhre verursacht wird, besteht bei unbehandelten Männern in vielen Fällen eine Mischform aus Drang- und Belastungsinkontinenz. Die Physiotherapie als wesentliche Säule der konservativen Behandlung wird stufenweise bis hin zur operativen erapie ergänzt oder ausgebaut. Für Letztere sind heute eine Vielzahl von Sphinkter- und Schlingensystemen verfügbar. Den Abschluss bildet mit der Besprechung von Miktionsstörungen und Harninkontinenz beim Parkinsonsyndrom eine besondere Patientengruppe. Neben der häu“g mit der Erkrankung vergesellschaeten Detrusorhyperaktivität stellt die eingeschränkte Mobilität für die Betro enen eine zusätzliche Problematik dar. Neben der konservativen erapie scheint die Neuromodulation eine vielversprechende Behandlungsoption bei parkinsonbedingten Blasenfunktionsstörungen. Dieser Schwerpunkt bietet Ihnen einen Überblick über ganz unterschiedliche Patientengruppen, die von Harninkontinenz betro en sein können. Rationale und pragmatische Ansätze zu Diagnostik und erapie − entwickelt aus der Erfahrung unserer Autoren – erleichtern das Herangehen an diese omals komplexen Patientengruppen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen,


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Springer Medizin. Rationale und pragmatische Ansätze erforderlich, Uro-News, 2018, 3-3, DOI: 10.1007/s00092-018-1750-4