Enttäuschende Koalitionsverhandlungen

Heilberufe, Feb 2018

Springer Medizin

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Enttäuschende Koalitionsverhandlungen

Das P egemagazin Enttäuschende Koalitionsverhandlungen Herausgeber: Deutscher Pflegerat (DPR) Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen Inhalt: Christine Vogler (verantwortlich) Alt-Moabit 91, 10559 Berlin („Haus der Gesundheitsberufe“) Tel.: 030 398 77 303; Fax 030 398 77 304 www.deutscher-pflegerat.de „PflegePositionen“ - Der offizielle Newsletter des DPR erscheint in Kooperation mit HEILBERUFE - Das Pflegemagazin. Verlag: Springer Medizin Verlag GmbH Heidelberger Platz 3, 14197 Berlin Tel.: 030 827875500, Fax: 030 827875505 Director Professional Care: Falk H. Miekley Chefredakteurin: Katja Kupfer-Geißler Heidelberger Platz 3, 14197 Berlin Tel.: 030 82787 5500, Fax: 030 82787 5505 www.springerpflege.de - GESUNDHEITSKOMPETENZ Expertengruppe legt „Nationalen Aktionsplan“ vor Die Förderung der Gesundheitskompetenz in Deutschland stellt eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe dar, die neben dem Gesundheitssystem viele weitere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens berührt. Um diese Kompetenz der Bevölkerung in Deutschland nachhaltig zu stärken, hat ein Kreis von elf Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis unter Beteiligung des Deutschen Pflegerats einen„Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ erarbeitet. In ihm werden detaillierte Empfehlungen für vier große Handlungsfelder ausgesprochen: — Die Gesundheitskompetenz in allen Lebenswelten fördern — Das Gesundheitssystem gesundheitskom petent und nutzerfreundlich gestalten — Gesundheitskompetent mit chronischer Erkrankung leben — Gesundheitskompetenz systematisch erforschen Der Aktionsplan richtet sich sowohl an Akteure aus allen Bereichen der Gesellschaft, die Bundes- und Landesregierungen, Ministerien, Gemeinden und Kommunen als auch an die Spitzenorganisationen im Gesundheitswesen, Gesundheitsberufe und Gesundheitseinrichtungen, Sozialversicherungsträger, Bildungsund Forschungseinrichtungen, Arbeitgeberund Arbeitnehmerverbände, Bürgerinitiativen, Verbraucherorganisationen, Patientenvertreter, Selbsthilfeorganisationen und die Medien. www.nap-gesundheitskompetenz.de I m p r e s s u m Koalitionsverhandlungen Der Deutsche P egerat (DPR) ist über das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zum Thema P ege enttäuscht. Die bisherigen Entscheidungen führen zur Gefährdung in der Patientenversorgung. Franz Wagner: „Zusagen im Wahlkampfendspurt wurden gebrochen“. D Stellen im Zusammenhang mit ie geplante Scha ung von 8.000 der medizinischen Behandlungsp ege in den 13.600 P egeheimen ist lediglich ein Tropfen auf einen glühenden Stein. Das bleibt auch um 1,6 Milliarden Euro hinter dem Sondierungsergebnis für die Jamaika-Koalition zurück. Für den Bereich Krankenhaus und ambulante P ege gibt es nur vage Versprechungen. Politik hat versagt Sollte tatsächlich das bisher Bekannte alles sein, was im Koalitionsvertrag zum ‰ema P egeberufe geregelt wird, wäre das ein Politikversagen vor dem Hintergrund der Krise der P egeberufe und eine Gefährdung der Versorgung. Es ist auch weit davon entfernt, was CDU/CSU und SPD im Wahlkampfendspurt versprochen hatten. Hier wurde deutlich mehr für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der professionell P egenden angekündigt. Das Vorhaben, eine bessere Bezahlung zu erreichen, ist zu begrüßen. Allerdings hält bei desolaten Arbeitsbedingungen die verbesserte Vergütung professionell P egende nicht im Beruf. Der DPR fordert erneut für professionell P egende und Hebammen: — Angemessene p egerische Personalausstattung in allen Versorgungsbereichen — Angemessene und gerechte Vergütung — Scha ung guter Rahmen- und Arbeitsbedingungen — Neustrukturierung der Aufgabenverteilung im Gesundheitswesen — Uneingeschränkte Unterstützung der Professionsentwicklung auch auf Bundesebene zugunsten einer fachgerechten Versorgung der Menschen in diesem Land — Einbeziehung der p egerischen Fachexpertise in den berufs- und versorgungsrelevanten Entscheidungsgremien Jede neue Regierung wird sich von den 1,3 Millionen professionell P egenden, die auch Wählerinnen und Wähler sind, daran messen lassen müssen, was sie an umgehend spürbaren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen umsetzt. In diesen Koalitionsverhandlungen ist das bisher nicht erkennbar. Investitionen notwendig Deutlich werden muss auch, dass milli ardenschwere Investitionen in die P ege nötig sind, um die Patientensicherheit künoeig gewährleisten zu können. Das heißt Investitionen in das Personal, aber auch in den Bereich IT. Hierzu wurde in den Koalitionsgesprächen auf Bundesebene nichts festgelegt. Auch scheint der Wille zur raschen Umsetzung zu fehlen. Sollte sich daran nichts ändern, werden dem jetzt vorgesehenen ungenügenden „Sofortprogramm 8.000 Stellen“ in den nächsten Jahren noch einige Notprogramme folgen. Ganz unabhängig von der Frage, woher die Fachkräoee angesichts eines leergefegten Arbeitsmarktes kommen sollen. www.deutscher-p egerat.de


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Springer Medizin. Enttäuschende Koalitionsverhandlungen, Heilberufe, 2018, 68-68, DOI: 10.1007/s00058-018-3356-3