Häufigste Befunde: Hippocampussklerose und fokale kortikale Dysplasie

InFo Neurologie & Psychiatrie, Mar 2018

Springer Medizin

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Häufigste Befunde: Hippocampussklerose und fokale kortikale Dysplasie

In|Fo|Neurologie & Psychiatrie Häufigste Befunde: Hippocampussklerose und fokale kortikale Dysplasie - Kommentar von Hans-Christoph Diener, Essen Ein hocheffektiver Eingriff Ergebnisse: Für die Auswertung standen die Ergebnisse von 9.523 Patienten zur Verfügung. Davon waren 60% männlich. Bei 6.900 Patienten handelte es sich um Erwachsene und bei 2.623 Patienten um Kinder und Jugendliche. Das Durchschnitt-s alter zum Zeitpunkt des chirurgischen Eingriˆs lag bei 28 Jahren, im Mittel hatte die Epilepsie im zwöl™en Lebensjahr begonnen und bestand seit 16 Jahren. Die häu gste Diagnose war bei 36,4% der Patienten eine Hippocampussklerose, gefolgt von Gangliogliomen mit 10,4%, fokalen kortikalen Dysplasien mit 9% und dysembryoplastischen neuroepithelialen Tumoren mit 5,9%. Bei 4,8% der Pati - enten lag eine Glianarbe und bei 4,5% ein Kavernom vor. Weitere Diagnosen waren seltene Krankheiten und bei 7,7% der Patienten ließ sich im Resektionspräparat kein pathologischer Befund nachweisen. - Fragestellung: Welche histopathologischen Veränderungen nden sich im Hirngewebe, das im Rahmen einer Epilepsiechirurgie operativ entfernt wurde? Hintergrund: Die Epilepsiechirurgie hat sich in den letzten Jahrzehnten als eine zuverlässige Methode entwickelt, um Patienten mit therapierefraktärer Epilepsie zu behandeln. Im Jahr 2006 wurde die europäische Epilepsie-Hirnbank (EEBB) gegründet, die klinische Informationen und histologische Befunde im Rahmen epilepsiechirurgischer Eingriˆe sammelt. Patienten und Methodik: Es wurden Patienten mit therapie refraktärer Epilepsie und Epilepsiechirurgie aus 36 Zentren in zwölf europäischen Ländern über einen Zeitraum von 25 Jahren ausgewertet. Die Befundung erfolgte bei 41% der Patienten Blumcke I, Spreafico R, Haaker im eigenen Krankenhaus, bei dGinegtsalin.Hbirsatoinptaitshsuoeloogbictaalinfiend- den übrigen im deutschen during epilepsy surgery. N Engl J neuropathologischen RefeMed 2017; 377: 1648–56 renzzentrum für Epilepsie chirurgie in Erlangen. Schlussfolgerungen: Die histopathologische Befundung von 9.523 Patienten, bei denen Epilepsiechirurgie durchgeführt wurde, zeigte als häu gste Diagnose bei Erwachsenen eine Hippo campussklerose und bei Jugendlichen und Kindern eine fokale kortikale Dysplasie. Diese Studie ist weltweit die mit Abstand größte, die jemals Daten von Patienten, die sich einem epilepsiechirurgischen Eingri unterzogen, auswertete. Sie zeigt, dass eine Hippocampussklerose und fokale kortikale Dysplasien die häu­gsten Ursachen sind, während Tumore im Sinne von Gangliogliomen nur etwa 10% der Befunde ausmachen. Naturgemäß ­nden sich bei epilepsiechirurgischen Eingri en sehr selten hirneigene Tumore, da diese aus anderen Gründen als der Behandlung einer Epilepsie operiert werden. Der chirurgische Eingri war hoche ektiv, so waren 66,4% der Kinder und 58,6% der Erwachsenen ein Jahr nach dem chirurgischen Eingri anfallsfrei. Lithiumtherapie in der Schwangerschaft Wie oft die Blutspiegel untersuchen? Fragestellung: Wie häu g und wann im Schwangerscha™sverlauf sollte die Lithiumkonzentration im Blut von schwangeren Frauen untersucht werden? Hintergrund: Lithium ist der am besten wirksame Stimmungsstabilisator und hat zudem einen suizidprophylaktischen Eˆekt. Allerdings müssen im Rahmen einer Lithiumtherapie regelmäßig dessen Blutspiegel sowie Elektrolyte, Kalzium, Nierenfunktionsparameter und Schilddrüsenwerte kontrolliert werden. Eine Herausforderung ist die gute Einstellung einer Lithiumtherapie während der Schwangerscha™, da es hier zu einer physiologischen Steigerung der Nierenfunktion (erhöhte glomeruläre Filtrationsrate, GFR) kommt und daher die Lithiummedikation zunächst gesteigert werden muss um gleichbleibende Spiegel zu erhalten. Nach der Entbindung reduziert sich die GFR wieder, so dass die Lithiumdosis dann auch wieder reduziert werden muss, um Lithiumintoxikationen bei Mutter und Kind zu verhindern.


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Springer Medizin. Häufigste Befunde: Hippocampussklerose und fokale kortikale Dysplasie, InFo Neurologie & Psychiatrie, 2018, 24-24, DOI: 10.1007/s15005-018-2537-6