Insulindosierung im Alter regelmäßig anpassen

Heilberufe, Mar 2018

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Insulindosierung im Alter regelmäßig anpassen

Das P•egemagazin Insulindosierung im Alter regelmäßig anpassen Rund 40% der Senioren zu streng eingestellt Insgesamt 38,8% der Typ-2-Diabetiker mit dem Zielwert > 7% waren zu streng eingestellt. 43,4% der Gruppe mit dem HbA1c-Ziel ≤ 7,5% waren übertherapiert. Jeder Dritte dieser Patienten war gebrechlich und 91,3% nahmen mindestens fünf Medikamente ein. In der Gruppe mit dem šerapieziel ≤ 8% waren 36,6% der Patienten übertherapiert, jeder Zweite war gebrechlich. Bei 20,3% der zu streng eingestellten Diabetiker traten Hypoglykämien auf, 29,3% von ihnen berichteten über Stürze. Angesichts der hohen Übertherapierate folgern Hart und Kollegen, dass es noch immer nicht üblich sei, den Blutzucker von älteren Menschen mit Typ-2-Diabetes individuell einzustellen. Dies könne schwerwiegende Konsequenzen für die Senioren haben, mahnen die Studienautoren. Nach amerikanischen und europäischen Leitlinien sollen Typ-2-Diabetiker ab 70 individuell und weniger streng therapiert werden. Die Leitlinie der Deutschen Diabetesgesellscha« emp¥ehlt: „Bei neu entdecktem Diabetes im Alter kann bei gesundem und ¥ttem Allgemeinzustand durchaus noch ein HbA1c-Ziel in Richtung 7 bis 7,5% angebracht sein, während bei älteren multimorbiden Patienten mit eher kürzerer Lebenserwartung ein HbA1c-Ziel über 8 % noch tolerabel ist. (cs) - Jeder fünfte Typ-2-Diabetiker ab 70 Jahren wird oˆenbar übertherapiert. Entsprechend häuŠg kommt es einer niederländischen Studie zufolge zu Hypoglykämien und Stürzen. Regelmäßige Schulungen und engmaschige Kontrollen der letzten Blutzuckerwerte gehören zur Betreuung von älteren Diabetespatienten dazu. I Handgri e, darunter die korrekte Do m Alter ändert sich einiges. Viele sierung und Einnahme von Medikamenten, machen zunehmend Probleme. Zudem essen Senioren meist weniger als in jüngeren Jahren. Für streng eingestellte Typ-2-Diabetiker steigt damit auch das Hypoglykämierisiko. Derzeit geht man davon aus, dass bei Menschen ab 70 ohnehin die Nachteile eines ZielHbA1c < 7,0% schwerer wiegen als die Vorteile. Die American Diabetes Association hält für diese Patienten mittlerweile einen individuellen Spielraum zwischen < 7,5% und < 8,5% für angemessen. lleend ÜbUemrthHerianpwieeiäseltneraeurfTeyipn-e2-aDlligaebmeteiikneer o om nachzugehen, haben Huberta Hart vom t itF University Medical Center Utrecht und o ildm Kollegen im Rahmen einer Beobachlob tungsstudie Patientendaten aus dem ybm Jahr 2016 von fünf niederländischen S k Zentren der Primärversorgung analy/ c itSo siert. 319 Patienten ab 70 Jahren wurden /seg je nach HbA1c-šerapieziel entspreIam chend der niederländischen Leitlinie in tte eine von drei Gruppen (HbA1c 7%; 7,5%; y /gG 8%) kategorisiert. Bei einem Zielwert i rtn von 7,5% etwa (Patient > 70 Jahre, Mete F© formin plus weitere glukosesenkende Medikamente, Erkrankungsdauer < zehn Jahre) galten alle Patienten mit HbA1c ≤ 7,0% als über- und mit einem Wert > 7,5% als untertherapiert. Bei den 165 Patienten, die nach der niederländischen Leitlinie der Subgruppe mit dem HbA1c-Ziel > 7% entsprachen, traten mehr mikro- und makrovaskuläre Komplikationen auf als bei Patienten mit HbA1c-Zielwert ≤ 7%. Zudem nahmen die Patienten häu¥ger fünf


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cs. Insulindosierung im Alter regelmäßig anpassen, Heilberufe, 2018, 24-24, DOI: 10.1007/s00058-018-3378-x