Ernährungstherapie für Diabetiker?

MMW - Fortschritte der Medizin, Feb 2018

Springer Medizin

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Ernährungstherapie für Diabetiker?

MMW Fortschritte der Medizin Ernährungstherapie für Diabetiker? Rufen Sie an! Tel. donnerstags - ?Dr. med. P. S., Hausarzt-Inter nistin, Nordrhein: Ich habe gehört, dass seit Anfang des Jahres 2018 die Ernährungstherapie nach der Heilmittel-Richtlinie verordnungsfähig ist. Kann ich nun also z. B. schlecht eingestellten Diabetikern oder Patienten mit massiven Fettsto„wechselstörungen eine solche Heilmittelverordnung ausstellen? !MMW-Experte Walbert: Leider ist die Verordnungsfähigkeit der Ernährungstherapie auf wenige, recht ungewöhnliche Krankheitsbilder beschränkt. Neben der allgemein bekannten Mukoviszidose sind das die sogenannten seltenen angeborenen Sto wechselerkrankungen. Diese seltenen Krankheitsbilder werden in aller Regel von Subspezialisten diagnostiziert und behandelt. Eine weitere Voraussetzung ist zudem, dass die Ernährungstherapie eine alternativlose Maßcko nahme ist, um den Tod oder eine t i/S Behinderung des Patienten zu verse ag hindern. Ittyem Unter diesen Bedingungen wird /oG die neue Verordnungsohl kaum tt -nO eine Rolle spielen. Zudem sind die Ja© Ausstellung der Heilmittelverordnung und die vorherige Beratung in der Versichertenpauschale enthalten. Eine eigene EBM-Nr. wurde nicht gescha en. Der Hausarzt kann also getrost abwarten, bis der Wunsch nach einer solche Verordnung ggf. an ihn herangetragen wird. z Eine stark individualisierte Ernährungstherapie wird auch künftig nicht jedem Patienten zugänglich sein. Hierzu gehören z. B. die Phenylketonurie, die Tyrosinämie, die Ahornsirupkrankheit und die Galaktosämie. ?Dr. med. H. F., Allgemeinarzt, Ba den-Württemberg: Der Betreuer einer Patientin möchte die Krankenunterlagen einsehen und ggf. kopieren. Ist dies nicht eine Verletzung der Schweigep‰icht? !MMW-Experte Walbert: Grundsätzlich hat ein Patient gegenüber seinem Arzt einen Anspruch auf AuskunŽ zu den Daten, die über ihn in der Praxis gespeichert sind, bzw. auf Einsichtnahme in ärztliche Krankenunterlagen. Dies ist im § 34 Bundesdatenschutz Hier kommt es auf den festgelegten Betreuungsumfang an, der in der Bestallungsurkunde festgelegt ist. Ist der „Aufgabenkreis Gesundheitssorge“ verfügt, braucht der Betreuer umfassende Kenntnis über den Gesundheitszustand des Betreuten. Die Schweigep˜icht wird in diesen Fällen nicht verletzt. Der behandelnde Arzt sollte sich immer die Bestallungsurkunde vorlegen lassen und eine Kopie zu den Unterlagen nehmen. Ein Betreuer kann auch Kopien aus den Patientenakten anfertigen, muss dafür aber die Kosten übernehmen. z


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Springer Medizin. Ernährungstherapie für Diabetiker?, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 28-28, DOI: 10.1007/s15006-018-0138-4