Hormontherapie kann depressiven Verstimmungen vorbeugen

MMW - Fortschritte der Medizin, Apr 2018

Das Risiko, in der Perimenopause Symptome einer Depression zu entwickeln, konnte in einer randomisierten Studie durch eine Hormontherapie reduziert werden.

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Hormontherapie kann depressiven Verstimmungen vorbeugen

MMW Fortschritte der Medizin Hormontherapie kann depressiven Verstimmungen vorbeugen Menopausaler Übergang Das Risiko Nach Aortenklappenersatz - _ In der Peri- und frühen Postmenopause steigt das Depressionsrisiko um den Faktor zwei bis drei. Es wird vermutet, dass die extremen Östradiolschwankungen während der Perimenopause zu dieser Risikosteigerung beitragen. Gestützt wird diese Hypothese durch eine randomisierte Studie mit 172 Frauen, die im mittleren Alter von 51 Jahren in der Peri- oder frühen Postmenopause und euthym waren. 86 wurden zwölf Monate lang mit transdermalem Östradiol (0,1 mg/d) und intermittierend mit oralem mikronisiertem Progesteron (alle drei Monate 200 mg für zwölf Tage) behan Mit Hormonen aus dem Stimmungstief? delt, die übrigen Frauen erhielten eine zweifache Placebobehandlung. Alle zwei Monate wurden die Teilnehmerinnen ll) e d o m o t o F it m d ill b o b m y S i(rr y a b L o t o h P e c n e i I/c S E N A H P II/ N S O V [] M © nach depressiven Symptomen auf der Center for Epidemiologic Studies-Depression Scale (CES-D) gefragt. Der CES-D-Score reicht von 0 bis 60, von relevanten depressiven Symptomen wird bei Werten über 16 ausgegangen. In der Placebogruppe hatten 32% der Frauen bei mindestens einem Untersuchungstermin einen CES-D-Score > 16. Unter der Hormontherapie war das nur bei 17% der Fall. Das adjustierte Risiko der unbehandelten Teilnehmerinnen lag damit mehr als doppelt so hoch. Ein signioekant positiver Ežekt der Hormontherapie – unabhängig von der Anwesenheit klimakterischer Beschwerden – auf die Stimmungslage war nur bei Frauen in der frühen Perimenopause nachzuweisen. ■ bs ■ Gordon JL et al. JAMA Psychiatry 2018, online 10. Januar 2018 Depression verschlechtert Prognose Eine Depression ist bei Patienten, die sich einer Aortenklappenintervention unterziehen, kein gutes Zeichen: Die Sterberate im ersten Jahr nach dem Eingriff ist um das Zwei- bis Dreifache erhöht. _ Herzkranke haben bekanntlich eine relativ schlechte Prognose, wenn sie zusätzlich unter einer Depression leiden. Als Gründe werden eine schlechte Compliance, ein ungesunder Lebensstil, aber auch proentzündliche Auswirkungen eine überaktiven Stressachse diskutiert. Dass auch Patienten mit Herzklappenersatz deutlich früher sterben, wenn sie zusätzlich trübe gestimmt sind, haben nun Forscher vom Jewish General Hospital in Montreal gezeigt. Teilnehmer der sog. FRAILTY-AVR (Frailty Aortic Valve Replacement)-Studie waren 1.035 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 81 Jahren, die sich einer TAVI oder einer Op. zum Klappenersatz unterzogen. Erfasst wurde eine Depression mit einer Kurzversion der „Geriatric Depression Scale (GDS)“. Die GDS besteht in dieser Form aus fünf Fragen, etwa „Fühlen Sie sich hilªos/gelangweilt/wertlos/unzufrieden?“. Werden mindestens zwei Fragen bejaht, wird von einer Depression ausgegangen. Zu Beginn der Studie und zum Zeitpunkt des Eingrižs zeigte knapp ein Drittel der Befragten Hinweise auf eine Depression, nur 89 (9%) hatten jedoch eine Depressionsdiagnose. Einen Monat nach dem Eingriž waren 7,4% der Patienten mit depressiven Symptomen gestorben, aber nur 3,0% der Patienten ohne Anzeichen einer Depression. Wurden Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen und Gebrechlichkeit berücksichtigt, lag die Sterberate bei den Depressiven immer noch etwa doppelt so hoch (Odds Ratio, OR = 2,2). Eine depressive Stimmung erwies sich sogar als einziger unabhängiger Faktor für das vorzeitige Ableben. ■ mut


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bs. Hormontherapie kann depressiven Verstimmungen vorbeugen, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 22-22, DOI: 10.1007/s15006-018-0411-6