Was kommt danach?

InFo Neurologie & Psychiatrie, May 2018

Springer Medizin

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Was kommt danach?

Was kommt danach? Hintergrund: Natalizumab ist unter den Immuntherapeutika zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) sicherlich ein wirksames, wenn nicht sogar das wirksamste Medikament. Allerdings wird die Wirksamkeit vom Risiko einer möglichen progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) überschattet. Ergibt sich aufgrund von Bedenken oder der Ergebnisse des Risikostratiˆzierungsalgorithmus die Indikation zum Absetzen von Natalizumab, stellt sich die Frage nach der Folgetherapie. Studien über mehr als sechs Monate liegen hierzu fast gar nicht vor. Calabrese et al. untersuchten DMF als eine mögliche Exitstrategie nach Beendigung einer Natalizumabtherapie über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren. Patienten und Methodik: Es wurden 39 Patienten mit schubförmiger MS (RRMS), die nach langjähriger Natalizumabtherapie auf DMF umgestellt wurden, für zwei Jahre klinisch und kernspintomograˆsch in einem 3T-MRT untersucht. Ausgewertet wurden die Daten aus den zwei Jahren vor Natalizumabbehandlung, der letzten zwei Jahre unter Natalizumab sowie der zwei Jahre unter DMF-•erapie. Ergebnisse: In den zwei Jahren der DMF-•erapie erlitten fünf Patienten (12,8%) e-i nen oder mehrere Schübe. Eine Verschlechterung des Behinderungsgrades wurde bei vier Patienten (10,3%) festgestellt. MRT-Aktivität wurde wiederum bei acht Patienten (20,5%) nachgewiesen. Ein Post-Natalizumab-Rebound wurde nur in einem Fall beobachtet. Zwei Patienten verließen die Studie wegen gastrointestinaler Nebenwirkungen. Immerhin 80 % der Studienteilnehmer hatten keine Hinweise auf eine Zunahme der Erkrankungsprogression. Das Modell der multiplen linearen Regressionsanalyse zeigte außerdem, dass die Zahl der Schübe und die MRT-Aktivität vor Beginn der DMF-•erapie ein guter Prädiktor für die zu erwartende Krankheitsaktivität und •erapieantwort unter DMF war. - Schlussfolgerung: Zusammenfassend schlossen die Autoren aus der Studie, dass DMF zwar die nach Absetzen von Natalizumab au¡retende Krankheitsaktivität nicht komplett unterdrücken kann, aber für den Großteil der Patienten eine wirksame Alternative darstellt, sofern Natalizumab abgesetzt werden muss.


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Springer Medizin. Was kommt danach?, InFo Neurologie & Psychiatrie, 2018, 23-23, DOI: 10.1007/s15005-018-2601-2