Wenn Stress Tinnitus verstärkt

MMW - Fortschritte der Medizin, Apr 2018

Constance Jakob

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Wenn Stress Tinnitus verstärkt

MMW Fortschritte der Medizin Das ist in der Hausarztpraxis machbar 0 Pressekonferenz „Tinnitus - Zu viel um die Ohren“; Hamburg , Februar 2018, Veranstalter: Dr. Willmar Schwabe - _ Chronische Schmerzen sind in der Regel mit einer medikamentösen Žerapie allein nicht beherrschbar. Dennoch sei auch in der hausärztlichen Praxis eine erfolgreiche Schmerzbehandlung möglich, berichtete Dr. Heiner Buschmann, niedergelassener Allgemeinmediziner aus Übach-Palenberg. Die Žerapie muss neben dem Grundleiden auch die psychischen und sozialen Aspekte der Schmerzkrankheit berücksichtigen. Nur in schwierigen Fällen, wie bei der Behandlung von Patienten mit Mixed Pain-Syndromen, Komorbiditäten oder Tumordurchbruchschmerzen sollte rechtzeitig ein spezialisierter Schmerztherapeut hinzugezogen werden. Auch wenn die Zu viel um die Ohren _ Irrlevante Ohrgeräusche unterdrückt das Gehirn in der Regel, wodurch sie meist unbemerkt bleiben. Bei akuten Hörschäden, Kiefergelenksverspannungen oder Stress kann es jedoch dazu kommen, dass sich diese Störsignale als Tinnitus bemerkbar machen, so Dr. Uso Walter, Facharzt für HNO, Duisburg. Hinzu kommt, dass Tinnitus per se Stress auslöst, berichtete Walter. Das wiederum verstärkt den Tinnitus – es kommt zu einem Teufelskreis. Multimodale Therapie gegen Ohrgeräusche Mehrere Ansätze helfen dabei, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Zur Stressreduktion werden Entspannungsverfahren, eine kognitive Verhaltenstherapie und akustische Žerapien eingeWenn Stress Tinnitus verstärkt Schmerzbehandlung eine Domäne des Hausarztes ist, lasse sich bei schwierigen Patienten in interdisziplinärer Zusammenarbeit mehr erreichen. Wenn man sich ein entsprechendes Netzwerk aufgebaut hat, kann schon ein kurzer Telefonanruf bei einem Kollegen weiterhelfen. Opioidanalgetika richtig einsetzen Transdermale Opioide sind ein unverzichtbarer Baustein einer multimodal orientierten Schmerztherapie. Durch moderne Opioide wird die Schmerztherapie für den behandelnden Arzt einfacher und sicherer. Wie Buschmann am Beispiel einer 84-jährigen, 48 kg schweren Patienten mit schweren Herpes-Zoster-Schmerzen zeigte, kann selbst in hohem Alter mit einem Fentanyl-P¢aster eine e™ektive und gut verträgliche Schmerztherapie gelingen. Wichtig ist in solchen Fällen, das Körpergewicht im Auge zu behalten, mit niedrigen Dosierungen in die Žerapie einzusteigen und die Dosis in sehr kleinen Schritten zu erhöhen. P¢astersysteme wie FentanylHexal® MAT, die in mehreren Wirksto™dosen verfügbar sind, können eine individuelle und maßgeschneiderte Schmerzbehandlung erleichtern. ■ Abdol A. Ameri ■ Lunch-Symposium „Drei Experten, ein Patient – wer, wie, wo und was? Praxisbeispiele für eine patientenzentrierte Versorgung“, Deutscher Schmerz- und Palliativtag; Frankfurt, März 2018 (Veranstalter: Hexal) setzt. Dadurch kann die innere Einstellung des Patienten zu seinem Tinnitus so verändert werden, dass ihn die Erkrankung weniger belastet. Wichtig ist auch, den Patienten über die meist harmlosen Ursachen des Tinnitus zu informieren, riet Walter. Dadurch verliert die Erkrankung ihren Schrecken. Besteht eine akute Erkrankung des Ohrs, wie z. B. ein Hörsturz oder ein Schalltrauma, kann Kortison eingesetzt werden. Bei schon länger bestehenden Beschwerden oder Tinnitus ohne akuten Innenohrschaden wirkt Kortison laut Walter jedoch nicht. In diesen Fällen kann d er Spezialextrakt EGb761 (Tebonin®) helfen. Der Ginkgo-biloba-Extrakt verbessert die Mikrodurchblutung des Innenohrs, wirkt durch einen antioxidativen E™ekt k itc o S /se g a m Itt y e G r/s u c r A _ ir u Y © Wird der Stress zu groß, kann das Gehirn irrelevante Ohrgeräusche nicht mehr ausblenden. neuroprotektiv und verbessert die neuronale Plastizität, so Walter. ■ Dr. Constance Jakob


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Constance Jakob. Wenn Stress Tinnitus verstärkt, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 65-65, DOI: 10.1007/s15006-018-0440-1