Gut absichern für den Auslandsjob

CME, Apr 2018

Springer Medizin

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Gut absichern für den Auslandsjob

Todesfall durch Gelbfieber Mehr Infos auf: www.who.int/csr/don/ -february- -yellow-fever-brazil/en/x Claudia Daniels Redakteurin - Das CRM Centrum für Reisemedizin warnt vor einem erhöhten Tollwutrisiko in Südafrika. Mitte Februar ist in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal ein sechsjähriger Junge nach einem Hundebiss an Tollwut verstorben. Im vergangenen Jahr wurden in dem Land sechs Todesfälle durch Tollwut bestätigt, je zwei in den Provinzen Eastern Cape und Limpopo und je einer in den Provinzen KwaZulu-Natal und Mpumalanga. Die häu–gste Infektionsquelle waren Hundebisse. Bei entsprechenden Kontakten und Verletzungen sollten Reisende sofort einen Arzt aufsuchen. Ist bei einer Reise oder bei einem längeren Aufenthalt ein mögliches Risiko durch Hundebisse vorhersehbar, sollte eine vorbeugende Impfung erwogen werden. Nicht nur bei Personen, die Kontakt zu au-s ländischen Medizinsystemen haben, sondern auch bei „normalen“ Touristen sollte bei Infektionen besonderes Augenmerk auf multiresistente Erreger (MRE) gelegt werden. Immerhin sind in Indien 75% der Menschen Träger von Extended Spectrum Betalaktamase-bildenden (ESBL) Bakterien. Studien in Schweden und in Deutschland zeigen, dass ESBL nicht selten durch Reisen erworben wird. So zeigte eine prospektive Kohortenstudie in Deutschland bei Reisenden in 53 verschiedene Länder einen Anteil an ESBL-Trägern vor der Reise von 6,8%, nach der Reise von 40%. Besonders hoch war das Risiko bei Aufenthalten in Indien und Süd-Ost-Asien. Eine Gastroenteritis im Reiseland erhöhte die Wahrscheinlichkeit. Die Persistenz nach sechs Monaten lag bei 8,6%. In der schwedischen Studie lag die Zahl der ESBL-Träger bei 2,4% vor und 30% nach der Reise. Immer mehr Notfälle auf Flugreisen Medizinische Notfälle in Flugzeugen kommen immer häu–ger vor, berichten kanadische Mediziner. Denn mit der steigenden Zahl der Flugreisenden weltweit gibt es auch immer mehr Notfälle. Auch das höhere Alter vieler Passagiere und die größere Anzahl von Reisenden mit Gesundheitsproblemen ist für die Zunahme der Notfälle verantwortlich. Zudem iegen mehr Menschen Langstrecken. Als häu–gste Gründe für Hilfseinsätze im Flieger identi–zierten die kanadischen Forscher Bewusstlosigkeit (37%), Atemprobleme (12%), Übelkeit (10%), Herzprobleme (8%) und Krampfanfälle (6%). Sie raten dazu, dass anwesende Ärzte, P e ger und Krankenschwestern in schwerwiegenden Notfällen ein Team mit klar verteilten Rollen bilden sollen. Anders als in Kanada oder den USA sind in Deutschland mitreisende Ärzte gesetzlich verp ichtet, Hilfe zu leisten. YouTube-Link zum Infovideo: http://bit.ly/2sTwROUxx Der Sommer steht vor der Tür und damit beginnt für viele Unternehmungslustige auch die Urlaubs- und Reisezeit. Jung und Alt zieht es in die Ferne, doch vor allem betagte Globetrotter sollten sich vor einer längeren Reise medizinisch beraten lassen. Wie Sie Ihre Patienten in puncto Gesundheit optimal und individuell auf Tropen, Nordkap oder Alpen vorbereiten, lesen Sie neben vielen weiteren spannenden Themen im Schwerpunkt „Reisemedizin“ ab Seite 22. Gut absichern für den Auslandsjob Wollen Ärzte in Ausbildung oder junge Ärzte im Ausland arbeiten, darf im Reisegepäck der richtige Versicherungsschutz nicht fehlen. Die Berufsha p icht-Police sollte nicht nur Sachschäden, sondern auch Fehler bei Behandlungen absichern. In der Regel liegt die Versicherungssumme pro Fall bei fünf Millionen Euro. Aber nicht in allen Ländern ist dies aureichend: Australische Kliniken fordern eine Deckungssumme von 20 Mio. australischen Dollar. Bei Auslandsaufenthalten in den USA sollte man vorher nachfragen, welche Versicherungssummen verlangt werden, denn hier herrschen bundesstaatenabhängige Vorgaben zum Ha p ichtschutz. Fünf Millionen Euro sind auch hier o zu wenig. Die Deutsche Ärzteversicherung kooperiert bei der Ha p icht mit dem Hartmannbund und dem Marburger Bund. Studenten und Ärzte in Ausbildung, die Mitglieder dieser Berufsverbände sind, können diese sich aus Privat- und Berufsha p ichtpolicen zusammensetzenden Angebote günstiger bekommen. Wer bereits eine Ha p icht-Police ab geschlossen hat, sollte beim Anbieter nachfragen, welche Schäden bis zu welcher Summe bereits versichert sind und ob der Schutz eventuell aufgestockt werden muss.


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Springer Medizin. Gut absichern für den Auslandsjob, CME, 2018, 3-3, DOI: 10.1007/s11298-018-6607-3