Honorar-Nepp beim Medikationsplan?

MMW - Fortschritte der Medizin, Apr 2018

Springer Medizin

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Honorar-Nepp beim Medikationsplan?

MMW Fortschritte der Medizin Honorar-Nepp beim Medikationsplan? Rufen Sie an! Tel. donnerstags - ?Dr. P. W., Allgemeinarzt, Rhein land-Pfalz: Bei der Überprüfung der Leistungszi ernstatistik der KVAbrechnung habe ich den Eindruck, dass die Nr. 01630 für den Medikationsplan zu selten vergütet wird. Eigentlich haben wir mehr Fälle, die dafür infrage kommen. Was raten Sie? Mit dem Plan behalten Patienten den Überblick. !MMW-Experte Walbert: Alle Ach tung, dass Sie sich so intensiv mit der Abrechnung beschä igen und die Plausibilität überprüfen! Die Überprüfung der Nr. 01 630 wird allerdings dadurch erschwert, dass sie nur einmal im Krankheitsfall – also in nerhalb von vier Quartalen – abrechenbar ist. Die Anzahl der vergüteten Fälle schwankt durch diese Bestimmung von Quartal zu Quartal. Die Überprüfung ist fast unmöglich, wenn nicht praxisintern entsprechende Listen exakt geführt werden. Hinzu kommen diverse Ausschlüsse. Bei allen Patienten, für die im gleichen k Quartal die Chronikerpauschale und tSo der automatische Zuschlag nach Nr. c i seg 03 222 vergütet werden, ist die Nr.01 630 / Iam ausgeschlossen. Der Medikationsplan ist y t teG bereits fakultativer Inhalt der Chroni/ ian kerpauschale – sie wird also unabhängig lt -aK davon vergütet, ob für den Patienten tata vE© sächlich ein Plan erstellt wurde, aber es ist auch keine zusätzliche Abrechnung daneben möglich. Auch neben dem hausärztlich-geriatrischen Betreuungskomplex nach Nr. 03 362 ist eine Abrechnung der Nr. 01 630 ausgeschlossen. In diesem Fall ist der Medikationsplan sogar obligater Bestandteil. Noch wichtiger ist allerdings, dass seit dem 1. Oktober 2016 eine ganze Reihe von Patienten auch einfach auf Wunsch Anspruch auf einen Medikationsplan haben. Das gilt dann, wenn sie gleichzeitig mindestens drei zulasten der GKV verordnete, systemisch wirkende Medikamente über einen Zeitraum von mindestens 28 Tagen einnehmen oder anwenden. Diesen Patienten muss die ein Medikationsplan erstellt werden, der dann nach der Nr. 01 630 abgerechnet wird. Auch hier gilt der Krankheitsfall als Frist für die nächste Abrechnung – egal wie viele Erkrankungen während dieses Jahres über 28 Tagen behandlungsbedür ig werden. z Vitamin D zahlt mitunter die Kasse ?Dr. A. S., Hausarzt-Internist, Köln, Nordrhein: Nach Frakturen bei manifester Osteoporose sind VitaminD-Präparate zulasten der GKV verordnungsfähig. Gilt das auch für andere Indikationen? Wie gehe ich bei nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel vor? !MMW-Experte Walbert: Bei einem laborchemisch nachgewiesenen, bei Steroidtherapie (> 7,5 mg Prednisolonäquivalent für voraussichtlich länger als sechs Monate), z.B. bei Rheuma oder Polymyalgie, kann zulasten der Krankenkasse verordnet werden. Ein weiterer möglicher Fall, der auch in der Hausarztpraxis vorkommt, ist die Verordnung zur Rachitisprophylaxe bei Säuglingen und Kleinkindern bis zum vollendeten 2. Lebensjahr. z


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Springer Medizin. Honorar-Nepp beim Medikationsplan?, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 30-30, DOI: 10.1007/s15006-018-0420-5