Medikamentöse Therapie nach koronarer Revaskularisation lässt zu wünschen übrig

CME, Mar 2018

Springer Medizin

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Medikamentöse Therapie nach koronarer Revaskularisation lässt zu wünschen übrig

European Journal of Preventive Cardiology Synkope wegen Lungenembolie? % ermittelt. Die Datensätze stammen aus Dänemark Italien anhand entspre- chender Codes im ICD- bzw. ICD- . Wie Costantino und Kollegen berichten reich- ten die LE-Raten von % (Healthcare Cost Utilization Project USA) bis % (Kanada). In Italien lag die Präva- lenz bei in Dänemark bei Claudia Daniels Redakteurin - Eine Gruppe von Forschern hat die Daten von knapp 3.600 berufstätigen Männern im Alter zwischen 25 und 64 Jahren analysiert. Dabei zeigte sich, dass Sport nur für diejenigen einen Schutz für Herz und Gefäße bot, die beru¯ich kaum körperlich arbeiten mussten. In dieser Gruppe reduzierte sportliche Aktivität die Gefahr für KHK um gut die Häl e. Schon bei moderat belastender körperlicher Arbeit war aber keine protektive Wirkung sportlichen Trainings mehr festzustellen. Noch weniger war dies bei physisch stark fordernden Berufen der Fall: Hier stieg die Ereignisrate für KHK im Mittel sogar um 66%, wenn zusätzlich noch viel Sport getrieben wurde. Costantino G et al. JAMA intern med (online first) Ferrario MM et al. Heart 2018 (online first) Medikamentöse Therapie nach koronarer Revaskularisation lässt zu wünschen übrig Die medikamentöse Sekundärprophylaxe nach einer koronaren Revaskularisation lässt zu wünschen übrig. Dies ist das bedenkliche Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse von Dr. Ana-Catarina Pinho-Gomes und Kollegen. Fünf namha e klinische Studien (SYNTAX, FREEDOM, PRECOMBAT, BEST und EXCEL) gingen in die Auswertung ein. Ein Jahr nach dem Eingri“ erhielten nur 40% aller Studienpatienten alle von den Leitlinien empfohlenen Medikamente zur Sekundärprophylaxe. Empfohlen werden ein Plättchenhemmer, Betablocker und ein Statin sowie ein ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptorblocker. Nach fünf Jahren nahmen diese Substanzen nur 38% aller Studienteilnehmer ein. Einen Plättchenhemmer, Betablocker und ein Statin erhielten 67% aller Patienten nach einem Jahr, nach fünf Jahren waren es nur noch 53%. Mahlzeiten jagen Blutdruck in den Keller In einer kleinen Studie, die australische Ärzte um ‹u Anh Ngoc Nguyen an ihrer Klinik gemacht haben, konnten sie bei fast jedem dritten älteren Menschen nach kritischer Erkrankung eine postprandiale Hypotonie nachweisen. Diese wiederum ist ein Risikofaktor für Stürze, kardiovaskuläre Ereignisse, Schlaganfall und Tod. An der Untersuchung beteiligten sich 35 Patienten im Alter ab 65, die drei Monate zuvor von der Intensivstation entlassen worden waren. Die Probanden tranken morgens nüchtern eine 75-GrammGlukose-Lösung, die mit 99mTechnetiumKalziumphytat markiert war, damit die Magenentleerung szintigra£sch verfolgt werden konnte. Der Blutdruck im Sitzen lag vor der Zuckerzufuhr im Mittel bei 126/70 mmHg. Nach dem Trinken der Zuckerlösung entwickelten zehn Probanden (29%) eine postprandiale Hypotonie, de£niert als systolischer Blutdruckabfall um mindestens 20 mmHg für die Dauer von mindestens 30 Minuten innerhalb von zwei Stunden nach der Nahrungsaufnahme. Ein Übel kommt selten allein: Leiden Hypertoniker zusätzlich an einer Fettstoffwechselstörung, potenziert sich das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Was tun? Experten plädieren für eine frühzeitige präventive Lipid- und Blutdrucksenkung gemäß der aktuellen Leitlinien. Wie Sie diese individuell für den einzelnen Patienten umsetzen können, erfahren Sie neben vielen weiteren spannenden Themen rund ums Herz in unserem Schwerpunkt „Kardiologie“. Infarktgefahr durch Stickoxide Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungslu können das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. In einer Studie haben Ärzte und Medizinstatistiker alle Patienten betrachtet, die mit einem akuten Herzinfarkt in den Jahren 2003 bis 2010 im Universitätsklinikum Jena behandelt wurden. Die Daten dieser knapp 700 Patienten wurden dann mit den Aufzeichnungen der Immissionsdaten für Stickoxide, Ozon und Feinstaub der ‹üringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie abgeglichen. Im Detail untersuchten die Wissenscha ler, ob sich die Konzentrationen der Lu schadsto“e kurz vor den ersten Herzinfarktsymptomen über einen Zeitraum von 24 Stunden stark verändert hatten. Das Ergebnis: „Das akute Herzinfarktrisiko in unserer Studie verdoppelte sich in etwa, wenn die Stickoxidkonzentration innerhalb eines Tages um 20 Mikrogramm pro Kubikmeter anstieg“, so Prof. Matthias Schwab, Koautor der Studie. Für Ozon und Feinstaub waren die E-r gebnisse weniger eindeutig. Pinho-Gomes A-C et al . J Am Coll Cardiol . 2018 ; 71 :591; Ruel M , Kulik A. J Am Coll Cardiol . 2018 ; 71 : 603


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Springer Medizin. Medikamentöse Therapie nach koronarer Revaskularisation lässt zu wünschen übrig, CME, 2018, 3-3, DOI: 10.1007/s11298-018-6522-7