Forderungen des DHV aufgenommen

Heilberufe, Mar 2018

Springer Medizin

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Forderungen des DHV aufgenommen

Das P egemagazin „Mit Eliten p egen“ Herausgeber: Deutscher Pflegerat (DPR) Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen Inhalt: Christine Vogler (verantwortlich) Alt-Moabit 91, 10559 Berlin („Haus der Gesundheitsberufe“) Tel.: 030 398 77 303; Fax 030 398 77 304 www.deutscher-pflegerat.de „PflegePositionen“ - Der offizielle Newsletter des DPR erscheint in Kooperation mit HEILBERUFE - Das Pflegemagazin. Verlag: Springer Medizin Verlag GmbH Heidelberger Platz 3, 14197 Berlin Tel.: 030 827875500, Fax: 030 827875505 Director Professional Care: Falk H. Miekley Chefredakteurin: Katja Kupfer-Geißler Heidelberger Platz 3, 14197 Berlin Tel.: 030 82787 5500, Fax: 030 82787 5505 www.springerpflege.de - AUS DEN VERBÄNDEN Forderungen des DHV aufgenommen Der Koalitionsvertrag von Union und SPD beinhaltet die Umsetzung von drei Hauptzielen des Deutschen Hebammenverbandes e.V. (DHV). Seit Jahren verweist der Verband auf die zunehmende Verschlechterung der Geburtshilfe in Deutschland und fordert die zügige Umsetzung der Akademisierung der Ausbildung. Nun sollen in der kommenden Legislaturperiode die flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe sowie eine qualitativ hochwertige Geburtshilfe sichergestellt werden. Zudem soll die Berufsausbildung zur Hebamme entsprechend einer EU-Vorgabe akademisiert werden. „Nach jahrelangem Ringen für eine bessere Geburtshilfe in Deutschland freuen wir uns sehr über die Aufnahme unserer Themen in den Koalitionsvertrag“, betonte hierzu Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes.„Mit der flächendeckenden Versorgung, einer hohen Qualität der Geburtshilfe und der Akademisierung des Berufsstandes sollen gleich drei unserer wichtigsten Ziele in der neuen Legislaturperiode umgesetzt werden. Das unterstreicht die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Hebammen.“ Der DHV hat in den letzten Monaten in intensiven Gesprächen mit den Parteien und auf bundesweiten Veranstaltungen immer wieder auf die prekäre Situation von Hebammen und Schwangeren hingewiesen. www.hebammenverband.de I m p r e s s u m Das „Sofortprogramm P ege“ im Koalitionsvertrag von Union und SPD reicht nach Meinung einer von der Robert Bosch Stiftung GmbH einberufenen Expertengruppe nicht aus, um den P egenotstand abzuwenden. Im Manifest „Mit Eliten p egen“ wird das deutlich ausgesprochen. U P ege zu gewinnen, müsse der m genügend Fachpersonal für die Beruf insgesamt attraktiver werden und bessere Karrierechancen bieten. Dies könne nur gelingen, wenn den professionell P egenden mehr und auch neue Verantwortungen übertragen werden, beispielsweise durch die geregelte Übernahme von ärztlichen Aufgaben der Primärversorgung im ländlichen Raum und mehr professionelle Autonomie bei allen Interventionen, die p egerische Fachexpertise verlangen. Bild der P ege ändern „Wir brauchen dringend attraktivere Karrierewege in der P ege. Dazu müssen wir das gesellscha…liche Bild der professionell P egenden ändern, das im Moment häu‡g darin besteht, gebrechliche Menschen umzulagern und Essen zu reichen“, sagte Franz Wagner, Präsident des Deutschen P egerats e.V. (DPR) und Mitglied der 40-köp‡gen Expertengruppe der Robert Bosch Sti…ung, bei der Vorstellung des Manifests „Mit Eliten p egen“ in Berlin. Das Manifest zeige, wie die P ege sich weiterentwickeln muss und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig seien. In den vergangenen Jahrzehnten sei das Umfeld der medizinischen und p egerischen Behandlung und Versorgung bei P egebedür…igkeit erheblich komplexer geworden. Hinzu komme, dass der Bedarf an p egerischer Leistung in den kommenden Jahren rasant ansteigen werde. Die Versorgungsqualität hänge daher vor allem von der personellen Aufstellung in der professionellen P ege und deren Quali‡kation ab. „Deutschland benötigt nicht nur mehr Fachpersonal in der professionellen P ege, sondern auch deutlich mehr akademisch quali‡zierte P egefachpersonen in der direkten Versorgung“, so Wagner weiter. Bereits 2012 habe der Wissenscha…srat deshalb eine Akademisierungsquote für die P ege von 10–20% empfohlen. Davon sei Deutschland aktuell weit entfernt. Mehr Verantwortung für P egende Eine zentrale Forderung der Experten: P egefachpersonen soll die Verantwortung übertragen werden, die ihrer Quali‡kation als Fachpersonal entspricht. Vor allem die professionell P egenden können einschätzen, was p egebedür…ige Menschen zur Bewältigung ihrer Situation benötigen. Sie müssen daher auch befugt sein, Versorgungsbedarfe festzusetzen und Maßnahmen der häuslichen Krankenp ege festzulegen. Ein weiterer Vorschlag betriŸ die Sicherung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Dort könne eine P egefachperson hausärztliche Routineaufgaben übernehmen. Dies sei in vielen Ländern längst üblich. Es sei an der Zeit, dass Deutschland auch in der P ege zu internationalen Standards aufschließe. Gerade was die Akademisierung anbetre£e, liege man jedoch derzeit weit hinter vielen Ländern zurück.


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Springer Medizin. Forderungen des DHV aufgenommen, Heilberufe, 2018, 62-62, DOI: 10.1007/s00058-018-3408-8