„Neue Perspektiven in der Onkologie …“

Info Onkologie, Feb 2018

red

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„Neue Perspektiven in der Onkologie …“

„Neue Perspektiven in der Onkologie …“ 0 Prof. Dr. Florian Lordick, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin in der DKG 1 Prof. Dr. Thomas Wiegel , Präsident des Deutschen Krebskongresses 2018 - ao ilt -Fon ii][JSg M © Das Motto des Kongresses lautet dieses Mal „Perspektiven verändern Krebs – Krebs verändert Perspektiven. Diagnose – Therapie – (Über-)Leben“. Warum haben Sie sich dafür entschieden? Prof. Thomas Wiegel: Durch die Wahl des Kongressmottos wollen wir auf die wissenscha lichen und technologischen Fortschritte in allen Bereichen der Onkologie hinweisen. Sie sorgen dafür, dass sich in der Krebsversorgung neue Perspektiven erö nen, die wir auf dem Kongress aufgreifen und beleuchten wollen. Die Sicht der Patienten darf dabei aber nicht außer Acht gelassen werden. Durch ihre Erkrankung sind sie vielfach gezwungen, neue Lebensperspektiven für sich zu entwickeln. Als Ärzte müssen wir sie dabei nach Krä en unterstützen, sowohl in der kurativen als auch in der palliativen Situation. Auch darüber wollen wir auf diesem Kongress diskutieren. Herr Professor Lordick, Sie sind Vorsitzender der APM, der Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin in der Deutschen Krebsgesellschaft. Die APM hat aktiv an der Programmplanung zum DKK 2018 mitgewirkt. Wie ist die Palliativmedizin ins Programm integriert? Prof. Florian Lordick: Die Palliativmedizin gehört zu den Kongressschwerpunkten. Die aktuelle S3-Leitlinie zur Palliativmedizin onkologischer Patienten betont, dass eine palliativmedizinische Versorgung möglichst frühzeitig einsetzen soll, wenn die Erkrankung als nicht mehr heilbar diagnostiziert wird. Die Leitlinie enthält unter anderem Empfehlungen für Versorgungsstrukturen, die diese frühzeitige palliativmedizinische Behandlung der Betro enen ermöglichen. In der Plenarsitzung Palliativmedizin wollen wir diskutieren, wie diese Integration umgesetzt wird, sowohl in Deutschland als auch im internationalen Vergleich, und welche Maßnahmen in der palliativen Situation vormerken: DKK 2018 G K D © G K D © Krebspatienten sind o gezwun gen, neue Lebensperspektiven zu entwickeln. Dabei müssen wir sie nach Krä en unterstützen, sowohl in der kurativen als auch in der palliativen Situation. Patientenorientierung am Lebensende ist ein wichtiges ‹ema, das Ärzte, PŒegekrä e und Patienten gleichermaßen bewegt. sinnvoll sind. Untersuchungen zeigen, dass Patienten am Lebensende eher übertherapiert werden und dass ihr Wunsch, im häu-s lichen Umfeld zu sterben, o nicht berücksichtigt wird. Patientenorientierung am Lebensende ist ein wichtiges ‹ema, das Ärzte, PŒegekrä e und Patienten gleichermaßen bewegt. Im Programm sind auch Oxford-Debatten zu palliativmedizinischen Themen vorgesehen. Was soll dort kontrovers diskutiert werden? Lordick: Die provokative Frage unserer Oxford-Debatte lautet: Ist die palliativmedizinische Versorgung eine multidisziplinäre Au-f gabe? Palliativpatienten benötigen für den Erhalt oder die Wiederherstellung ihrer Lebensqualität die bestmögliche Linderung körperlicher Symptome, Respekt vor ihrer Integrität und Würde, psychosoziale Unterstützung sowie Angebote der spirituellen Begleitung bis zum Tod. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wer zu welchem Zeitpunkt im Krankheitsverlauf welche Versorgungs aufgaben übernimmt. Und was wünschen Sie sich, Professor Wiegel, für den DKK 2018? Wiegel: Viele lebha e Diskussionen. Und die Oxford-Debatten kommen gerade dann zum Einsatz, wenn es darum geht, in kondensierter Form alle wichtigen Argumente hinter einer provokativen medizinischen Fragstellung herauszuarbeiten. red.


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red. „Neue Perspektiven in der Onkologie …“, Info Onkologie, 2018, 59-59, DOI: 10.1007/s15004-018-5978-7