ALLZWECKWAFFE FÜR RESTAURATIVE ZAHNHEILKUNDE

Der Freie Zahnarzt, Mar 2018

Hans Ulrich Brauer

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ALLZWECKWAFFE FÜR RESTAURATIVE ZAHNHEILKUNDE

ALLZWECKWAFFE FÜR RESTAURATIVE ZAHNHEILKUNDE AUTOR: DR. DR. HANS ULRICH BRAUER M.A. ZAHNARZT ORALCHIRURG Flowables - das Schweizer Taschenmesser für die restaurative Tätigkeit - Buchrezension-- Im Quintessenz-Verlag ist neu das Fachbuch „Restaurieren mit ießfähigen Kompositen“ erschienen. Die englischsprachige Ausgabe „Restoring with Flowables“ ist seit dem Frühjahr 2017 erhältlich. Das „ema des HardcoverBuches mit insgesamt 914 großformatigen Abbildungen sind die Flowables, die ießfähigen Komposite der neuesten Generation. Diese sind zweifelsohne als dentales Multifunktionstool, eine Art zahnärztliche Allzweckwa‘e mit sehr breitem Einsatzbereich gerade in der restaurativen Zahnheilkunde, zu bezeichnen. Das von Douglas A. Terry herausgegebene Buch zeichnet erst üchtig deren historische Entwicklung, die auf das Jahr 1996 – der Geburtsstunde der Flowables – zurückgeht, nach und zeigt dann ausführlich deren heterogene Anwendungspalette in der modernen Zahnheilkunde. In eine klassische Buchgattung lässt sich dieses Werk nicht einsortieren. Es ist eine Art mit vielen Bildern versehene, nicht personenbezogene Festschriš, stimmt es doch ein Loblied auf die moderne Adhäsivtechnik und die neueste Generation der ießfähigen Komposite an. Untermalt wird diese mit ästhetisch wirklich gelungenen Restaurationsberichten zahlreicher Personen (darunter fünf namhaše Vertreter aus der klinischen Wissenschaš sowie 16 Beitragende aus Praxis und Labor). Der Tenor ist, dass die ießfähigen Komposite die zahnärztlichen Behandlungsoptionen erweitern, die Präzision und Vorhersagbarkeit der Ergebnisse erhöhen und helfen, die Behandlungszeit zu verkürzen. VIELZAHL PRAKTISCHER ANWEDUNGSMÖGLICHKEITEN Das Buch ist in vier Kapitel gegliedert: Das erste Kapitel erzählt auf wenigen Seiten die Entwicklung hin zu den ießfähigen Nanopartikelkompositen. Das zweite Kapitel stellt prägnant das adhäsive Konzept in Grundlagen wie Materialauswahl und Präparationsregeln vor und hebt auf die Adhäsion und die Wichtigkeit des Polymerisationsgerätes ab. Das 100 Seiten umfassende Kapitel drei bebildert die bunten Anwendungen für das direkte Restaurieren (unter anderem Frontund Seitenzahnrestaurationen, Mock-up, Provisorien, Schienungen, Wiederbefestigen frakturierter Vollkeramikkronen, VMK-Reparatur, Befestigung kieferorthopädischer Apparaturen, vertikale Stopps für Kieferrelationsbestimmung, Dentinversiegelung bei Präparationen, Zahnfragmentbefestigung, periimplantäre Weichgewebekonturierung, Weichgewebekonditionierung für Zwischenglieder, Verankerung parodontalchirurgischer Nähte und Befestigen indirekter Restaurationen mit vorgewärmtem ießfähigem Komposit). Das vierte Kapitel stellt die Vielzahl praktischer Anwendungsmöglichkeiten der Kompositinjektionstechnik vor. Diese indirekte Technik basiert, so de§niert es der Autor, auf der Überführung eines diagnostischen Wax-ups oder natürlicher anatomischer Zahnformen eines vorhandenen Studienmodells in eine Kompositrestauration mithilfe einer transparenten Abformung (Schablone) als Transfermedium, in die ein hoch füllsto©altiges ießfähiges Komposit injiziert und lichtgehärtet wird. Praktische Anwendungen sind etwa Klasse-IV-Restaurationen, inverse Injektionsschichtung, okklusale Defekte, Lingualretainer, Entwicklung funktioneller Kompositprototypen für de§nitive Versorgung als Scan-Vorlage, Herstellen von Frontzahn-Prototypen, Restaurieren von Milchschneidezähnen und -molaren mit Kompositkronen, Wiederherstellung der Funktion, Veneer-Neuversorgung mit Komposit, UnterkieferFrontzahnveneers und Anwendung bei Adhäsivbrücken. GELUNGENE BEBILDERTE FESTSCHRIFT Die Vorstellung der praktischen Möglichkeiten der Flowables und die Anwendung der Kompositinjektionstechnik sind für zahnärztliche Novizen wie erfahrene Zahnärzte gleichermaßen sehr interessant und erschließen sicherlich einige neue Behandlungsoptionen für die restaurative Tätigkeit. Eine Orientierung in den Kapiteln drei und vier fällt nicht immer ganz leicht. Möglicherweise hätte für die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten eine weitere Unterteilung für mehr Durchblick beim Leser gesorgt. Auch das Verhältnis zwischen dem recht kurz gehaltenen, einleitenden Text bei den einzelnen Fällen zu den klinischen Bildern hätte etwas ausgewogener ausfallen können. Andererseits sprechen die durchweg erstklassigen Fotos und die ausgezeichneten klinischen Fälle für sich und empfehlen sich daher als Restaurieren mit wirklich gelun- ießfähigen Kompositen gene bebilderte DQouuingtleasssAen. zT-eVrerrylagsFestschriš für die 1G.mAbuHa,gBee2rl0i1n7, 292 Seiten, Flowables. 148 Euro


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Hans Ulrich Brauer. ALLZWECKWAFFE FÜR RESTAURATIVE ZAHNHEILKUNDE, Der Freie Zahnarzt, 2018, 50-50, DOI: 10.1007/s12614-018-7205-1