Schnelltest reduziert Risiken und Kosten

Heilberufe, Jan 2018

Springer Medizin

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Schnelltest reduziert Risiken und Kosten

Das P egemagazin Den Überblick behalten: Medikation im Alter Multiresistente Keime www.q-bioanalytic.de Lunch-Symposium „Polypharmazie in der Altenhilfe - Learnings auch für die Schmerztherapie“, Deutscher Schmerzkongress; Mannheim, 12. Oktober 2017 (unterstützt von Grünenthal GmbH) - — Ältere Menschen nehmen oft viele verschiedene Medikamente ein. Im Rahmen einer individualisierten Therapie sollte jedoch regelmäßig überprüft werden, ob die Medikation tatsächlich angemessen ist. Vor rund zwei Jahren wurde das Projekt InTherAKT zur Verbesserung der medikamentösen Versorgung in Altenhilfeeinrichtungen gestartet. Herzstück der gemeinsamen Arbeit von 15 Hausärzten, zwölf Apothekern und dem P egepersonal an zehn Altenhilfeeinrichtungen im Raum Münster ist eine Online-Plattform, die inzwischen zum Patent angemeldet wurde. Seit Anfang 2016 wurde es an rund 90 Patienten überprüft und optimiert. Wie der Projektleiter Prof. Jürgen Osterbrink, Vorstand des Instituts für P egewissenschaft und –praxis an der Paracel— Für Krankenhäuser und P egeheime stellen multiresistente Keime ein erhebliches gesundheitliches und nanzielles Risiko dar. Ein neu entwickelter Schnelltest, der Ergebnisse schon in zwei statt wie bislang üblich in 24 bis 48 Stunden liefert, scha­t rasch Klarheit, ob ein Risikopatient wirklich positiv ist. Die Verbreitung des Keims kann so schnell und e­ektiv gestoppt und unnötige Kosten vermieden werden. Die von Q-Bioanalytic entwickelte QuickBlue Real-Time PCR kann innerhalb von weniger als zwei Stunden ein Ergebnis liefern. Durch die Verwendung der QuickBlue Real-Time PCR ist ein besiedelter Patient, der vorher nicht als Risiko eingeschätzt wurde, schnell erkannt. Damit ist die Zeit, in der ein Patient zur Verbreitung des Keims im Krankenhaus beitragen kann auf ein Zwölftel beziehungsweise ein Vierundzwanzigstel der Zeit zusammengeschrumpft. Durch dann einsetzende geeignete Maßnahmen, können Unannehmlichkeiten und die Kosten der MRSA-Ausbreitung vermieden werden. sus Medizinischen Privatuniversität, Salzburg, zum Hintergrund erläuterte, seien betagte und hochbetagte Menschen besonders häu g von unerwünschten Arzneimittelinteraktionen betro­en. Vielfach seien die Interaktionen das Resultat nicht abgestimmter Prozesse der Leistungserbringer. Ein Ziel des Projektes InTherAKT besteht darin, die Kommunikation und Kooperation zwischen den Berufsgruppen zu optimieren. Dazu wurden alle Beteiligten online und in Präsenzveranstaltungen geschult. Bis zu fünf Medikamente gestrichen Zu den gravierendsten Folgen unerwünschter Arzneimittelwirkungen im Alter zählen aus Sicht von Prof. Georg Hempel, Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der Westfälischen WilhelmsUniversität, Münster, Gangunsicherheit, Synkopen und Stürze, die nicht selten lange Krankenhausaufenthalte und den Verlust der Autonomie nach sich ziehen. Eine ständige kritische Überprüfung der Medikation sei deshalb gerade bei älteren Menschen von großer Bedeutung. In In TherAKT wird die Angemessenheit der Medikation anhand des „Medication Appropriateness Index“ (MAI) erhoben – und hier ergab sich eine Verbesserung um durchschnittlich 25%. Besonders deutlich a ilt o o F /s p m e irt n P © CAVE: Viele Medikamente können zu unerwünschten Wechselwirkungen führen. zeigte sich der Erfolg bei Patienten, die vorher sehr viele Medikamente einnehmen mussten: „In solchen Fällen konnten wir eine Verbesserung um bis zu 60% beobachten“, berichtete der Pharmazeut. Im Einzelfall konnte die Zahl der Medikamente um bis zu fünf Präparate reduziert werden. Damit unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit der interprofessionellen Zusammenarbeit, bei der jede Berufsgrup pe ihre Kompetenzen einbringt. (he) Sensor für die Händedesinfektion Technische Innovation für die Händehygiene — Das Start-Up Unternehmen HyHelp aus Frankfurt a.M. hat ein System entwickelt, das Pflegende und Ärzte bei der HändehygieneCompliance unterstützt. Der HyHelper, ein kleines Mobilgerät, wird zu Dienstbeginn an der Arbeitskleidung befestigt und während der gesamten Dienstzeit getragen. Mit seinen Sensoren registriert er Händedesinfektionen und signalisiert diese sowohl im Display als auch durch ein „grünes Licht für den Patienten“. Die Händedesinfektionszahlen der Station werden auf dem Stationsmonitor präsentiert. Mit HyHelp erhalten die Mitarbeiter ein persönliches Feedback im Arbeitsalltag und die Stationen am Stationsmonitor. Die HyHelp-Kunden erzielen damit Steigerungen der Compliance bei der Händehygiene von 50% und mehr. www.hyhelp.de


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Springer Medizin. Schnelltest reduziert Risiken und Kosten, Heilberufe, 2018, 67-67, DOI: 10.1007/s00058-018-3301-5