Training unter Radiotherapie: Auch bei instabilen Knochenmetastasen?

Im Focus Onkologie, Apr 2018

Philipp Grätzel von Grätz

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Training unter Radiotherapie: Auch bei instabilen Knochenmetastasen?

Trauerarbeit für die Ange- hörigen [Bernacki RE et al. JAMA Intern Med. Training unter Radiotherapie: Auch bei instabilen Knochenmetastasen? - die Patienten wollen gehört werden, müssen aber direkt gefragt werden. Symptome webbasiert erfassen Auch webbasiert lassen sich Symptome und Nebenwirkungen proaktiv erfassen, um dann individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten reagieren zu können, wie Karin Jordan, Heidelberg, ergänzte. Die Patienten werden zu bestimmten Zeitpunkten vom System an die Eingabe der Schwere von Symptomen oder Nebenwirkungen per Mobiltelefon, Tablet oder Computer erinnert. Bei kritischen Angaben erhalten Ärzte/ P°egekrä±e eine elektronische Warnung und in regelmäßigen Abständen Aus Sorge vor Frakturen gelten instabile Knochenmetastasen bisher als eine Kontraindikation für ein onkologisches Bewegungstraining. Die laufende DISPO-2-Studie könnte hier ein Umdenken bewirken. bzw. 26,1% (p = 0,003) [Rief H et al. BMC Cancer. 2014;14:485]. Angesichts dessen wollen die Heidelberger die Wirbelsäulentherapie jetzt auch auf Patienten mit instabilen Metastasen ausdehnen – festgemacht am in der Strahlentherapie gängigen TaneichiScore. Zur Vorbereitung haben sie sich retrospektiv über 900 Patienten mit Wirbelsäulenmetastasen genauer angesehen. [Rief H et al. BMC Cancer. 2015; 15:745]. „Wir konnten zeigen, dass es bei der Rate G die von ihrer Gesamtkonstitution enerell gelte, dass Krebspatienten, her zu einem körperlichen Training in der Lage seien, dies auch tun sollten, sagte Tanja Sprave, Heidelberg. Ein gewisses Fragezeichen gibt es bisher bei Patienten mit Knochenmetastasen. Sie liegen häu g im Bereich der Wirbelsäule, sodass Frakturen das Rückenmark gefährden könnten. Derzeitige Empfehlung sei deswegen, bei instabilen Knochenmetastasen von sportlicher Betätigung abzuraten, so Sprave. Bei Patienten mit stabilen Knochenmetastasen dagegen habe die DISPOStudie des Universitätsklinikums Heidelberg gezeigt, dass sportliche Betätigung segensreich sei. Sie führte konkret dazu, dass deutlich mehr Patienten auf schmerzlindernde ‰erapien ansprachen. Bei intensiver Wirbelsäulengymnastik sprachen in der Trainingsgruppe 48 % der strahlentherapeutisch behandelten Patienten komplett und 20 % partiell auf die Schmerztherapie an. In der Kontrollgruppe mit Entspannungstherapie – heiße Wickel – waren es nur 21,7 Berichte des Verlaufs. Ein solches System ist auch in der Breite und nicht nur an Zentren einsetzbar. Ihrer Erfahrung nach nutzen auch ältere und nicht computererfahrene Patienten solche Systeme gerne. Es reicht allerdings nicht, die Schwere von Symptomen zu dokumentieren, es muss vorab auch de niert werden, was bei bestimmten Angaben zu tun ist, beispielsweise, wenn ein Patient um 23.45 Uhr eingibt, er leide unter einer Diarrhö des Grads 4. Ohne zusätzliche Finanzierung sei das nicht zu lösen, betonte Jordan. Friederike Klein Bericht vom 33. Deutschen Krebskongress vom 21. bis 24. Februar 2018 in Berlin. an pathologischen Frakturen keinen signi kanten Unterschied zwischen Patienten mit und ohne Korsett gab“, so Sprave. So abgesichert wurde dann die DISPO2-Studie aufgelegt, die derzeit rekrutiert. Jeweils 30 Patienten werden konventionell ohne Bewegungstherapie versorgt oder erhalten fünfmal die Woche ein Wirbelsäulentraining – ohne Korsett. Bisher seien die Erfahrungen positiv, so Sprave: „Das Training kommt bei den Patienten sehr gut an. Viele sind enttäuscht, wenn sie in die Kontrollgruppe gelost werden.“ Die Radioonkologin geht davon aus, dass die Rekrutierung noch dieses Jahr abgeschlossen und Ergebnisse dann 2019 vorgelegt werden können: „Unser Ziel ist, die gängigen Empfehlungen zu hinterfragen.“ Philipp Grätzel von Grätz Bericht vom 33. Deutschen Krebskongress vom 21. bis 24. Februar 2018 in Berlin. Tumorbedingte Fatigue: „Den Patienten vom Sofa holen“ Sport wirkt sich positiv aus bei Patienten mit tumorbedingter Fatigue. Es gehe nicht darum, alle Patienten zu Halbmarathonläufern oder Bodybuildern zu machen, sagt die Psychoonkologin Dr. Pia Heußner im Video-Interview. „Sondern es geht darum, Patienten erst einmal vom Sofa zu holen.“ Das Video ’nden Sie hier: www. springermedizin.de/link/15490840


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Philipp Grätzel von Grätz. Training unter Radiotherapie: Auch bei instabilen Knochenmetastasen?, Im Focus Onkologie, 2018, 39-39, DOI: 10.1007/s15015-018-3893-2