Deutliche Symptomverbesserung ab Tag 3

MMW - Fortschritte der Medizin, Mar 2018

Beate Fessler

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Deutliche Symptomverbesserung ab Tag 3

MMW Fortschritte der Medizin Schon bei Verdacht die Antikoagulation umstellen - _ Bei der heparininduzierten ‹rombozytopenie (HIT) handelt es sich um eine seltene, lebensbedrohliche Komplikation unter Antikoagulation mit Heparinen. Es kommt zu einer verstärkten Blutgerinnungsreaktion mit einem hohen Risiko für ‹rombosen. „Unbehandelt verläu³ die HIT häu‘g tödlich“, so PD Dr. Jürgen Koscielny, Berlin. Die richtige Diagnose kann lebensentscheidend sein. Die ‹rombozytopenie tritt 5–10 Tage, in seltenen Fällen auch bis zu 21 Tage, nach B-e ginn der Heparintherapie auf. Aufgrund der kürzeren Krankenhausverweildauer verschieben sich Diagnose und Management der HIT heute immer mehr in den ambulanten Bereich. Für die Diagnosesicherung ist die Durchführung immunologischer (ELISA) und funktioneller (HIPA) Testverfahren notwendig. Um jedoch keine Zeit bis zum Vorliegen der endgültigen Testergebnisse zu verlieren, sollte ein Patient schon bei Verdacht auf eine HIT von Heparin auf ein alternatives Antikoagulans umgestellt werden. Eine zugelassene, leitliniengerechte Alternative ist Danaparoid-Natrium (Orgaran®), eine heparinfreie Mischung aus niedermolekularen Nicht-Heparin-Glycosaminoglykanen [2]. Das Heparinoid induziere selbst keine HIT, sei einfach anzuwenden, und habe sich im klinischen Alltag bewährt, berichtete Dr. Kathleen Selleng, Greifswald. Danaparoid hat antithrombotische und anti-immunogene Eigenscha³en und richtet sich somit sowohl gegen die Symptome als auch gegen den Pathomechanismus der HIT. Da die HIT häu‘g erst nach der Entlassung aus dem Krankenhaus au³ritt, sollten alle relevanten Angaben zu Diagnostik und ‹erapie im Arztbrief vermerkt sein. Wichtig ist auch der Verlauf der ‹rombozytenzahlen einschließlich des letzten Werts bei der Entlassung des Patienten. ■ Abdol A. Ameri ■ Symposium „Vom Verdacht zur Therapie – wie manage ich die HIT richtig?“ , 62. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH); Wien, Februar 2018 (Veranstalter: Aspen Germany) JAK-Hemmung bei Colitis ulcerosa Deutliche Symptomverbesserung ab Tag 3 _ In einer Post-hoc-Analyse der OCTAVE-Induktionsstudien 1 und 2 wurde der E ekt der Induktionstherapie mit Tofacitinib (Xeljanz®) auf die Symptomatik bei moderater bis schwerer Colitis ulcerosa anhand der beiden Mayo-Subscores Stuhlfrequenz und rektale Blutungen evaluiert. Die Symptome waren von den Patienten in den ersten 15 Tagen nach ‹erapiebeginn täglich in einem Patiententagebuch erfasst worden. Bereits ab Tag 3 zeigte ein im Vergleich zu Placebo signi‘kant größerer Anteil von Patienten unter 2 × 10 mg/d Tofacitinib eine Reduktion der beiden Symptome (p < 0,01), unabhängig davon, ob die Patienten ein TNFα-InibitorVersagen oder einen erhöhten CRPSpiegel (≤ 6 mg/l vs. > 6 mg/l) hatten oder Steroide einnahmen. Dr. Marc Ferrante, Leuven, Belgien, betonte die anhaltende Wirkung des JAK-Inhibitors. Nach 52 Wochen waren unter Tofacitinib 40,6% der Patienten in Remission gegenüber 11,1% unter Plazebo – ein signi‘kanter Unterschied (p < 0,001). Schwere Entzündung bei Colitis ulcerosa. Einfach schlucken Die Vorteile von JAK-Inhibitoren gegenüber Biologika liegen auf der Hand: Als „small molecules“ können sie oral eingenommen werden, und sie wirken nicht immunogen. Das bedeutet: Die Patienten entwickeln keine Antikörper, die die Wirkung beeinträchtigen könnten. Angesu sichts der nicht geringen Zahl an Patiena enh ten mit Primär- und Sekundärversagen k ran einer ‹erapie mit Biologika sind neue K i-tenn Wirksto±lassen wie die JAK-Inhibitoren reb zudem eine wertvolle Ergänzung der .;ill-tsskaaeeodp nbrisecithenenPtazlüenttdelaicnheSuEbrsktraanDnzrke.unBnegagetegeneF.nescshl■erorA o d n .e ■ Satelliten-Symposium „Maximising Outcomes in UC care: w ©w BP„oztehr)today and tomorrow“; Wien, Februar 2018 (Veranstalter: w


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Beate Fessler. Deutliche Symptomverbesserung ab Tag 3, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 73-73, DOI: 10.1007/s15006-018-0333-3