Pflege neu denken

Heilberufe, Apr 2018

Springer Medizin

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Pflege neu denken

Das P egemagazin Herausgeber: Deutscher Pflegerat (DPR) Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen Inhalt: Christine Vogler (verantwortlich) Alt-Moabit 91, 10559 Berlin („Haus der Gesundheitsberufe“) Tel.: 030 398 77 303; Fax 030 398 77 304 www.deutscher-pflegerat.de „PflegePositionen“ - Der offizielle Newsletter des DPR erscheint in Kooperation mit HEILBERUFE - Das Pflegemagazin. Verlag: Springer Medizin Verlag GmbH Heidelberger Platz 3, 14197 Berlin Tel.: 030 827875500, Fax: 030 827875505 Director Professional Care: Falk H. Miekley Chefredakteurin: Katja Kupfer-Geißler Heidelberger Platz 3, 14197 Berlin Tel.: 030 82787 5500, Fax: 030 82787 5505 www.springerpflege.de - KURZ GEMELDET Kammergesetz in NRW kommt Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen (NRW), will eine Vertretung der professionell Pflegenden auch in NRW; er sieht sie als„mächtiges Instrument“. Bis zum Sommer 2018 will er den Entwurf eines Kammergesetzes für die Pflegeberufe in Nordrhein-Westfalen veröffentlichen. „In diesen Entwurf werden wir alles reinschreiben, was geht.“ Die professionell Pflegenden sollen so viele Mitbestimmungsmöglichkeiten wie möglich haben. „Wenn es in NRW mit einer Pflegekammer klappt, dann ist für das Thema Pflegekammer die Messe in Deutschland gelesen. Wir legen Euch jetzt den Ball auf den Elfmeterpunkt. Verwandeln müsst Ihr jedoch selbst“, sagte Karl-Josef Laumann mit Blick auf die kommende Befragung der professionell Pflegenden in NRW. Bereits in seiner Zeit als Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung und zugleich Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium (in den Jahren 2013 bis 2017) hat sich Laumann vehement für die Einrichtung von Pflegekammern in den Bundesländern und eine Bundespflegekammer eingesetzt. www.mags.nrw I m p r e s s u m P ege neu denken Der Deutsche P egerat e.V. (DPR) und die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. haben erstmalig ein gemeinsames „Positionspapier zum Personalmangel in der P ege“ verö¨entlicht. D men auf, damit sich die Rahmenas Positionspapier zeigt Maßnahbedingungen in der Krankenhausp ege schnellstens verbessern und das Berufsbild wieder attraktiver wird. Denn die Versorgung im Krankenhaus ist eine Teamaufgabe. Der akut bestehende P egepersonalmangel betri auch die anderen Berufsgruppen. Ärzte können nur dann Patienten behandeln, wenn deren p egerische Versorgung gewährleistet ist. Bewältigt werden kann der bereits bestehende P egenotstand in der Akutp ege nur dann, wenn ein ganzes Bündel von Maßnahmen umgesetzt wird. Es ist ein nationaler Masterplan zur Siche rung der p egerischen Versorgung erforderlich, der sich über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren erstreckt. Bessere Personalschlüssel gefordert Das gemeinsame Positionspapier greiˆ u. a. auf die folgenden Punkte zurück: Bereits heute fehlen in den Kliniken mindestens 50.000 P egefachpersonen. Erforderlich ist ein steuerŒnanziertes Sofortprogramm, um diese Stellen zu schaŽen. Wir brauchen bessere Personalschlüssel und die Einrichtung von Personaluntergrenzen für alle Klinikbereiche. Benötigt wird ein am Versorgungsbedarf ausgerichtetes Personalbemessungsinstrument für die P ege im Krankenhaus. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen p egerischer Arbeit liegt auch in der Trägerverantwortung. Hier bedarf es eines Umdenkens in der Betrachtung des Personals. Die Vereinbarkeit von Familie / Freizeit und Beruf (z.B. verlässlicher Dienstplan), eine bessere Vergütung sowie eine wertschätzende Führung sind wesentliche Bestandteile zur Verbesserung der Rahmenbedingungen. Interdisziplinär arbeiten Erforderlich ist eine Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den professionell P egenden und den Ärzten. Das verbessert die Versorgung der Patienten und erhöht die Berufszufriedenheit. Die vorhandene Kompetenz der P egefachpersonen muss stärker anerkannt und eingesetzt werden. Über neue Aufgabenverteilungen zwischen den Berufsgruppen muss oŽen diskutiert werden. Parallel zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der p egerischen Berufsausübung müssen Investitionen in die Attraktivität des P egeberufes und in die Nachwuchsgewinnung getätigt werden. Die Ausbildungskapazitäten müssen erhöht werden. Die Ausbildung selbst muss deutlich attraktiver werden. Erforderlich sind QualiŒzierungsoŽensiven. Das gemeinsame Positionspapier des Deutschen P egerats und der Deutschen Gesellschaˆ für Chirurgie, unterzeichnet von deren Präsidenten Franz Wagner (DPR) und Prof. Dr. Jörg Fuchs Präsident (Deutsche Gesellschaˆ für Chirurgie), können Sie auf der Homepage des DPR herunterladen. www.deutscher-p egerat.de


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Springer Medizin. Pflege neu denken, Heilberufe, 2018, 58-58, DOI: 10.1007/s00058-018-3476-9