Suizidgefahr bei Depression im Alter

Heilberufe, Mar 2018

TM

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Suizidgefahr bei Depression im Alter

Das P›egemagazin Suizidgefahr bei Depression im Alter 0 American Heart Association , Scienti-c Sessions 2017 - Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos stellt sich die Frage: Wie sicher sind diese Fahrzeuge für Träger von Herzschrittmachern und implantierten De–brillatoren? Die Ergebnisse einer ersten in-vivo-Studie zu diesem Thema, präsentiert beim Kongress der American Heart Association, gibt Entwarnung: In der Studie, bei der 34 Herzpatienten mit unterschiedlichen Typen von implantierten kardialen Geräten untersucht worden waren, wurden keine elektromagnetischen Interferenzen festgestellt, die die Funktion der Geräte beein›ussten. An der Studie, durchgeführt an der Wright State University in Dayton/Ohio, hatten sieben Patienten mit Einkammer-Schrittmachern, elf Patienten mit ZweikammerSchrittmachern sowie 16 Patienten mit biventrikulären ICDs teilgenommen. TestFahrzeug war ein TESLA Modell S P90D mit 220 Volt-Ladestation. Der Ladevorgang, bei dem ein Strom von 30 Ampere ›ießt und eine Energie von 5,8 Kilowatt pro Stunde übertragen wird, hat das größte elektromagnetische Interferenzpotenzial. Die Herzpatienten hielten sich während des Ladevorgangs im Auto oder neben der Ladestation auf. Anschließend wurden die Herz-Devices ausgewertet. Doch diese hatten keine elektromagnetischen Signale der Elektro-Batterie wahrgenommen. Sie fühlen sich gebrechlich und müde, sind reizbar und klagen über Schmerzen – hinter solchen Symptomen steckt bei älteren Menschen oft eine Depression. Diese lässt sich mit Arzneien und Psychotherapie ebenso lindern wie bei Jüngeren, allerdings brauchen Ärzte hier mehr Geduld. E sollte man nicht auf die leichte Schul ine Depression bei älteren Menschen ter nehmen: Zum einen steigt damit die Gefahr, dass die Betro enen ihren Alltag nicht mehr bewältigen können und vorzeitig in ein P egeheim müssen, zum anderen ist die Suizidrate recht hoch, erläuterte Prof. Vjera Holtho vom Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe in Berlin. Sie empfahl, bei älteren Menschen besonders auf Beschwerden wie Müdigkeit, Schmerzen und Gewichtsverlust zu achten. Viele hätten aufgrund solcher Probleme bereits eine Ärzteodyssee hinter sich und diverse Diagnosen erhalten, litten letztlich aber an einer Depression. Zu den alterstypischen Symptomen zählen auch Probleme mit dem Gedächtnis und der Entscheidungsfähigkeit, Nachlässigkeit bei der Einnahme der verordneten Arzneien, Reizbarkeit, sozialer Rückzug und vermehrter Konsum von Alkohol, Hypnotika oder Sedativa. Besonders alarmiert sollten Ärzte sein, wenn solche Symptome bei gebrechlichen Patienten auŒreten. Ihnen macht oŒ der zunehmende Funktionsverlust zu scha en, ebenso die Angst vor Immobi lität, Abhängigkeit, Schmerzen und Einsamkeit. Gerade bei den über 85-Jährigen ist die Depressionsprävalenz daher recht hoch. Ein hohes Suizidrisiko haben vor allem ältere verwitwete Männer, die lange in einer PartnerschaŒ gelebt haben und nicht mehr richtig hören oder sehen können. Sie ertragen den daraus folgenden sozialen Ausschluss oŒ nicht. DOI: https://doi.org/10.1007/s15006-018-0061-8


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TM. Suizidgefahr bei Depression im Alter, Heilberufe, 2018, 28-28, DOI: 10.1007/s00058-018-3385-y