TV-süchtige Männer bekommen öfter Darmkrebs

MMW - Fortschritte der Medizin, Apr 2018

Springer Medizin

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TV-süchtige Männer bekommen öfter Darmkrebs

MMW Fortschritte der Medizin 0 Dr. med. Dirk Einecke Chefredakteur TV-süchtige Männer bekommen öfter Darmkrebs Männliche Couchkartoªeln haben ein erhöhtes Risiko für Kolorektalkrebs. Körperliche Aktivität hingegen schützt sie. Diese Schlüsse kann man aus einer prospektiven Kohortenstudie anhand der Daten von 430.584 Männern und Frauen aus der UK Biobank ziehen. Aktivitätslevel und Fernsehgewohnheiten wurden per Fragebogen ermittelt. Nach median 5,6 Jahren waren 2.391 kolorektale Karzinome aufgetreten. Ein statistisch signiŸkanter Vorteil durch hohe Aktivität ergab sich interessanterweise nur für Männer - und auch nur in Bezug auf Karzinome des proximalen Kolons. Auf der anderen Seite resultierten auch nur für Männer Nachteile aus einem täglichen Fernsehkonsum von mehr als fünf Stunden. Im Vergleich zu einem einstündigen Konsum erhöhte sich ihr Risiko für ein kolorektales Karzinom um 26%. ■ Br J Cancer 2018, online 8. März; doi.org/10.1038/bjc.2017.496 - Jeder vierte Patient innerhalb von vier Jahren Infarkt führt oft und schnell zu Herzinsuffizienz Etwa ein Viertel der Patienten, die erstmals einen Herzinfarkt erleiden, entwickelt danach eine Herzinsu¡zienz. Das zeigt eine britische Studie, für die die Daten von fast 25.000 Patienten ausgewertet wurden, die in den Jahren 1998–2010 von Hausärzten oder stationär behandelt worden waren. Bei 23,6% von ihnen wurde die Diagnose Herzinsu¡zienz während der Follow-up-Zeit von median 3,7 Jahren gestellt. Ein Vorho¦immern erhöhte das Risiko um 62%, ein um zehn Jahre höheres Alter um 45%, ein Diabetes um 45%, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit um 38%. Auch COPD, Hypertonie, ein ST Hebungsinfarkt, Rauchen und ein erhöhter BMI entpuppten sich als unabhängige Risikofaktoren. ■ BMJ Open 2018;8:e018331 Auswertung von PET-Scans Schlafprobleme als Risikomarker für Alzheimer Die Anreicherung von Beta-Amyloid im Gehirn kurbelt die Neurodegeneration an und kann so die Entwicklung einer Alzheimerdemenz begünstigen. Eine Studie aus den USA untersuchte nun an 283 Personen den Einoeuss von schlechtem Schlaf auf diesen Prozess. Ausgewertet wurden Angaben zum Schlaf sowie zwei Positronenemissionstomogramme. 22% litten unFolgen von Inaktivität ter exzessiver Tagesmüdigkeit, einem Zeichen für Schlafprobleme. Sie hatten schon beim ersten PET-Scan häuŸger leichte kognitive DeŸzite und mehr Amyloid im Gehirn. Der zweite Scan, im Schnitt 2,2 Jahre später, zeigte eine schnellere Amyloid-Anreicherung als bei guten Schläfern. Metastudie LAMA bei Asthma nicht besser als LABA Wie gut wirken langwirksame Anticholinergika (LAMA), wenn sie neben inhalativen Kortikosteroiden (ICS) bei Asthma bronchiale eingesetzt werden? Was ist von einer um ein langwirksames Betamimetikum (LABA) ergänzten Tripletherapie zu erwarten? Für eine Metaanalyse wurden 15 randomisierte kontrollierte Studien mit Patienten ab 12 Jahren ausgewertet. ICS plus LAMA reduzierte die Zahl der Asthmaanfälle gegenüber ICS allein um 33% und das Risiko für jegliche Asthmaverschlechterungen um 19%. Dagegen gab es keine Vorteile beim Vergleich mit ICS plus einer anderen Dauertherapie, meistens LABA. Auch die Tripletherapie schnitt nicht viel besser ab als die ICSLABA-Kombination. Lediglich das Risiko für eine Asthmaverschlechterung war um 22% reduziert. Die Studienautoren bezweifeln deshalb, dass die Hinzunahme eines LAMA zu einem ICS im Vergleich zur Hinzunahme eines LABA viel bringt.


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Springer Medizin. TV-süchtige Männer bekommen öfter Darmkrebs, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 3-3, DOI: 10.1007/s15006-018-0342-2