Herzrisiko hängt von Nachbarschaft ab

MMW - Fortschritte der Medizin, Apr 2018

Um das Herz-Kreislauf-Risiko zu senken, geht man körperliche Gebrechen und Lebensstilfaktoren an. Eine Studie zeigt, dass ein unvorteilhafter Wohnort als Risikofaktor bislang stark unterschätzt wurde.

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15006-018-0423-2.pdf

Herzrisiko hängt von Nachbarschaft ab

MMW Fortschritte der Medizin Herzrisiko hängt von Nachbarschaft ab Prof. Dr. med. 0 Prof. Dr. med. 1 Dr. rer. nat. 2 Prof. Dr. med. 3 Prof. Dr. med. 4 Prof. Dr. med. Dr. 5 0 H. Holzgreve , Internist, München 1 C. Diehm , Angiologie, Max Grundig Klinik, Baden-Baden 2 C. Holzapfel, Institut für , Ernährungsmedizin, Klinikum rechts, der Isar, München 3 G. Klose , Facharztpraxis für, Innere Medizin, Gastroenterologie, Kardiologie, Bremen 4 J. Bargon , St. ElisabethenKrankenhaus, Frankfurt 5 phil. S. Evers, Klinik für Neurologie, Krankenhaus , Lindenbrunn, Coppenbrügge Um das Herz-Kreislauf-Risiko zu senken, geht man körperliche Gebrechen und Lebensstilfaktoren an. Eine Studie zeigt, dass ein unvorteilhafter Wohnort als Risikofaktor bislang stark unterschätzt wurde. grenze lagen und wie viele alleinerziehende Mütter es gab. Aus diesen Faktoren wurde ein Index erstellt. So kam man auf etwa 2.000 Personen, die in den am stärksten benachteiligten Nachbarschaˆen lebten. Unter ihnen lag der Frauenanteil überdurchschnittlich hoch, sie hatten häu“ger eine dunkle Hautfarbe, einen leicht erhöhten Blutdruck und Diabetes mellitus. Auch die Raten für koronare Herzerkrankung und periphere arterielle Verschlusskrankheit waren erhöht. Die soziale Benachteiligung war rechnerisch für 32% des Risikos für eine kardiovaskuläres Ereignis verantwortlich. Die Autoren weisen auch auf die potenzielle Rolle von Luˆverschmutzung und Feinstaub, die eingeschränkten Möglichkeiten für gesunde Ernährung und den Mangel an Fitnessstudios in benachteiligten Stadtvierteln hin. - _ An der Cleveland Clinic im US-Bundesstaag Ohio wurde anhand der Daten von 110.000 Patienten im mittleren Alter von 56 Jahren untersucht, ob das Wohnen in einer sozial benachteiligten Gegend das Krankheitsrisiko erhöht. Dafür wurden Faktoren aus der unmittelbaren Nachbarschaˆ ermittelt, z. B. wie hoch der Anteil der Personen mit weißer Hautfarbe oder mit Hochschulabschluss war, wie viele Menschen bei Medicaid oder gar nicht krankenversichert waren, wie viele Haushalte unter der ArmutsIn dieser Umgebung sind ihre Aussichten schlechter. ) n e ll e d o m o t o F it m d ill b o b m y S ( k itc o S /se g a m Itt y e G / x x fi a r g o ft o ©


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15006-018-0423-2.pdf

C. Diehm. Herzrisiko hängt von Nachbarschaft ab, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 34-34, DOI: 10.1007/s15006-018-0423-2