Weniger Schmerzen durch Mix aus Sport und Musik

Schmerzmedizin, Mar 2018

red

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Weniger Schmerzen durch Mix aus Sport und Musik

Schmerzmedizin München lobt lokalen Medizinpreis aus - — Das Referat für Gesundheit und Umwelt der bayerischen Landeshauptstadt will mit einer neuen Auszeichnung vorbildhafte Projekte in Prävention, Forschung und Versorgung fördern. Dazu lobt die Stadt in diesem Jahr erstmals den „Münchner Gesundheitspreis“ aus. Die Dotierung beträgt insgesamt 10.000 Euro. Diese sollen die jeweiligen Gewinner wieder in Gesundheitsvorhaben ein¢ießen lassen. Für die erste Ausschreibung sind zwei Themengebiete festgelegt worden: „Kinder- und Jugendgesundheit“ sowie „Gesundheit im Alter“. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2018. Teilnehmen können Ärzte, Praxen, Kliniken, P¢egedienste, Hochschulen oder Unternehmen, aber auch Vereine und Privatpersonen. Einzige Voraussetzung: Die Bewerber müssen aus München stammen. Mit dem Preis wollen die Initiatoren „dem Thema Gesundheit in München die Bedeutung zukommen lassen, die es im medizinischen Spitzenstandort auch verdient“, so Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs, und auf die Anforderungen aufmerksam machen, die Wachstum und Demogra e an das Münchner Gesundheitssystem stellen. cmb Ausschreibungsunterlagen unter: https://tinyurl.com/yd4nyujt a ilt o o F / o ir c M a i d e m k a e r b e v a W © — Wie stark wir Schmerz emp nden, hängt auch von der individuellen Schmerzschwelle ab. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig haben jetzt herausgefunden, dass eine von ihnen entwickelte Fitnessmethode die Schmerzschwelle erhöht und Trainierende so weniger emp ndlich gegenüber körperlichen Qualen macht: das Jymmin, bei dem sich mit klassischen Fitnessgeräten während des Sporttrainings Musik produzieren lässt. Das Wort „Jymmin“ leitet sich dabei von Sport – „Gym“ – und dem freien musikalischen Improvisieren, dem so genannten „Jammin“, ab. Beim Jymmin werden Fitnessgeräte so modi ziert, dass die unterschiedlich starken Bewegungen an Bauchmuskeltrai- k enienre, ZgurogßsetaVnagrieatoiodneranStTeöpnpeenr it/scSeo hervorbringen. Eine am MPI agm CBS entwickelte Kompositi- icko onssoftware und ein dazuge- tseu höriges Sensorsystem verar- N© beiten diese so, dass daraus zeitgleich eine für jeden Sportler und jede Trainingseinheit individuelle Begleitmusik entsteht. Die Sportler werden damit zu Komponisten, die Sportgeräte zu ihren Musikinstrumenten. Nach einer Jymmin-Session konnten die Teilnehmer ihren Unterarm im Durchschnitt fünf Sekunden länger in ein Eiswasserbecken tauchen als nach einer Trainingseinheit auf herkömmlichen Sportgeräten, so das MPI CBS. Den Grund dafür sehen die Wissenschaftler vor allem in einer erhöhten Ausschüttung von Endorphinen während des Jymmins. Die Kombination aus körperlicher Verausgabung und Musikmachen scheint das Endorphinsystem besonders ešektiv anzuregen. Erste Auswertungen einer aktuellen Studie mit chronischen Schmerzpatienten am MPI CBS deuten zudem an, dass Jymmin ošenbar auch Angstzustände verringern kann. red Medizinstudium Der Bund will die Länder machen lassen — Der Bund will die vom Bundesverfassungsgericht verlangte Reform der Zulassung zum Medizinstudium den Ländern überlassen. Das geht aus einer Antwort des Bundesbildungsministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Karlsruhe hatte am 19. Dezember entschieden, dass die Platzvergabe teils verfassungswidrig ist und bis Ende 2019 neu geregelt werden muss. Heute haben fast nur Einser-Abiturienten eine Chance, für viele gelten Wartezeiten von bis zu 15 Semestern. „Der im Urteil formulierte Regelung-s auftrag richtet sich nach dem Verständnis der Bundesregierung primär an die Länder“, schreibt das Bildungsressort in seiner Antwort auf die Anfrage. Wie ein der dpa vorliegender Zeitplan der Länder zeigt, wollen diese bis Juni den Entwurf eines Staatsvertrags erarbeiten. Der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Kai Gehring, kritisierte, die Bundesregierung gehe mit ihrer Passivität ein hohes Risiko ein. Sollten die Länder bei Überarbeitung ihres Staatsvertrags für die Hochschulzulassung in Verzug oder Kon¢ikt geraten, drohe eine Klagewelle von Studienbewerbern. Der Generalsekretär des Medizinischen Fakultätentages Frank Wissing sagte: „Wir wünschen uns einen großen Wurf und ein neues, robustes Verfahren statt Reparaturarbeiten und Klein-Klein.“ dpa


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red. Weniger Schmerzen durch Mix aus Sport und Musik, Schmerzmedizin, 2018, 7-7, DOI: 10.1007/s00940-018-0752-3