So läuft die kooperative Heimbetreuung

MMW - Fortschritte der Medizin, Apr 2018

Springer Medizin

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So läuft die kooperative Heimbetreuung

MMW Fortschritte der Medizin giert werden können. Sofern eine NäPA-Qualioekation vorliegt, kommen für das Aufsuchen eines Patienten durch einen vom behandelnden Arzt beauftragten angestellten Mitarbeiter der Arztpraxis die Nrn. 38 100 und 38 200 für zusammen 17,68 Euro zum Einsatz. Hier wird praktisch eine identische Leistung wie beim Ansatz der Nrn. 03 062 und 03 064 mit 2,14 Euro weniger vergütet. Allerdings handelt es sich um extrabudgetäres Honorar. Außerdem sind die Leistung an keine Mindestfallzahl der Praxis gebunden! Im Rahmen solcher Besuche können alle Leistungen nach der Vereinbarung über die Delegation ärztlicher Leistungen an nicht-ärztliches Personal zusätzlich abgerechnet werden. Eine Einschränkung: Hausärzte dürfen diese Besuchsleistung durch Praxispersonal nur beim Einsatz im P“egeheim berechnen. Der Einsatz bei Patienten, die in der eigenen Häuslichkeit versorgt werden, ist ausgenommen. ■ 03 040 Zuschlag zur Versichertenpauschale: hausärztlicher Versorgungsauftrag 37 113 37 120 Fallkonferenz (dreimal im Krankheitsfall) 37 100 Zuschlag zur Versichertenpauschale: Heimbetreuung (einmal im oder Behandlungs-, zweimal im Krankheitsfall) 37 102 Zuschlag zu den Nrn. 01 410 oder 01 413 (einmal im Behandlungsfall) zusätzlich möglich: 01 413 Mitbesuch Heimpatient Zuschlag zur Nr. 01 413 bei einem Kooperationsvertrag mit dem Heim - m o c . e b o d a . k t/sc o n a j o B © Eine NäPA ist stets im ärztlichen Auftrag unterwegs. So läuft die kooperative Heimbetreuung _ Um die kooperative und koordinierte ärztliche und p egerische Versorgung im P egeheim zu verbessern, können Vertragsärzte eine Vereinbarung nach § 119b Abs. 2 SGB V mit dem Heim abschließen. Die Hausärzte koordinieren dann die medizinische Versorgung der Versicherten in Abstimmung mit der stationären P egeeinrichtung und den ggf. beteiligten Fachärzten und benennen aus ihrem Kreis einen Koordinationsarzt. In dem Vertrag sollte die Erreichbarkeit der Kooperationsärzte und die Einschaltung des ärztlichen Bereitscha‰sdienstes geregelt sein. Nicht zwingend vorgeschrieben ist ein Angebot außerhalb der Sprechstundenzeiten. Da das Gesetz ausdrücklich auf eine kooperative Betreuung abzielt, sind hier die Bestimmungen des § 11 der Bundesvereinbarung zum Inhalt und zur Durchführung der Abrechnungsprüfungen aufgehoben. Es ist also nicht mehr automatisch eine unzulässige AbrechnungshäuŽgkeit zu vermuten, wenn bei Praxen desselben Versorgungsbereichs 20% der Patienten oder mehr identisch sind. EBM Legende 03 005 Versichertenpauschale ab dem 76. Lebensjahr Euro 22,37 15,34 13,32 11,29 11,29 6,82 MMW KOMMENTAR Zur Abrechnung des vermehrten Aufwands steht pauschal bis zu zweimal innerhalb von vier Quartalen (Krankheitsfall) die Nr. 37 100 EBM als Zuschlag zur Versicherten- oder Grundpauschale zur Verfügung. Alternativ gibt es die Nr. 37 102 als Zuschlag zu den Nrn. 01 410 oder 01 413 einmal im Quartal. Der im Kooperationsvertrag benannte koordinierende Arzt kann anstelle der Nrn. 37 100 bzw. 37 102 einmal im Quartal die Nr. 37 105 berechnen, einen exklusiven Zuschlag zur Versicherten- oder Grundpauschale. Alle genannten Abrechnungspositionen sind für jeden in diesem Rahmen betreuten Patienten ansatzfähig. Bei jedem notwendigen Besuch nach Nr. 01 413 kann darüber hinaus der Zuschlag nach Nr. 37 113 zugesetzt werden. Für die Fallkonferenzen zwischen den kooperierenden Ärzten und dem P“egepersonal, die Teil eines jeden Kooperationsvertrags sein müssen, kann die Nr. 37 120 berechnet werden – allerdings nur bis zu dreimal innerhalb von vier Quartalen. Alle genannten Leistungen des EBM-Abschnitts IV.37 sind von der Wirtschaftlichkeitsprüfung nach Zeitvorgaben ausgenommen und können ggf. mit anderen Nrn. wie den Chroniker- oder Geriatriepauschalen kombiniert werden. ■


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Springer Medizin. So läuft die kooperative Heimbetreuung, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 27-27, DOI: 10.1007/s15006-018-0365-8