Viele Frauen stufen die STI-Gefahr als niedrig ein

MMW - Fortschritte der Medizin, Apr 2018

Springer Medizin

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Viele Frauen stufen die STI-Gefahr als niedrig ein

MMW Fortschritte der Medizin 0 Dr. med. Brigitte Moreano Stellvertretende Chefredakteurin - Trotz bestehender Risiken Viele Frauen stufen die STI-Gefahr als niedrig ein Menschen mit Verdacht auf nicht zöliakiebedingte Glutenunverträglichkeit (NonCoeliac Gluten Sensitivity, NCGS) reagieren im Doppelblindtest häu ger auf Placebo als auf Gluten, wie eine Studie aus Norwegen gezeigt hat. 20 Patienten mit Verdacht auf NCGS, die sich deswegen glutenfrei ernährten, nahmen randomisiert an vier doppelblinden Provokationstests teil. Bei zwei Tests erhielten sie glutenfreie Mu†ns (Placebo), bei den anderen beiden Mu†ns mit jeweils 5,5 g Gluten. Überraschenderweise war der Schweregrad der Symptome am höchsten, wenn eine Placeboprovokation erfolgt war. Nur bei vier Patienten führten die Glutenprovokationen zu einer Verschlechterung gegenüber der Ausgangssituation. Die Ärzte raten, bei Patienten mit Verdacht auf NCGS das Befolgen von glutenfreien Diäten zu hinterfragen bzw. darauf zu achten, dass es nicht zu einer Mangelernährung kommt. ■ Neurogastroenterology & Motility, online 15. März 2018 tion (STI), berichten skandinavische Forscher. Bei der Befragung vonknapp 43.000 Frauen zwischen 18 und 45 Jahren wurde deutlich, dass ein erheblicher Teil von ihnen sich trotz Risikoverhaltens keiner be sonderen Gefährdung ausgesetzt sah. Von den Frauen mit drei oder mehr neuen Sexpartnern während der letzten sechs Monate hielten es mehr als die Häl¡e für wenig wahrscheinlich, sich eine STI einzufangen. Und zwei von drei Frauen, die von allenfalls unregelmäßigem Kondomgebrauch ihrer neuen Partner berichteten, sahen ebenfalls keinen gesteigerten Grund zur Sorge. ■ Sexually Transmitted Infections 2018, online 9. März 2018 Diabetiker, die am Essen sparen müssen, sind signi kant schlechter eingestellt als Patienten mit ausreichendem Budget. Forscher von der Harvard Medical School in Boston haben 391 Diabetiker über drei Jahre beobachtet. Arme Patienten hatten um signi kante 0,6 Prozentpunkte höhere HbA1c-Werte (7,6%) als nanziell besser gestellte. Fanden sich dagegen in der näheGluten unschuldig unter Verdacht? ren Umgebung keine Lebensmittelgeschäfte, hatte das keine negativen Auswirkungen auf den HbA1c. Fazit der Autoren: Um die Situation armer Diabetiker zu verbessern, hil¡ es wenig, den Zugang zu Nahrungsmitteln zu verbessern, solange die Patienten sich die Waren nicht leisten können. ■ Diab Care 2018, online 19. März Viele Frauen unterschätzen ihre Gefährdung für eine sexuell übertragbare InfekDiabetes-Management Ist das Geld für Essen knapp, steigt der HbA1c Männerherzen unter Druck Lärm und Stress bei der Arbeit erhöhen KHK-Risiko k Mit steigendem Lärmpegel im Job klettert tc o skn das Risiko, eine KHK zu entwickeln. In eii /Th ner schwedischen Kohortenstudie wurden k tSo die Daten von 5.753 Männern der Jahrc i IN gänge 1915–1925 ausgewertet. Wäh/ R AGD rend der Beobachtungszeit von LV© 94.222 Personenjahren waren 1.004 Teilnehmer an einer KHK erkrankt. Männer, die in ihrem Berufsleben mittleren Geräuschpegeln (75– 85 dB) ausgesetzt waren, hatten im Vergleich zu Personen mit einer Lärmbelastung < 75 dB ein um 15% höheres KHK-Risiko. Bei hohem Lärmpegel (> 85 dB) war das Risiko um 27% gesteigert. Besonders ausgeprägt waren die kardiologischen Lärmfolgen für derjenigen, die bei ihrer Arbeit auch unter starkem psychi schem Druck standen. Bei einer Geräuschkulisse von > 75 dB stieg das KHK-Risiko dann altersadaptiert um 80% und unter Berücksichtigung anderer Störfaktoren um 73%. ■ BMJ Open 2018;8:e019160


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Springer Medizin. Viele Frauen stufen die STI-Gefahr als niedrig ein, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 3-3, DOI: 10.1007/s15006-018-0393-4