Schon eine Zigarette am Tag erhöht das Risiko

InFo Neurologie & Psychiatrie, Apr 2018

Springer Medizin

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Schon eine Zigarette am Tag erhöht das Risiko

In|Fo|Neurologie & Psychiatrie Schon eine Zigarette am Tag erhöht das Risiko Ergebnisse: Die Ergebnisse für Schlaganfälle stützten sich auf die Daten von 3,4 Millionen Männern und 3,6 Millionen Frauen. Dabei traten 71.173 Schlaganfälle bei Männern und 60.520 bei Frauen auf. Das relative Risiko für Raucher verglichen mit Nichtrauchern betrug 1,25 für eine Zigarette am Tag, 1,30 für fünf Zigaretten am Tag und 1,64 für 20 Zigaretten am Tag. Bei Frauen lagen die entsprechenden relativen Risiken bei 1,31, 1,44 und 2,16. Die Werte für alle Risikogruppen waren statistisch signi kant. Das Risiko war bei Rauchern im Alter unter 45 Jahren am höchsten. Auch für die KHK ergab sich ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Zahl täglich gerauchter Zigaretten und dem Risiko. - Fragestellung: Führt bereits ein geringer Konsum von Zigaretten zu einem erhöhten Schlaganfallrisiko? Hintergrund: Zigarettenkonsum ist ein eindeutig belegter Risikofaktor für koronare Herzerkrankung (KHK), akuten Myokardinfarkt und ischämischen Insult. Die Empfehlungen bezüglich der Prävention vaskulärer Erkrankungen schwanken allerdings zwischen einer völligen Beendigung des Rauchens und der Reduktion des Zigarettenkonsums. Daher untersuchten die Autoren, ob auch ein geringer Konsum von ein bis fünf Zigaretten am Tag das Schlaganfallrisiko erhöht. Hackshaw A, Morris JK, Boniface Set al. Low cigarette consumption and risk of coronary heart disease and stroke: metaanalysis of 141 cohort studies in 55 study reports. BMJ 2018; 360: j5855 Patienten und Methodik: Es handelt sich um eine systematische Literaturrecherche und Auswertung von Kohortenstudien, in denen der Zigarettenkonsum sowie das KHK- und das Schlaganfallrisiko untersucht wurden. Identi ziert wurden 141 Kohortenstudien mit beinahe sieben Millionen Teilnehmern. Erfasst wurde zunächst das generelle Risiko vaskulärer Erkrankungen bei Rauchern, anschließend wurde das Risiko für Menschen berechnet, die nur eine Zigarette am Tag rauchen. Schlussfolgerung: Schon der Konsum einer Zigarette am Tag erhöht das Risiko für Schlaganfall und koronare Herzerkrankung. Diese riesige Kohortenstudie hat eine hohe Relevanz für die Beratung von Patienten mit Schlaganfallrisiko oder Patienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben. Da bereits der Konsum einer Zigarette am Tag das Risiko für vaskuläre Ereignisse signi kant erhöht, sollten Patienten dahingehend beraten werden, den Nikotinkonsum komplett aufzugeben und nicht die Zahl der Zigaretten zu reduzieren. Bei der Nikotinabhängigkeit handelt es sich zudem um ein Abhängigkeitsverhalten, das in aller Regel nur durch eine strukturierte Verhaltenstherapie im Gruppensetting behandelt werden kann. Psychostimulanzien und Substanzkonsum bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung Fragestellung: Diese Studie untersucht, inwieweit eine spezi sche Medikation bei Aufmerksamkeitsde zit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) mit dem Risiko von Substanzkonsumstörungen verbunden ist. Hintergrund: Die ADHS ist eine häu ge Entwicklungsstörung, die o‚ bis über das Jugendlichenalter hinaus nachzuweisen ist. Dabei sind Substanzkonsumstörungen eine bedeutende Komorbidität und gemeinsame genetische Ein†üsse werden diskutiert. Außerdem steigt die Mortalität bei ADHS-Betro‰enen mit Komorbiditäten. Eine Behandlung mit Psychostimulanzien ist Mi-t tel der Wahl bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer ausgeprägten ADHS. E‰ekte auf das Risiko, eine Substanzkonsumstörung zu entwickeln, werden dabei kontrovers diskutiert. Einschätzungen reichen von einer befürchteten Sensibilisierung für problematischen Substanzkonsum durch die Medikation bis hin zu vermuteten protektiven E‰ekten durch die medikamentöse Behandlung der ADHS-Symptome. Die bisherige Studienlage ist – besonders was die Kontrolle von möglichen Ein†ussfaktoren angeht – heterogen. Patienten und Methodik: Es wurden US-amerikanische Datensätze von Krankenhaus- und ambulanten Patienten und den Verordnungen der Jahre 2005–2014 zur Analyse verwendet. So konnten die Daten von 2.993.887 Patienten (47,2 % weiblich) mit einer ADHS-Diagnose und einer Medikation mit Psychostimu


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Springer Medizin. Schon eine Zigarette am Tag erhöht das Risiko, InFo Neurologie & Psychiatrie, 2018, 22-22, DOI: 10.1007/s15005-018-2571-4