Pränatale Diagnostik und Geburtsmedizin

gynäkologie + geburtshilfe, May 2018

Springer Medizin

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15013-018-1415-0.pdf

Pränatale Diagnostik und Geburtsmedizin

Pränatale Diagnostik und Geburtsmedizin Dr. med. Dieter Grab t a v ir p © Chefarzt der Frauenkliniken Harlaching und Neuperlach der Städtischen Kliniken München und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin (DGPGM) - D laturperiode die „Gesundheit rund um die ie Bundesregierung hat in der letzten LegisGeburt“ zum Nationalen Gesundheitsziel erklärt und ein umfangreiches Maßnahmenpaket für Schwangerscha , Geburt, Wochenbett und die En-t wicklung des Neugeborenen im ersten Lebensjahr erarbeitet. Wichtige Ziele dabei sind es, eine gesunde Schwangerscha und eine physiologische Geburt zu ermöglichen und zu fördern. Werdende Eltern sind heute mit zahlreichen Optionen in der Pränataldiagnostik konfrontiert und benötigen dafür eine umfassende Beratung. Ein an die Schwangerscha adaptierter Lebensstil, eine ausgewogene Ernährung, Impfprophylaxe sowie eine ausreichende Gabe von Folsäure und Jod gehören zu den Präventionsempfehlungen, die schon seit Langem in den Mutterscha srichtlinien festgeschrieben sind. Vorrangiges Ziel der ärztlichen Schwangerenvorsorge ist die frühzeitige Erkennung von Risikoschwangerscha en und Risikogeburten. Für werdende Eltern ist es nicht einfach, die für ihre Situation angemessenen Untersuchungsmethoden auszuwählen und die Qualität der geburtshil“ichen Angebote einzuschätzen. Hier kommt den betreuenden Frauenärztinnen und Frauenärzten eine Schlüsselrolle zu. Sie sollen nicht nur alle Anforderungen der Mutterscha srichtlinien erfüllen, sondern auch die Schwa ngere bereits vor Inanspruchnahme einer pränatalen Diagnostik umfassend und ergebniso—en informieren – und das in einem Fachgebiet, das sich derzeit rasant weiterentwickelt und zunehmend komplexer geworden ist. Es geht dabei nicht nur um den Ausschluss oder Nachweis von Fehlbildungen oder Chromosomenaberrationen, sondern auch um die frühzeitige Diagnose und Prävention von Plazentainsušzienz sowie um die Prävention der Frühgeburtlichkeit. Bei zahlreichen Fehlbildungen und Erkrankungen gibt es heute bereits intrauterine ›erapieoptionen, man denke nur an die intrauterine Ballonokklusion der Trachea bei Zwerchfellhernien oder die intrauterine Deckung von Neuralrohrdefekten. Den Kollegen in den Frauenarztpraxen kommt die wichtige Aufgabe zu, die Schwangeren mit relevanten maternalen oder fetalen Erkrankungen herauszuŸltern, ohne die Mehrheit der gesunden Schwangeren unnötig zu verunsichern. Und das in einem Umfeld, in dem jede intrapartal oder postpartal auftretende Pathologie sofort die Frage aufwir , ob hier ein Au¡lärungs- oder Behandlungsfehler vorliegt. Die Deutsche Gesellscha für Pränatal- und G-e burtsmedizin (DGPGM) beschä igt sich seit über 25 Jahren mit dieser ›ematik. Wenn Sie die in den beiden Beiträgen dieser Ausgabe enthaltenen ›emen zur intrauterinen Wachstumsrestriktion oder zur fetalen Ventrikulomegalie weiter vertiefen wollen, dann sind Sie herzlich eingeladen, den 18. Kongress der DGPGM im Juni 2018 in Bonn/Bad Godesberg zu besuchen. Sie können sich dort eine aktuelle Übersicht über den derzeitigen Stand der Pränatal- und Geburtsmedizin verscha—en und im Vorfeld der Veranstaltung in Kursen an Phantomen auch praktisch in geburtshil“ichen und interventionellen pränataldiagnostischen Methoden schulen lassen. Das Programm Ÿnden Sie unter www.dgpgm.de. Das Ziel aller Geburtshelferinnen und Geburtshelfer ist eine gleichermaßen sichere und interventionsarme Geburt. Voraussetzungen dafür sind eine qualitativ hochwertige pränatale Diagnostik, der Ausbau der dafür erforderlichen geburtshil“ichen Strukturen und nicht zuletzt die Ausbildung des geburtshil“ichen Nachwuchses. Mehr denn je gilt die Aussage des Geburtshelfers Willibald Pschyrembel: „Man muss in der Geburtshilfe viel wissen [und können!], um [es sich leisten zu können] wenig zu tun“.


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15013-018-1415-0.pdf

Springer Medizin. Pränatale Diagnostik und Geburtsmedizin, gynäkologie + geburtshilfe, 2018, 3-3, DOI: 10.1007/s15013-018-1415-0